Gute Resonanz auf Hochschultag Entrepreneurship

Rund 120 Schülerinnen und Schüler, Studierende, Lehrkräfte sowie Akteure aus der Praxis informierten sich beim Hochschultag Entrepreneurship am 19. November über die Möglichkeiten von Gründungserziehung im schulischen Alltag. Veranstalter des Hochschultags mit dem Motto „Unternehmergeist in die Schulen“ waren das Institut für Ökonomie und ihre Didaktik der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe und das RKW Kompetenzzentrum. Ermöglicht wurde das Angebot durch die Karl Schlecht Stiftung.

Großes Interesse am Hochschultag Entrepreneurship. Foto: RKW Kompetenzzentrum/BILDKRAFTWERK/Franziska Kraufmann

Großes Interesse am Hochschultag Entrepreneurship. Foto: RKW Kompetenzzentrum/BILDKRAFTWERK/Franziska Kraufmann

Gründungserziehung in der Schule macht Kindern und Jugendlichen Mut, selbst etwas auf die Beine zu stellen und lässt sie als Persönlichkeit wachsen. „Die Schülerinnen und Schüler lernen, sich etwas zuzutrauen und auch mit Niederlagen umgehen“, sagt Claudia Märkt, Schulleiterin der Ettlinger Wilhelm-Röpke-Schule. Vier Schülerteams der Schule mit kaufmännischer Ausrichtung waren am 19. November zum öffentlichen Hochschultag Entrepreneurship gekommen, um ihre Gründungsideen vorzustellen. Der Hörsaal, in den die Pädagogische Hochschule Karlsruhe und das bundesweit aktive RKW Kompetenzzentrum unter dem Motto „Unternehmergeist in die Schule“ eingeladen hatten, war bis auf den letzten Platz besetzt.

Lehramtsstudierende für Gründungserziehung sensibilisieren

Rund 120 Schülerinnen und Schüler, Studierende, Lehrkräfte sowie Akteure aus der Praxis informierten sich über die Möglichkeiten von Gründungserziehung im schulischen Alltag. Darunter auch Karlsruhes Bürgermeister Dr. Martin Lenz. Auf dem Programm des Hochschultags, der in Kooperation mit dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg durchgeführt wurde, standen Fachvorträge, Praxisbeispiele und Workshops. „Wir freuen uns sehr, dass unser Hochschultag Entrepreneurship so gut angenommen wurde“, sagt Prof. Dr. Dr. h. c. Claudia Wiepcke, Leiterin des Instituts für Ökonomie und ihre Didaktik der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe und Initiatorin des Hochschultags. Es sei wichtig, Lehramtsstudierende für das Thema Gründungserziehung zu sensibilisieren. So könnten sie später als Lehrkräfte Schülerinnen und Schüler motivieren, ein Unternehmen zu gründen und soziale Geschäftsideen umzusetzen.

Erprobte Konzepte für Schulen

„In unserer Gesellschaft verändert sich gerade sehr viel. Wir möchten Jugendliche motivieren, innovativ zu sein, Lösungen für die Gesellschaft zu entwickeln und etwas zu verändern“, unterstreicht Armin Baharian. Zusammen mit seiner Kollegin Rabena Ahluwalia hat der Mitarbeiter des RKW Kompetenzzentrums im Rahmen des Hochschultags den Workshop „In sieben Schritten zu unternehmerischem Denken“ durchgeführt. Lehrkräften stellt das RKW Kompetenzzentrum unter anderem erprobte Konzepte zur Verfügung, mit denen sie an Schulen Entrepreneurship-Veranstaltungen realisieren können.

Petra Weininger vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg, die selbst schon viele Schulprojekte begleitet hat, betonte beim Hochschultag Entrepreneurship: „Ein wichtiger Erfolgsfaktor ist, dass die Lehrerinnen und Lehrer die Projekte unterstützen“. Und Jenny Geis, bei der Industrie- und Handelskammer Karlsruhe für den Bereich Gründung zuständig, informierte, dass Schülerinnen und Schüler ihre Geschäftsideen bei der IHK oder in der Technologiefabrik Karlsruhe präsentieren könnten. „Wir sind gerne Sparringspartner“, so die IHK-Bereichsleiterin. Schulleiterin Märkt freut sich auf zukünftige Projekte mit der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe und dem RKW Kompetenzzentrum und möchte gemeinsam am Thema Entrepreneurship weiterarbeiten.

Positives Feedback von den Studierenden

Auch von den Studierenden kam positives Feedback: „Mir hat der Hochschultag gut gefallen, weil ich neue Methoden beziehungsweise Impulse für mein späteres Leben und den Beruf mitnehmen konnte“, sagt beispielweise der 26-jährige Franz. Kommilitonin Melanie, ebenfalls 26, fand das Gründerevent interessant, „weil durch Entrepreneurship Education die Umsetzung von Ideen und Innovationen greifbar wird.“ Und die 16-jährige Schülerin Sarah sagt: „Es war toll, weil man vieles ausprobieren konnte und sich überlegen musste, was alles zu einer Gründung gehört.“

Über das RKW Kompetenzzentrum

Das RKW Kompetenzzentrum ist ein gemeinnütziger und neutraler Impuls- und Ratgeber für den deutschen Mittelstand. Sein Angebot richtet sich an Menschen, die ihr etabliertes Unternehmen weiterentwickeln, ebenso wie an jene, die mit eigenen Ideen und Tatkraft ein neues Unternehmen aufbauen wollen. Ziel ist es, kleine und mittlere Unternehmen für Zukunftsthemen zu sensibilisieren und sie dabei zu unterstützen, ihre Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft zu entwickeln, zu erhalten und zu steigern, Strukturen und Geschäftsfelder anzupassen und Beschäftigung zu sichern. Zu den Schwerpunkten „Gründung“, „Fachkräfte“ und „Innovation“ bietet das RKW Kompetenzzentrum praxisnahe und branchenübergreifende Lösungen und Handlungsempfehlungen für aktuelle und zukünftige betriebliche Herausforderungen. Bei der Verbreitung der Ergebnisse vor Ort arbeitet das Kompetenzzentrum mit Sitz in Eschborn eng mit den Experten in den RKW Landesorganisationen zusammen. Das RKW Kompetenzzentrum wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. Weitere Infos auf: https://www.rkw-kompetenzzentrum.de/

Der Hochschultag Entrepreneurship fand im Rahmen der Gründerwoche 2019 statt. Weitere Infos zum Hochschultag auf rkw.link/unternehmergeist1911

Pressemitteilung als pdf

"Eine neue Professorin stellt sich vor": Der Radiobeitrag von Lena Hofbauer über Prof. Dr. Dr. h. c. Claudia Wiepcke für die "Bildungswelle" vom 27.11.2019 zum Nachhören auf: www.jungerkulturkanal.de

Weiterführendes

  regina.schneider@vw.ph-karlsruhe.de