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19. September 2018: Goldrute - Wildblumen entdecken in der Mittagspause

Letzter Termin von „Lehmanns Flora“ mit Alexander Herrmann (Biologie) und Jonathan Küper

Wildblumen entdecken in der Mittagspause – literarisch, botanisch und künstlerisch. Diese Möglichkeit bietet die Pädagogische Hochschule Karlsruhe im Sommer 2018 noch ein Mal in ihrer Hochschulbibliothek, Bismarckstraße 10, Gebäude 2, von 11.55 bis 12.10 Uhr. Am Mittwoch, 19. September, steht die Goldrute im Zentrum der Aufmerksamkeit. Referenten sind Alexander Herrmann (Biologie) und Jonathan Küper.

Zu sehen sind Aquarelle und Texte auch im Botanischen Garten des Karlsruher Instituts für Technologie, Am Fasanengarten 2. Im Internet stehen sie als pdf-Dokument zum Nachlesen auf www.ph-karlsruhe.de/institute/ph/institut-fuer-deutsche-sprache-und-literatur/aktuelles sowie auf www.botanik.kit.edu/garten/1218.php zur Verfügung.

Projekt und Ablauf
Beginn des interdisziplinären Projekts der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe in Zusammenarbeit mit dem Karlsruher Institut für Technologie war im Oktober 2017. Bis September 2018 werden insgesamt 12 Wildblumen vorgestellt. Lehrende oder Studierende lesen zunächst den Abschnitt zur jeweiligen Pflanze aus dem „Bukolischen Tagebuch“ vor (Wilhelm Lehmann, Bukolisches Tagebuch, Berlin 2017), dann folgt die botanische Vorstellung der Pflanze. Kurze literaturwissenschaftliche und sprachliche Erläuterungen zu den Texten Lehmanns sowie beispielsweise zur Gattung des „nature writing“, zu historischer und aktueller Naturlyrik und zur Umweltbildung (Konzept Wildnis, Schulgarten) schließen sich jeweils an.

Wer war Wilhelm Lehmann?
Der bedeutende Lyriker Wilhelm Lehmann notierte auf seinen Wanderungen durch die Ostsee-Landschaft um Eckernförde zwischen 1927 und 1932 vielfältige Naturbeobachtungen und Reflexionen, die zunächst als Kolumne der beliebten Wochenzeitung „Grüne Post“ erschienen, später dann unter dem Titel „Bukolisches Tagebuch“ in Buchform. „Damit ist Lehmann ein früher deutschsprachiger Vorläufer des vor allem im anglo-amerikanischen Raum populären ‚nature writing‘. Er malt mit Worten und hebt dabei weniger die wissenschaftlichen Details als vielmehr die typischen, wesenhaften Merkmale der Pflanze hervor – in einer sehr präzisen und anschaulichen Sprache. Oft sind es nur wenige Worte, mit denen er die Blüte einer Wildblume charakterisiert: sprachliche Bilder und Vergleiche, die sich weit tiefer einprägen als die lateinische Artenbezeichnung.“ (Wolfgang Menzel)


Kategorie: Veranstaltungen
Mittwoch 01 August 2018
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