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15. Januar 2018: Vom "Hier" und vom "Dort": Räume, Grenzen, Identitäten

Vortrag von Prof. Dr. Julia Lossau im Rahmen der Ringvorlesung "Alte Deutsche, Neue Deutsche. Einheimisch sein im Einwanderungsland?"

Geographieprofessorin Julia Lossau gestaltet am Montag, den 15. Januar 2018 mit einem Vortrag zum ThemaVom "Hier" und vom "Dort": Räume, Grenzen, Identitäten“ die öffentliche Ringvorlesung von Pädagogischer Hochschule Karlsruhe und der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg im Rahmen des Landesprogramms „Demokratie stärken“.

Bis Anfang Februar wird es jeden Montagabend (außer am 30.10.) an der Pädagogischen Hochschule in Gebäude 2 im Hörsaal A020 von 18:15 bis 20:00 Uhr eine Veranstaltung zum Thema "Alte Deutsche, Neue Deutsche. Einheimisch sein im Einwanderungsland?" geben.

Zum Vortrag und zur Person:
Im Zentrum des Vortrags stehen Fragen „an der Grenze“: Wozu dienen Grenzen, wer bestimmt ihren Ort – und wie viele Grenzen gibt es eigentlich? Brauchen wir in einer globalisierten Welt überhaupt noch Grenzen? Oder brauchen wir in einer Zeit, in der Offenheit und Entgrenzung die Politik zu bestimmen scheinen, Grenzen mehr denn je? Um diese Fragen zu beantworten, beleuchtet die Geographin Julia Lossau das Verhältnis von Raum und Identität. Räume bzw. Territorien einerseits und Identitäten andererseits, so die These, stehen in einem Verhältnis der wechselseitigen Bedingtheit. Gemäß dieser These können „Ein-“ und „Auswanderungsländer“ als Elemente einer imaginativen Geographie der Welt betrachtet werden, wie sie bei der Verortung vermeintlich stabiler Identitäten entstehen. Umgekehrt erlangen Identitäten ihre Stabilität erst dadurch, dass sie in vermeintlich natürlichen, homogenen Räumen verortet werden. Daher kann man sagen, dass Räume und Identitäten in einem Verhältnis der Ko-Konstitution stehen. Dennoch, oder gerade deshalb, gibt es trennscharf voneinander abgegrenzte Räume ebenso wenig per se wie exklusive, stabile Identitäten. Vor diesem Hintergrund gerät die schließlich Frage in den Blick, wie Grenzen auf ganz unterschiedlichen Maßstabsebenen, vom eigenen Kopf bis zum Kanzleramt, um Vorstellungsräume herum gezogen und in Identifikationsprozessen wirksam werden.

Julia Lossau, Prof. Dr., ist Professorin für Humangeographie mit dem Schwerpunkt Stadtgeographie an der Universität Bremen. Arbeitsgebiete: Geographie und Kulturtheorie, Kulturelle Identität, Postkolonialismus und Raum, Politische Geographie, Stadt- und Regionalforschung; Webseite: www.geographie.uni-bremen.de

Kontakt: lossau@uni-bremen.de

Kategorie: Veranstaltungen
Mittwoch 13 Dezember 2017
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