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Chemie ist nachhaltig!

Kreative Ideen und innovative Konzepte für den Chemieunterricht präsentiert / Fortbildungs- und Vortragstagung der Gesellschaft Deutscher Chemiker / 365 Teilnehmende aus dem In- und Ausland

 

„Chemie ist nachhaltig!“ lautete das Motto des Kongresses für einen modernen Chemieunterricht, der vom 13. bis 15. September an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe stattfand. Die Hochschule ist Sitz eines der bundesweit sieben Lehrerfortbildungszentren der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh). Insgesamt 365 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Lehrkäfte aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und der Türkei hießen GDCh und Pädagogische Hochschule Karlsruhe zur „35. Fortbildungs- und Vortragsstagung der Fachgruppe Chemieunterricht“ willkommen. Über 70 Experimental- und Diskussionsvorträge, zahlreiche Workshops und eine Postersession boten Gelegenheit, sich über aktuelle Ergebnisse der chemiedidaktischen Forschung zu informieren.

Nachhaltigkeit spielt wichtige Rolle
„Mit kreativen Ideen sowie innovativen Konzepten und Experimenten wollen wir einen Beitrag für einen nachhaltigen Chemieunterricht leisten – im Sinne des Kompetenzzuwachses bei Schülerinnen und Schülern. Außerdem spielt Nachhaltigkeit auch in der chemischen Forschung eine wichtige Rolle,“ sagte Kongress-Organisator Matthias Ducci, Chemieprofessor und Geschäftsführender Direktor des an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe angesiedelten GDCh-Fortbildungszentrums für Chemielehrkräfte.

Anwendungsbezogene Themen im Fokus
Im Fokus der Tagung standen anwendungsbezogene Themen und die Frage, wie sie sich im Chemieunterricht umsetzen lassen. Während bei den Diskussionsvorträgen neue Konzepte für den Chemieunterricht und Schülerlabore präsentiert wurden, zeigten die Experimentalvorträge, wie die praktische Anwendung aussehen kann. Dabei lag das Augenmerk insbesondere auf Nachhaltigkeit: Neben den Grenzen der elektrochemischen Energiespeicherung ging es beispielsweise darum, wie sich Green Chemistry, Phosphatrückgewinnung und die Gewinnung, Anwendung und das Recycling von Seltenerdelementen in den Unterricht integrieren lassen. In zahlreichen Workshops, die in Zusammenarbeit mit Fachleuten der GDCh-Lehrerfortbildungszentren und weiteren Expertinnen und Experten entwickelt wurden, erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Material für einen modernen Chemieunterricht.

Für einen modernen Chemieunterricht
„Wir freuen uns sehr, ein attraktives Programm bieten zu können – mit namhaften Referentinnen und Referenten aus dem In- und Ausland, einer umfangreichen Posterausstellung und einem interessanten Exkursionsprogramm“, hieß Rektor Prof. Dr. Klaus Peter Rippe die Gäste am 13. September an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe willkommen, einem Tagungsort der kurzen Wege.

„Es ist eine hehre Aufgabe, jungen Menschen eine solide MINT-Schulbildung mit auf den Weg zu geben – gerade im Fach Chemie, dem trotz seiner Bedeutung für die Zukunft unserer Gesellschaft oft große Skepsis entgegengebracht wird. Mit den Fortbildungstagungen und den Lehrerfortbildungszentren unterstützt die GDCh all diejenigen, die sich für einen modernen Chemieunterricht engagieren, durch Erfahrungsaustausch, gezielte Weiterbildung sowie die Stärkung der ‚Community‘“, sagte Prof. Dr. Hans-Günther Schmalz, Vorsitzender der Fachgruppe Chemieunterricht der GDCh und Professor für Organische Chemie an der Universität zu Köln.

Weitere Informationen zur Tagung unter www.gdch.de/fgcu2018

 

HINTERGRUNDINFORMATIONEN

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31 000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie hat 27 Fachgruppen, darunter die Fachgruppe Chemieunterricht mit rund 1900 Mitgliedern. Chemielehrer, Hochschullehrer sowie Chemiker aus der Industrie und dem öffentlichen Dienst haben sich in der Fachgruppe Chemieunterricht zu einem kompetenten Forum für alle Fragen zusammengeschlossen, die das Fach Chemie in Unterricht, Lehre, Ausbildung und Weiterbildung betreffen. Weitere Infos unter www.gdch.de

Das Institut für Chemie der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe hat sich in den letzten zehn Jahren zu einem wichtigen Zentrum für Chemiedidaktik in Deutschland entwickelt. Neben den vielfältigen Forschungsaktivitäten des Arbeitskreises um Institutsleiter Prof. Dr. Matthias Ducci zeichnet es sich vor allem durch die zahlreichen Fortbildungsangebote für Chemielehrkräfte aus.

Seit 2013 ist das Institut Standort eines der bundesweit sieben Lehrerfortbildungszentren Chemie, die von der Gesellschaft Deutscher Chemiker und dem Fonds der Chemischen Industrie gefördert werden. Pro Jahr bietet das Lehrerfortbildungszentrum Karlsruhe rund 50 Veranstaltungen an, die meisten davon direkt an Schulen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Südhessen. Geschäftsführender Direktor ist Prof. Dr. Matthias Ducci, der seit 2016 als Kolumnist für die Zeitschrift „Spektrum der Wissenschaft“ schreibt. Sein Hauptforschungsgebiet ist die Entwicklung und Erprobung von Experimenten und Konzepten für einen alltagsbezogenen, problemorientierten und experimentellen Chemieunterricht. Hier verzeichnet er aktuell weit über 100 Publikationen.

Darüber hinaus hat das Institut für Chemie ein umfangreiches Schülerlabor-Angebot entwickelt. Es reicht von Laborvormittagen für Grundschulklassen bis hin zu Kursen für Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe. Im Mittelpunkt steht hierbei das gemeinsame experimentelle Arbeiten mit Lehramtsstudierenden der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe.

Außerdem besteht zwischen dem Institut für Chemie der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe und der Fakultät für Chemie und Biowissenschaften des Karlsruher Instituts für Technologie seit langem eine enge Kooperation in der Gymnasiallehrerausbildung. Diese wird aktuell mit dem gemeinsamen Forschungsprojekt „MINT²KA - Lehr-Lern-Labore in den MINT-Fächern als Innovations- und Vernetzungsfeld in der Lehrerbildung am KIT und an der PH Karlsruhe“ weiter vertieft. Infos zum Institut für Chemie unter www.ph-karlsruhe.de/institute/ph/chemie

Dateien:
18_09__PM_Chemie_ist_nachhaltig.pdf67 K
Kategorie: Sondermeldung, Pressemitteilungen
Montag 13 August 2018
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