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Innovatives Modell zur Erklärung menschlicher Veränderungsprozesse

Dr. des. Brigitte Seiler erhält Dr. Bertold Moos-Preis 2018 für herausragende Dissertation

 

Alle zwei Jahre vergibt die Dr. Bertold Moos-Stiftung den mit 10.000 Euro dotierten Dr. Bertold Moos-Preis für hervorragende geisteswissenschaftliche Leistungen, die das Potenzial für eine weiterführende und nachhaltige Anwendung der Ergebnisse aufweisen. Dieses Jahr geht der Preis an Dr. des. Brigitte Seiler für ihre kürzlich an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe abgeschlossene, pluridisziplinär angelegte Dissertation.

Die Beratungspsychologin und Kunsttherapeutin legt mit ihrer Arbeit ein innovatives Modell zur Erklärung menschlicher Veränderungsprozesse vor, das sich hervorragend als Grundlage zur Entwicklung, Erprobung und Evaluation eines Lehr-Lern-Formats für eine personenbezogene Professionalisierung von Studierenden in pädagogischen Studiengängen eignet. Das Modell interaktionaler Veränderungsprozesse (ModiV) identifiziert Wirkfaktoren menschlicher Veränderung ansatz- und disziplinübergreifend und macht sie für Professionalisierungsprozesse fruchtbar.

Pilotstudie soll realisiert werden
Mit dem Preisgeld soll im Sommersemester 2018 an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe eine Pilotstudie realisiert werden, in der der Erwerb fachlicher Kompetenzen ganzheitlich anschließen kann an biografisch erworbene Muster im Denken, Fühlen und Handeln der Studierenden. Die Leitung haben apl. Prof. Dr. Liselotte Denner und Prof. Dr. Ulrich Wehner. Laut Gutachterkommission der Stiftung „verspricht dieser hochschuldidaktische Rückgriff die Lücke in Professionaliserungsprozessen zu schließen, die im Rahmen von derzeit gängigen kompetenzorientierten Ansätzen vorherrscht“.

Nachhaltigen Stärkung des Querschnittsprofils „Professionalisierung“
„Die herausragende Dissertation von Brigitte Seiler stellt erneut das hohe Niveau der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe im Bereich Forschung unter Beweis“, gratuliert Prof. Dr. Klaus Peter Rippe, Rektor der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe, der Preisträgerin zu ihrem Erfolg. Die Pilotstudie trage darüber hinaus zur nachhaltigen Stärkung des Querschnittsprofils „Professionalisierung“ bei. Betreut haben die Dissertation mit dem Titel „Wirkfaktoren menschlicher Veränderungsprozesse. Das Modell interaktionaler Veränderungsprozesse (ModiV) als Systematisierung allgemeiner, kunsttherapeutischer und kunstpädagogischer Wirkverständnisse“ apl. Prof. Dr. Liselotte Denner (Institut für Schul- und Unterrichtsentwicklung in der Primar- und Sekundarstufe), Prof. Dr. Lutz Schäfer (Institut für Kunst) und Prof. Dr. Peter Müller (Institut für Evangelische Theologie). Verliehen wird der Preis am 15. April im Schloss Bruchsal.

Dr. Bertold Moos war ein Karlsruher Journalist, der in der Region Nordbaden als langjähriger Redaktionsleiter der Bruchsaler Rundschau wirkte und mit seinem Vermögen die gemeinnützige Dr. Bertold Moos-Stiftung gründete. Infos über Stiftung, Preis und Auswahlverfahren unter www.dr-bertold-moos-stiftung.de.

Einen Überblick über die Forschungsaktivitäten der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe bietet die Forschungsdatenbank unter fdb.ph-karlsruhe.de

Dateien:
18_02__PM_Bertold_Moos-Preis.pdf32 K
Kategorie: Pressemitteilungen, Sondermeldung
Dienstag 27 Februar 2018
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