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Neue Biotechnologien: Vorsorge konsequent stärken und umsetzen

Aktueller Bericht der Eidgenössischen Ethikkommission / Rektor der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe ist seit 2016 Präsident des Schweizer Experten-Gremiums

 

Wie sollen wir mit neuen Biotechnologien umgehen, deren Folgen wir nicht abschätzen können? Die Eidgenössische Ethikkommission für die Biotechnologie im Außerhumanbereich (EKAH) mit Sitz in Bern (Schweiz) kommt in ihrem aktuellen Bericht „Vorsorge im Umweltbereich – Ethische Anforderungen an die Regulierung neuer Biotechnologien“ zu dem Schluss, dass der Vorsorgegedanke konsequent gestärkt und umgesetzt werden müsse.

Dieser besagt, dass erstens Schäden einer bestimmten Qualität gar nicht eintreten sollten, und zweitens, wenn sich etwas zu Vermeidung oder Eingrenzung tun lässt, dies auch getan werden sollte. Selbst dann, wenn die Eintrittswahrscheinlichkeit ungewiss ist. Außerdem sollen jene, deren Handeln einen schwerwiegenden Schaden befürchten lässt, plausibel darlegen, dass ein solcher Schaden extrem unwahrscheinlich oder wissenschaftlich absurd ist, so die EKAH in ihrer Medienmitteilung vom 7. Mai 2018.

„In unserem Bericht haben wir dargelegt, dass sich der Vorsorgegedanke unabhängig vom gewählten Ansatz ethisch begründen lässt“, erläutert EKAH-Präsident Klaus Peter Rippe. Dabei verfolge die Ethikkommission mit ihren Expertinnen und Experten aus Philosophie, Theologie, Biologie, Medizin und Recht das Ziel, im Umgang mit neuen Technologien eine angemessene Risikobeurteilung zu ermöglichen, sagt der Professor für Praktische Philosophie und Rektor der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe. Auf diese Weise solle auch die „Vertrauenswürdigkeit von Risikobeurteilungen durch Wissenschaft und Behörden“ verbessert und das „politische Bewusstsein im Umgang mit neuen Technologie“ geschärft werden.

 

EKAH
Die Eidgenössische Ethikkommission für die Biotechnologie im Außerhumanbereich (EKAH) mit Sitz in Bern ist eine vom Schweizer Bundesrat eingesetzte außerparlamentarische Kommission. Sie berät Behörden aus ethischer Sicht im Bereich der außerhumanen Bio- und Gentechnologie, informiert die Öffentlichkeit und fördert den Dialog über Nutzen und Risiken von Technologien. Weitere Infos auf www.ekah.ch. Hier steht der Bericht „Vorsorge im Umweltbereich – Ethische Anforderungen an die Regulierung neuer Biotechnologien“ zum Download bereit.

Prof. Dr. Klaus Peter Rippe
Seit 2008 ist Klaus Peter Rippe Professor für Praktische Philosophie am Institut für Philosophie der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe. 2011 wurde er als ordentliches Mitglied in die „Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste“ in Salzburg gewählt. Von 2011 bis 2014 leitete Prof. Dr. Rippe als Dekan die Fakultät für Geistes- und Kulturwissenschaften der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe, seit 2016 ist er Rektor der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen in den Bereichen politische Philosophie, Tierethik und Risikoethik. Im Jahr 2016 wurde Klaus Peter Rippe vom Schweizer Bundesrat zum Präsidenten der Eidgenössischen Ethikkommission für Biotechnologie im Außerhumanbereich ernannt. Dieses Amt hatte er bereits von 2000 bis 2011 inne.

Weitere Informationen zu Vita und Veröffentlichungen auf www.ph-karlsruhe.de/de/institute/ph/institut-fuer-philosophie/personen/klaus-peter-rippe

Dateien:
18_05__PM_EKAH.pdf56 K
Kategorie: Pressemitteilungen, Sondermeldung
Dienstag 08 Mai 2018
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