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Aktuelles

Nieswurz, Bingelkraut und Huflattich

Wildblumen entdecken in der Mittagspause mit „Lehmanns Flora“

 

Wildblumen entdecken in der Mittagspause – literarisch, botanisch und künstlerisch. Diese Möglichkeit bietet die Pädagogische Hochschule Karlsruhe einmal pro Monat an einem Mittwoch in ihrer Hochschulbibliothek, Bismarckstraße 10, Gebäude 2, von 11.55 bis 12.10 Uhr.

Am 21. Februar stellen Lehrende und Studierende im Rahmen des interdisziplinären Projekts „Lehmanns Flora“ Nieswurz und Schneeglocke vor – anhand von Texten aus dem „Bukolischen Tagebuch“ des Lyrikers Wilhelm Lehmann, mit Aquarellen des Künstlers Rüdiger Ziegler sowie botanischen Informationen. Am 14. März steht das Bingelkraut im Zentrum der Aufmerksamkeit und am 18. April der Huflattich. Die aktuellen Termine finden sich auf www.ph-karlsruhe.de (Institut für deutsche Sprache).

Zu sehen sind die Aquarelle und Texte auch im Botanischen Garten des Karlsruher Instituts für Technologie, Am Fasanengarten 2. Im Internet stehen sie als pdf-Dokument zum Nachlesen bereit auf den Seiten www.botanik.kit.edu/garten/1218.php und www.ph-karlsruhe.de/institute/ph/institut-fuer-deutsche-sprache-und-literatur/aktuelles.
 
Projekt und Ablauf
Beginn des interdisziplinären Projekts der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe in Zusam­menarbeit mit dem Karlsruher Institut für Technologie war im Oktober 2017. Bis September 2018 werden insgesamt 12 Wildblumen vorgestellt. Lehrende oder Studierende lesen zunächst den Abschnitt zur jeweiligen Pflanze aus dem „Bukolischen Tagebuch“ vor (Wilhelm Lehmann, Bukolisches Tagebuch, Berlin 2017), dann folgt die botanische Vorstellung der Pflanze. Kurze literaturwissenschaftliche und sprachliche Erläuterungen zu den Texten Lehmanns sowie beispielsweise zur Gattung des „nature writing“, zu historischer und aktueller Naturlyrik und zur Umweltbildung (Konzept Wildnis, Schulgarten) schließen sich jeweils an.
 
Wer war Wilhelm Lehmann?
Der bedeutende Lyriker Wilhelm Lehmann notierte auf seinen Wanderungen durch die Ostsee-Landschaft um Eckernförde zwischen 1927 und 1932 vielfältige Naturbeobachtungen und Reflexionen, die zunächst als Kolumne der beliebten Wochenzeitung „Grüne Post“ erschienen, später dann unter dem Titel „Bukolisches Tagebuch“ in Buchform.

„Damit ist Lehmann ein früher deutschsprachiger Vorläufer des vor allem im anglo-amerikanischen Raum populären ‚nature writing‘. Er malt mit Worten und hebt dabei weniger die wissenschaftlichen Details als vielmehr die typischen, wesenhaften Merkmale der Pflanze hervor – in einer sehr präzisen und anschaulichen Sprache. Oft sind es nur wenige Worte, mit denen er die Blüte einer Wildblume charakterisiert: sprachliche Bilder und Vergleiche, die sich weit tiefer einprägen als die lateinische Artenbezeichnung.“ (Wolfgang Menzel)

Dateien:
18_02__PM_Lehmanns_Flora.pdf39 K
Kategorie: Pressemitteilungen
Montag 19 Februar 2018
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