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Promotionskolleg „Vom fachsensiblen Sprachunterricht zum sprachsensiblen Fachunterricht“

Ein gemeinsames Projekt der sechs baden-württembergischen Pädagogischen Hochschulen geht an den Start

Zum 01.08.2017 startet das Promotionskolleg „Vom fachsensiblen Sprachunterricht zum sprachsensiblen Fachunterricht“, ein gemeinsames Projekt der sechs baden-württembergischen Pädagogischen Hochschulen, das die sprachliche Bildung von neu zugewanderten Schülerinnen und Schülern in Vorbereitungs- und Regelklassen zum Gegenstand hat. Dazu wurden sieben Lehrerinnen und Lehrer abgeordnet und eine Juniorprofessur eingerichtet. Diese wurde mit Dr. Nadja Wulff, Heidelberg School of Education, der hochschulübergreifenden Einrichtung der Universität und der Pädago-gischen Hochschule Heidelberg für die gemeinsame Lehrerbildung, besetzt. Das Kolleg wird vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg für die Laufzeit von drei Jahren gefördert.
Im Rahmen des Promotionsprojekts soll erforscht werden, wie eine erfolgreiche Bildungsbeteiligung von Schülerinnen und Schülern gelingen kann, die über nicht hinreichende Kompetenzen in bildungs- und fachsprachlichen Registern verfügen. Da Lernleistungen über Sprachkompetenz in bildungssprachlichen Varietäten positiv beeinflusst werden können, muss die Vermittlung von Sprachkompetenz ein fach-übergreifendes, aber eben auch fachspezifisches Anliegen aller unterrichtlichen Arbeit sein.
Die Integration von neu zugewanderten Kindern und Jugendlichen stellt alle an diesem Prozess Beteiligten vor hohe Herausforderungen. Insbesondere aber bedürfen Lehrerinnen und Lehrer konkreter Unterstützungs- und Professionalisierungsangebote, die sie dazu befähigen, sich diesen Herausforderungen zu stellen. Ziel des Promotionsprogramms ist es daher, wissenschaftlich und empirisch begründete praxisnahe Maßnahmen zur Unterstützung von Lehrerinnen und Lehrern zu erforschen und Angebote zur Professionalisierung zu entwickeln.
In den sieben Teilprojekten, die als komplementär und einander ergänzend zu verstehen sind, werden zum einen die Sprachvermittlung und curriculare Gegenstände von Vorbereitungsklassen der Sekundarstufe I in den Blick genommen; zum anderen wird die Integration von sprachlichen und fachlichen Zielen und Inhalten im Regelunterricht aus verschiedenen Blickwinkeln fokussiert. Nicht zuletzt wird die Übergangsgestaltung von der Vorbereitungsklasse in die Regelklasse betrachtet.

Das Karlsruher Teilprojekt widmet sich dem Literaturunterricht. Der Deutschunterricht wird als Fachunterricht verstanden, in dem sprachliches und literarisches Lernen verbunden und bezogen auf Deutsch als Zweitsprache (DaZ) und Mehrsprachigkeitsdidaktik weiterentwickelt werden. Die Leitung des Projekts mit dem Titel „Mehr sprachliche Bildung im Literaturunterricht“ liegt bei Prof. Dr. Heidi Rösch des Instituts für deutsche Sprache und Literatur. Seit dem 1. August 2017 hat zudem die abgeordnete Lehrerin Ute Filsinger hierfür eine Promotionsstelle zur Realisierung des Projekts an der Hochschule inne.

Das Promotionskolleg wird finanziert vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.

Kategorie: Sondermeldung, Pressemitteilungen
Montag 31 Juli 2017
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