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Wenig politisches Wissen

Institut für Politikwissenschaft untersuchte Qualität des Gemeinschaftskundeunterrichts an Realschulen

Das Institut für Politikwissenschaft der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe hat die Qualität des Gemeinschaftskundeunterrichts an Realschulen untersucht. Die in der Bildungsforschung als Kriterien qualitätsvollen Unterrichts geltenden Merkmale sind in Gemeinschaftskunde nur schwach ausgeprägt. Außerdem wirken sie sich statistisch nicht bedeutsam auf das politische Wissen der Schülerinnen und Schüler aus. In anderen Fächern wurden indessen positive Effekte vielfach nachgewiesen. Die ausgewerteten Daten stammen von ca. 1300 Schülerinnen und Schüler der neunten Klassenstufe an Realschulen.

Ein weiteres überraschendes Ergebnis dieser Stichprobe ist, dass sich der Wissensstand in den untersuchten Klassen kaum unterscheidet. Nur 0,3 Prozent der Unterschiede im individuellen Wissen sind auf Faktoren auf Klassenebene zurückzuführen. Ein solch geringer Anteil ist für die Praxis vernachlässigbar. In Untersuchungen anderer Fächer sei ein Anteil von ungefähr 20 Prozent üblich. Folglich spiele es praktisch keine Rolle für den Wissensstand, welche Klasse bzw. welcher Unterricht besucht wird. Es hänge vielmehr von individuellen Faktoren ab, wieviel die Schülerinnen und Schüler über Politik wissen. Vor dem Hintergrund, dass die Vermittlung von Wissen über politische Sachverhalte eines der Hauptziele des Gemeinschaftskundeunterrichts ist, sind diese Ergebnisse ernüchternd. (Natalie Köhle)

Kategorie: Sondermeldung, Pressemitteilungen
Mittwoch 26 Juli 2017
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