„Zieh einen Schlussstrich!“ Kampagne gegen Sexualisierte Diskriminierung und Gewalt an Hochschulen

Gemeinsame Kampagne aller baden-württembergischen Hochschulen und des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst für ein respektvolles Miteinander auf dem Campus

Plakatausschnitt aus der Kampagne "Zieh einen Schlussstrich" gegen sexualisierte Gewalt und diskriminierung mit einem durchgestrichenen "Schätzchen", stattdessen "wertschätzen"

Auf Initiative der Landeskonferenz der Gleichstellungsbeauftragten (LaKoG) wurde eine Kampagne auf den Weg gebracht, die mit der Resolution gegen sexualisierte Diskriminierung und Gewalt an Hochschulen gestartet wurde. Mit ihren Unterschriften unterstützen die Wissenschaftsministerin Theresia Bauer wie auch die Vorsitzenden der Landesrektorenkonferenzen der Universitäten, der Pädagogischen Hochschulen, der Musik- und Kunsthochschulen, der Dualen Hochschule und der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften das Anliegen der Resolution. Kernaussage ist: Für Belästigung gibt es an den Hochschulen in Baden-Württemberg keinen Platz. In diesem Sinn übernehmen Universitäten und Hochschulen Verantwortung, sie setzen sich aktiv für die Prävention und den Schutz der Betroffenen auf dem Campus ein.

Auch an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe gibt es keinerlei Duldung von sexualisierter Diskriminierung und Gewalt. Ein Zeichen setzt die Hochschule jährlich am 25. November, dem Internationalen Tag gegen Gewalt gegen Frauen, mit der Teilnahme an der TERRE DES FEMMES Fahnenaktion„frei leben ohne Gewalt“. Zudem organisiert das Gleichstellungsbüro seit Jahren jedes Wintersemester Selbstverteidigungskurse für Frauen.

„Es ist höchst bedauerlich,“ so die Gleichstellungsbeauftragte Britta Nann, „dass wir in diesem Jahr pandemiebedingt auf dieses sehr gefragte Angebot verzichten müssen.“ Sobald wieder möglich, verspricht sie, werden die Kurse stattfinden. Bis dahin soll das Informationsangebot zu Beratungsstellen auf der Website und in deren Servicebereich für Studierende und Mitarbeitende ausgebaut werden.

Außerdem gibt es an der Hochschule unter den Vertrauenspersonen je eine Ansprechpartnerin und einen Ansprechpartner für Fragen im Zusammenhang mit sexueller Belästigung, die betroffenen PH-Angehörigen jederzeit beratend und selbstverständlich vertraulich zur Seite stehen. Seit dem 15. November 2020 bietet zusätzlich eine vom Ministerium bestellte Vertrauensanwältin Unterstützung für Betroffene an.

Über den weiteren Verlauf der Kampagne an den Hochschulen und die damit einher gehenden Aktivitäten, auch an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe, informiert die Homepage: www.zieheinenschlussstrich.de

Weitere Informationen zur Kampagne und der von Wissenschaftsministerin Theresia Bauer wie auch den Vorsitzenden der Landesrektorenkonferenzen unterschriebenen Resolution gibt es in einer Pressemitteilung der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe aus dem Sommer dieses Jahres.