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Hochschule

Juli 2018: Erstes Angebot zur Vernetzung von Frauen in der Wissenschaft

Angeregtes Gespräch unter den Teilnehmerinnen der Veranstaltung "Standortbestimmung auf dem Karriereweg"

Die Wissenschaftslandschaft ist derzeit einem großen Wandel unterworfen, das zeigen beispielweise Ausschreibungen wie das Professorinnenprogramm, die Qualitätsoffensive Lehrerbildung oder das Tenure-Track-Programm. Das eröffnet neue Chancen für den wissenschaftlichen Nachwuchs, wirft aber auch viele Fragen auf. Hier Hilfestellung zu leisten, war Ziel der gemeinsamen Veranstaltung der Gleichstellungsbeauftragten und des Prorektorats für Forschung und Nachwuchsförderung mit dem Titel „Standortbestimmung auf dem Karriereweg“. Zudem wollte das Angebot zum Austausch und der Vernetzung der Wissenschaftlerinnen untereinander ermutigen. Eine gezielte Förderung von Frauen in der Wissenschaft ist auch im Struktur- und Entwicklungsplan sowie im Gleichstellungsplan der Hochschule fest verankert.

Das Angebot fand großen Anklang: Insgesamt 13 Nachwuchswissenschaftlerinnen mit unterschiedlichem Hintergrund fanden sich am frühen Abend des 5. Juli 2018 um 18:00 Uhr im Forschungsatelier ein: Zur Promotion abgeordnete Lehrerinnen, Doktorandinnen, die direkt nach dem ersten Staatsexamen eingestiegen waren, sowie die, welche sich nach einem nicht lehramtsbezogenen Master für die Promotion entschieden haben. Einige Teilnehmerinnen hatten Qualifikationsstellen, andere waren Projektmitarbeiterinnen oder finanzierten sich durch ein Stipendium.
Prorektorin Prof. Dr. Annette Worth und die Gleichstellungsbeauftragte Britta Nann begrüßten die Anwesenden und stellten die Referentin Dr. Anke Diez, Leiterin der Personalentwicklung am KIT, vor. Nach der Vorstellungsrunde folgte ein Impulsvortrag von Stefan Wörmann, Referent im Prorektorat für Forschung und Nachwuchsförderung, zu den Karriereoptionen an deutschen Hochschulen. Besonderes Interesse fanden seine Hinweise auf neue Stellenformate in Forschung und Lehre aber auch im Wissenschaftsmanagement, was er mit ausgewählten Stellenanzeigen veranschaulichte.

Moderatorin Dr. Anke Dietz führt in den Workshop ein

Hier knüpfte die Einführung der Referentin Anke Diez in ihren moderierten Workshop zur Standortbestimmung an. Unter den von ihr vorgestellten Erfolgskriterien in der Wissenschaft stand an diesem Abend die reflektierte Persönlichkeit im Mittelpunkt: Unter Frau Diez professioneller und motivierender Begleitung setzten sich die Teilnehmerinnen erst individuell und mithilfe verschiedener Materialien und dann im Austausch mit Kolleginnen mit ihrem beruflichen Werdegang vom Studium bis zur Gegenwart auseinander. Die zielführenden Fragen waren „Woher komme ich? Was sind meine beruflichen, was meine privaten Ziele? Wo stehen diese in Verbindung, wo im Widerspruch?“. Zum Abschluss brachte jede Teilnehmerin ihre „Aha-Erlebnisse“ ins Plenum ein.

Austausch anhand der erstellten Werdegänge

Tatsächlich hatte jede für sich etwas vom Angebot mitgenommen. Neben ganz persönlichen Erkenntnissen wurde aber auch der gegenseitige Austausch als gewinnbringend betont. So war einer der geäußerten Wünsche, die Vernetzung weiter zu fördern und zu stärken. Außerdem wurde der Bedarf nach Hinweisen auf Angebote in der Hochschuldidaktik, unterstützende Beratung bei der Begleitung von Studierenden in ihren Schulpraktika und Hilfestellung und Tipps für ein souveränes und überzeugendes Auftreten bei wissenschaftlichen Vorträgen formuliert.

Die Prorektorin und die Gleichstellungsbeauftragte sind sich sehr zufrieden mit dem Erfolg der Veranstaltung und kündigten an, mit weiteren Angeboten daran anzuknüpfen. Gleichzeitig zeigte der Abend auch, dass die Hochschule sich mit ihren bisherigen Angeboten zur Nachwuchsförderung auf dem richtigen Weg befindet, wie erfreulich positive Rückmeldungen zu den bisherigen Angeboten zu Forschungsmethoden und zur Beratung bewiesen.

Darstellung des Werdegangs einer Teilnehmerin