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Erste Teilnahme am Girls‘ Day war ein großer Erfolg


Gruppenbild vom ersten Girls' Day an der PH KA mit der Gleichstellungsbeauftragten Britta Nann (v.l.)

(kb) Am Donnerstag, den 28. März 2019 nahm die Pädagogische Hochschule Karlsruhe das erste Mal auch am bundesweiten Girls‘ Day teil. Ziel der Teilnahme war es, bei den Schülerinnen Interesse für den Beruf der Lehrerin in den MINT-Fächern Physik, Technik, Informatik und Chemie zu wecken.
Hierfür gab es ein Angebot an fünf Workshops von jeweils 90 Minuten. Diese konnten in Zweierkombinationen an dem verlängerten Vormittag von den Mädchen besucht werden.
Das Angebot wurde sehr gut angenommen, insgesamt 35 Mädchen aus den Klassenstufen 8-10 lauschten zum Start in einem Seminarraum der kurzen Einführung der Naturwissenschaftlerin und stellvertretenden Gleichstellungsbeauftragten Dr. Dorothee Benkowitz. Sie betonte darin, dass, obwohl es an der PH einen hohen Frauenanteil gäbe, dieser in Fächern wie Technik und Physik noch relativ niedrig sei wie auch wenige Studentinnen einen naturwissenschaftlichen Schwerpunkt im Fach Sachunterricht wählten. Danach verteilten sich die Schülerinnen in kleinen Gruppen in die Workshops. Dank der guten Organisation im Vorfeld durch das Gleichstellungsbüro verlief dies reibungslos.

Juniorprofessor Dr. Bernhard Standl erklärt die Funktionsweise sog. Arduinos im Informatik-Workshop

Dem großen Engagement der Lehrenden und Tutorinnen in den Naturwissenschaften wiederum ist zu verdanken, dass die Schülerinnen an den Workshops großen Gefallen fanden: Im Chemielabor hantierten die Mädchen in Laborkittel und mit Schutzbrille beim „Selbstständigen Experimentieren“ begeistert mit Pipette und Reagenzglas. Doktorandin Sabrina Syskowski und Tutorin Alexandra Hossner standen mit Rat und Tat zur Seite. In der Physik wurde mit dem Smartphone ein Alltagsgegenstand mit ins Programm genommen. Gemeinsam mit Physiktutorinnen Anna Kaufhold und Nina Ott bauten die Mädchen ein Handyspektrometer, das die Untersuchung der Zusammensetzung verschiedener Lichtquellen und so einen Einblick in die moderne Physik ermöglichen sollte. Auch im Workshop Informatik war Selberbasteln angesagt. Unter Anleitung von Juniorprofessor Dr. Bernard Standl und dem pensionierten Lehrer Roland W. Forkert wurden Microkontroller erstellt, so genannte Arduinos, mit denen eigene technische Ideen vom blinkenden LED Lämpchen bis zum eigenen Roboter verwirklicht werden konnten. Die Schülerinnen folgten hier auch dem theoretischen Input mit großer Aufmerksamkeit. Diese erforderte auch der Workshop „Kryptologie“, den der Mathematiker Dr. Thomas Borys im MINT-Labor anbot. Das Ver- und Entschlüsseln von Botschaften anhand von Beispielen aus dem Projekt "Krypto im Advent" stellte die Schülerinnen vor knifflige Herausforderungen. Richtig praktisch war es hingegen im Workshop Technik. Unter Aufsicht der beiden Studentinnen Sarah Nassamou und Isabelle Dengler durften die Schülerinnen selbst an die Maschinen und ein sogenanntes magisches Kreuz aus Holz anfertigen. Der Spaß am Handwerk war in der Werkstatt förmlich zu spüren.

Technik-Tutorin Sarah Nassamou erklärt einer Schülerin die Maschinennutzung

Die Feedbackrunde am Schluss leitete die Gleichstellungsbeauftragte Britta Nann, die sich über positive Rückmeldungen freuen durfte: Tatsächlich überlegen einige der Schülerinnen später Mathematik oder Naturwissenschaften zu studieren, auch der Lehrerinnenberuf hatte es ihnen angetan, besondere Einigkeit herrschte aber erfreulicherweise in einem Punkt, den eine der Teilnehmerinnen so zusammenfasste: „Wir haben uns sehr willkommen gefühlt, überall gab es eine große Herzlichkeit.“