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Institut für Transdisziplinäre Sozialwissenschaft

Dr. phil. et Dr. jur. Bertha Kipfmüller (1861-1948)

Sie war Gründerin und Mitgründerin zahlreicher Frauenvereinigungen und die erste Dr. phil. Bayerns. Sie lernte 12 Sprachen, darunter Sinologie, war Goetheforscherin und Kantexpertin.

Bertha Kipfmüllers Lebensweg ist idealtypisch für die Generation der Frauenbewegung um Helene Lange und Gertrude Bäumer. Die Quellenlage über ihr Leben ist hervorragend: Ihre Tagebuchaufzeichnungen reichen von ihrem 23. Lebensjahr bis vier Tage vor ihrem Tod; sie hat ihre umfangreiche Autobiographie geschrieben; ihre beiden Dissertationen und zahlreiche von ihr geschriebene Abhandlungen und Vorträge und Briefe sind erhalten und liegen im Original oder als Kopie im Archiv vor. Ebenso gibt es eine kleine Bildersammlung. Im Dr. Dr. Bertha Kipfmüller-Archiv des Lehrstuhles stehen Bücher aus ihrem Besitz, die oft mit zahlreichen Randbemerkungen versehen sind. Dazu wurden Schriften über die Frauenbewegung und die Lehrerinnenausbildung vor dem I. Weltkrieg gesammelt.

Das Projekt: „Dr. Dr. Bertha Kipfmüller“ umfasst eine der reichhaltigsten Sammlungen über eine Frauenrechtlerin überhaupt. Sie enthält ca. 11500 Handschriftenseiten. Hans-Peter Kipfmüller überträgt ihre in Kurz- und Langschrift geschriebenen Aufzeichnungen, versucht in seiner Biographie „Die Intellektuelle“ Bertha Kipfmüllers Leben und ihre Lebensumstände im Vergleich ihrer Zeit des ausgehenden 19. Jahrhundert mit unserer Gegenwart und mit der frühen Goethezeit darzustellen. In seinen „Biographischen Beschreibungsmethoden“ zeigt er am Beispiel von Dr. Dr. Bertha Kipfmüller wie sich anhand von Handlungskonstanten und Handlungshintergründen Verhaltensweisen analysieren lassen.

Hans-Peter Kipfmüller hat Kontakte zu den noch lebenden Zeitzeugen, forscht in Archiven und Bibliotheken über Spuren aus Dr. Dr. Bertha Kipfmüllers Leben nach und hält regelmäßig Vorträge über seine Urgroßtante, die oft zu unverhofften Kontakten und zur Erweiterung des Archivbestandes führen. In Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Fernsehen wurde ein kurzes Filmportrait erstellt. Aus diesem Anlass schrieb H.-P. Kipfmüller die Broschüre: „Die rote Pappenheimerin“. Ein Buch über ihre Studienzeit in Heidelberg soll 2012 erscheinen und  weitere über ihr Leben in Nürnberg sind geplant.

Kontakt:

Email: kipfmueller(at)ph-karlsruhe.de

Tel.: 0049 (0) 721 925 4873

Raum: IV/412