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Forschung

Zum sozio-emotionalen Selbstverständnis Hochbegabter

Eine Prozessanalyse von Bildungsverläufen in der Perspektive themenzentrierter qualitativer Interviews

Projektträger:
- Pädagogische Hochschule Karlsruhe: Institut für Bildungswissenschaft, Allgemeine Pädagogik
- Universität Frankfurt, Fachbereich Erziehungswissenschaften
- Sigmund-Freud-Institut Frankfurt/M.

Beteiligte Personen/Hochschulen:
Apl. Prof. Dr. Timo Hoyer, Pädagogische Hochschule Karlsruhe
Prof. Dr. Gabriele Weigand, Pädagogische Hochschule Karlsruhe
- Prof. Dr. Dr. Rolf Haubl, Sigmund-Freud-Institut Frankfurt/M./Goethe Universität Frankfurt/M.
- Dr. Inge Schubert, Goethe Universität Frankfurt/M.

Projektkoordination: Panja Schweder

Forschungsteam Karlsruhe: Janina Friedl, Marlies Lötzsch, Dr. Martina Möller, Anja Wandschneider-Yilmaz, Sara Widmann
Frankfurt: Erica Augello, Marizela Brkic, Clemens Dörrenberg, Sebastian Jentsch, Benjamin Klemm, Sabine Markert


Laufzeit: Mai 2009 bis Februar 2013

Aktuelle Finanzierung/Förderung: Karg-Stiftung

Kurzbeschreibung:
Das Forschungsprojekt befasst sich mit dem sozio-emotionalen Selbstverständnis und den Bildungsverläufen hochbegabter Schülerinnen und Schüler. Dem Projekt liegt die Annahme zugrunde, dass das Label „Hochbegabung“ für getestete Kinder ein „kritisches Lebensereignis“ (vgl. Filipp / Aymanns 2009) darstellt, insbesondere wenn es mit einem schulischen Statuswechsel (Eintritt in eine Hochbegabten- oder Modellklasse) einhergeht. 
Das Vorhaben hat zwei Ziele: Zum einen geht es darum, genauere Einblicke in die subjektiven Theorien von (Hoch-)Begabung zu gewinnen. Untersucht werden soll, wie die als ‚hochbegabt‘ getesteten Kinder und Jugendlichen ihre Begabung im familiären, sozialen und schulischen Bereich wahrnehmen, wie sie ihren „Sonderstatus“ ins Selbstbild integrieren, welche Verarbeitungsformen sie entwickeln und welche (lern-)biografischen und psychodynamischen Entwicklungen das Label „hochbegabt“ hervorruft.
Zum zweiten werden begabungsförderliche und begabungshinderliche Faktoren im Sinne personaler Bildungsprozesse untersucht. Dabei werden insbesondere sozio-emotionale Bildungsprozesse und psychosozialen Lern- und Entwicklungsdynamiken rekonstruiert und zu analysiert. 

Methodisches Vorgehen:  
Themenzentrierte qualitative Einzel- und Gruppeninterviews

Erwartete Ergebnisse und geplante Ergebnisverwertung: 
Das Projekt leistet erstens einen empirischen Beitrag zur weiteren Klärung des (pä-dagogischen) Begabungsbegriffs und zweitens verhilft es dazu, einen bildungstheoretisch gestützten Umgang mit (Hoch-)Begabungen zu finden.
Die Ergebnisse der Studie, die im Rahmen der Projektlaufzeit zur Publikation vorbereitet werden, werden sowohl in der Bildungspolitik und -wissenschaft als auch in der psychosozialen Beratung und der Schullaufbahnberatung von Kitas, Kindergärten und Schulen benötigt.

Bereits erschienene Publikationen:
- Hoyer, T. (2010): „Anders sind wir eigentlich nicht“ – oder doch? Schüler/innen in Hochbegabtenklassen – eine Risikogruppe? In: Gruppenpsychotherapie und Gruppendynamik. 46. Jg. H. 2 (2010), S. 110–127.