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10- jähriges Jubiläum der PH Big Band

Zu diesem Anlass gab es ein begeisterndes Konzert gemeinsam mit dem australischen Chor der John Septimus Roe Anglican Community School aus Perth in der vollbesetzten Altkatholischen Kirche.

Aus einem Experiment wird eine feste Einrichtung

Zum Glück war es regnerisch an diesem 6. Juli 2009, denn so konnten die Bänke, die eigentlich für ein gemütliches Beisammensein im Freien in der Pause und nach dem Konzert gedacht waren, in der hübschen aber nicht allzu großen Altkatholischen Kirche Karlsruhe aufgestellt werden und mehr Sitzplätze für die zahlreichen Besucher schaffen. Grund für deren Kommen war ein einzigartiges Konzert der PH Big Band und dem Chor einer australischen Schule. Grund hierfür wiederum war das 10-jährige Jubiläum der Big Band: "Es war eigentlich ein Experiment. Wir hatten keine Ahnung, wie es ausgeht, aber es hat sich gelohnt, sich in dieses Abenteuer zu stürzen," sagte eine strahlende Viktoria Kahnes zu den Anfängen des sich stets wandelnden Ensembles "PH Big Band". Unter ihrer fachkundigen und engagierten Leitung hat sich die Big Band zu einer Einrichtung entwickelt, die mittlerweile weder aus der PH noch aus der Stadt Karlsruhe wegzudenken ist. Jedes Jahr begeistert sie bei feierlichen Anlässen wie der Absolventenfeier an der PH, aber auch bei Auftritten in Karlsruhe und Umgebung, unter anderem bei verschiedenen Stadtgeburtstagen, ihr Publikum.

 

Gänsehaut beim gemeinsamen Auftritt

Dennoch war dieser Abend auch für die vielerprobte PH Big Band eine Premiere. Der Secondary School Choir der PH Partnerschule John Septimus Roe Anglican Community School in Perth, an der auch schon einige PH Studentinnen ein Praktikum absolvierten, war nur für einen Zwischenstopp in Karlsruhe auf seiner Reise zum International Choir Festival in Leipzig. Viel Zeit zum gemeinsamen Üben blieb da nicht. Dennoch war der gemeinsame Auftritt Höhepunkt der Veranstaltung: Der Chor (bestehend aus 12-17-jährigen Schülerinnen und Schülern) stimmte in der ersten Hälfte mit geistlichen Werken von Bach und Byrd in den Abend ein. Erstaunlich waren die Soloeinlagen einzelner Schüler, dazu brachte die Akustik in der Altkatholischen Kirche die Lieder besonders zur Geltung.

Temporeicher wurde es dann beim Auftritt der Big Band. Ob in James Browns "I got you (I feel Good)", Stevie Wonders "Superstition" oder Herbie Hancocks "Cantaloupe Island" - "wäre man nicht in einer Kirche, so mancher Zuschauer hätte sicher lieber getanzt anstatt 'nur' mitzuwippen," schrieben die BNN, die auch das hervorragende Gespür für Phrasierung und Timing lobte. Emotionaler wurde es bei einer überzeugenden Umsetzung von "At last" durch die Sängerin Céline Häckh, begleitet von einer Triobesetzung mit Saxofon und Klavier.

Doch dann die gemeinsamen Balladen - passend zu Jahreszeit und Wetterlage "Summertime" und "Somewhere Over The Rainbow" - mit dem Gesang des Chors und Begleitung durch die Big Band: Wer nun keine Gänsehaut bekam, dem bzw. der war auch nicht mehr zu helfen.

 

Gemütliches Beisammensein bei Wein und Brezeln

Übrigens war das anschließende Beisammensein, auch wenn oder gerade weil es nun ebenfalls in der Kirche stattfand, sehr schön und stimmungsvoll. Dank der Organisation durch das Rektorat und das Akademische Auslandsamt und der (finanziellen) Unterstützung durch die Freunde und Förderer der PH e.V. konnten typisch deutsche Backwaren und französischer Landwein aus dem Fass angeboten werden.  

   (Kirsten Buttgereit)