Hedwig Kettler-Lecture 2019 mit Prof. Dr. Burkhard Priemer von der Humboldt-Universität zu Berlin. Foto: Pädagogische Hochschule Karlsruhe

Hedwig Kettler-Lecture

Die Hedwig Kettler-Lecture der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe ist ein öffentliches Veranstaltungsformat, das sich seit 2018 einmal jährlich allgemeinen Fragen der Lehr-Lern-Forschung widmet. Das Thema ihres Vortrags wählen die eingeladenen Referentinnen und Referenten selbst. Die Lecture erinnert an Hedwig Kettler, eine Frauenrechtlerin und Pionierin der Mädchenbildung, die 1893 in Karlsruhe das erste deutsche Mädchengymnasium gründete.

Hedwig Kettler-Lecture 2019

Wie wirksam sind Lehr-Lern-Labore?

Lehr-Lern-Labore motivieren Studierende und können Selbstwirksamkeitserfahrungen steigern.
Prof. Dr. Burkhard Priemer

Referent der Hedwig Kettler-Lecture am 3. April 2019 war Prof. Dr. Burkhard Priemer. Der Professor für Didaktik der Physik an der Humboldt-Universität zu Berlin sprach über „Lehr-Lern-Labore – Konzepte und Forschung aus dem Blickwinkel der MINT-Fächer“.

In Lehr-Lern-Laboren sollen Studierende in komplexitätsreduzierten Lernumgebungen mit Schülerinnen und Schülern Kompetenzen erwerben, die für ihren späteren Beruf wichtig sind: etwa Planen, Handeln, Wahrnehmen, Analysieren und Reflektieren. Diese Theorie-Praxis-Verzahnung in der Lehre soll außerdem fachdidaktisches Wissen, Selbstwirksamkeitserwartungen, Studieninteressen und Selbstkonzepte fördern. Der Vortrag von Prof. Dr. Burkhard Priemer gab einen Überblick, inwieweit das gelingt – auf Basis naturwissenschaftsdidaktischer Forschung überwiegend aus dem deutschsprachigen Raum.

Videomitschnitt des Vortrags
Hedwig Kettler-Lecture 2018

Warum bleibt MINT eine männliche Domäne?

Seit längerer Zeit bemüht man sich weltweit darum, mehr Mädchen und Frauen für mathematisch-naturwissenschaftliche und technische Fächer und Berufe zu gewinnen. Der Erfolg bleibt mässig, und wir sind weit von Patentrezepten entfernt.
Prof. Dr. Elsbeth Stern

Die erste Hedwig-Kettler-Lecture hielt am 13. Juni 2018 Prof. Dr. Elsbeth Stern von der ETH Zürich. Die Psychologin widmete sich der Frage „Warum bleibt MINT eine männliche Domäne?“. Prof. Dr. Stern, die zu den führenden Intelligenzforscherinnen zählt, stellte neuere Forschung zu Geschlechtsunterschieden vor und zeigte evidenzbasierte Wege auf, wie Schulen die Kompetenzen in den mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern bei Mädchen und Jungen stärken können.

Videomitschnitt des Vortrags
Letzte Änderung: 13.02.2020
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