Institut für Erziehungswissenschaft mit Schwerpunkt in außerschulischen Feldern

Der thematische Schwerpunkt des Instituts liegt bei Fragen der Bildung sowie von Bildungsprozessen in außerschulischen Feldern. Der besondere Fokus gilt dabei der individuellen Öffnung für neue Perspektiven, der Wahrnehmung und kritischen Reflexion institutioneller Normalisierungsstrategien wie auch der Überschreitung disziplinärer Grenzen durch die Einbeziehung globaler kulturübergreifender (interkultureller), friedenswissenschaftlicher wie auch religions- und gesundheitspädagogischer Fragestellungen in Forschung und Lehre. Kritische – gesellschaftsbezogene – Reflexionen und methodologische Vielfalt stellen die Eckpfeiler des wissenschaftlichen Arbeitens in diesem Institut dar.

Aktuelles

2019 - Die neue KERYKS ist erschienen – trilinguale religionspädagogische Fachzeitschrift zum Thema Gender

Das hätten sich die Initiatorinnen der Feministischen Theologie und ihre ersten Vertreterinnen nicht träumen lassen: dass ihre Bewegung einmal – mittlerweile über Jahrzehnte – ein Dauerbrenner nicht nur im wissenschaftlichen theologischen Diskurs werden würde, sondern nachhaltig Kirche und über diese hinaus weite Teile der Gesellschaft herausfordern und beschäftigen sollte. Aller Voraussicht nach wird der Anlass – schon längst nicht mehr nachvollziehbare Verwerfungen im Verhältnis der Geschlechter mit insbesondere höchst leidvollen Konsequenzen für Frauen und sexuelle Minderheiten – auch in nächster Zukunft fortbestehen. Dass die Bewegung bis heute nicht nur, gegen teilweise massive, insbesondere innerkirchliche, Widerstände, Bestand hat, sondern auch kontinuierlich Fortschreibungen erfährt und sich damit, unter neuen Aspekten, wissenschaftlichen Zuordnungen und Bezeichnungen, fortschreitenden Entwicklungen anzupassen vermag, unterstreicht die Notwendigkeit ihrer Existenz und, ungeachtet der bekannten innerkirchlichen Beharrungsphänomene, ihre Erfolge.

Im neuen Themenheft der „internationalen, interkulturellen, interreligiösen“ Zeitschrift KERYKS ziehen namhafte Autorinnen Bilanz. Der mit der inhaltlichen Konzeptionierung der Zeitschrift beauftragten Mitherausgeberin, Prof. Dr. Andrea Lehner-Hartmann von der Universität Wien, ist es gelungen, ausgewiesene Fachkolleginnen zu Beiträgen zu bewegen. Hier beziehen die Besten der feministischen Science Community Stellung: Monika Jakobs, Stephanie Klein, Helga Kohler-Spiegel, Andrea Lehner-Hartmann. Durch eine durch einen Verlagswechsel bedingte Verzögerung des Bandes (über 400 Seiten) konnten leider neue, richtungsweisende Bewegungen wie #MeToo oder Maria 2.0 in den Beiträgen nicht mehr berücksichtigt werden. Die keineswegs unerwartete Aufdeckung von innerkirchlicher sexueller Gewalt in Polen und die Art des Umgangs mit LGBTQ im selben Land legen einmal mehr nahe, dass es, sicherlich nicht nur mittelfristig, vieles aufzuarbeiten und weiterzuentwickeln gilt. Die KERYKS will dazu auch zukünftig ihren Beitrag leisten: als Plattform für forschungsbasierte Positionierungen und den wissenschaftlichen Dialog. Ihre nächste Nummer gilt schwerpunktmäßig dem Thema Körper. Und wie immer wird es einen Teil von Varia-Beiträgen sowie einen Rezensionenteil geben, und selbstverständlich den unverzichtbaren Teil „Impulse aus den Erziehungswissenschaften“ (verantwortet von Prof. Dr. Annette M. Stroß). Frau Prof. Dr. Annette M. Stroß sei außerdem ein besonderer Dank ausgesprochen für die Gestaltung und Umsetzung des Titelbildes der neuen KERYKS.

KERYKS 14-16 (2015-2018)

Der Band ist erschienen im LIT Verlag (2019).

2018 - Gibt es eine ‚zeitgemäße‘ Gesundheitspädagogik?

Mit ihrem gerade erschienenen dritten Band zu Fragen der Gesundheitserziehung, -bildung und -förderung regt die Erziehungswissenschaftlerin Annette M. Stroß erneut die Diskussion an zu den Herausforderungen, denen sich gesundheitspädagogisches Denken und Handeln heute stellen sollte. Neben verschiedenen nationalen Konferenzen und Vortragseinladungen stehen in diesem Jahr zwei Auslandsaufenthalte (China, Polen) an.

Der erste Band „Pädagogik und Medizin“ (2000) widmet sich der historischen Rekonstruktion der Vorläufer heutiger Gesundheitspädagogik. Mit dem zweiten Band („Reflexive Gesundheitspädagogik“, 2009) werden gängige Selbstverständnisse in den Debatten aus verschiedenen Blickwinkeln, erkenntnistheoretisch wie auch gesellschaftskritisch, hinterfragt.

Als wichtig erachtet werden in dem neuen Band drei Zugänge:

  • die Frage nach den Möglichkeiten einer gezielten Förderung und Gestaltung von Bildungsprozessen,
  • die Prüfung neuerer Ansätze der Gesundheitspädagogik daraufhin, inwiefern sie die Zielvorgabe des Gesundseins offen halten und Spielräume für die Entwicklung individueller Gesundheits- und Krankheitsverständnisse kreieren, sowie
  • die Bearbeitung gesundheits- und krankheitsbezogener Mythen in den Biografien der (späterhin) in Feldern der Gesundheitsberatung/-förderung tätigen Personen.

Im Rahmen dreier – hochschulöffentlicher – Workshops wurden seit Oktober 2017 die erkenntnistheoretischen Grundlagen für die Bearbeitung biografischer Mythen vorgestellt. Für die Bearbeitung der Mythen selbst werden u.a. Techniken verwendet, wie sie aus der fiktionalen Geschichtsschreibung (A. Langewand) bekannt sind.

Gesundheit und Bildung

Der Band ist erschienen im Springer VS Verlag (2018).

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Letzte Änderung: 11.10.2019