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LehrLernZentrum

Vorlesungsbeginn mit Frühstück


Rund 40 Kolleginnen und Kollegen kamen am Montag, 15. Oktober 2018 ab 10 Uhr zum "hochschuldidaktischen Frühstück". Die Veranstaltung der Kollegialen Hochschuldidaktik an der PH Karlsruhe gibt es bereits im vierten Jahr. Sie dient dazu, Kontakt zu pflegen, neue Lehrende kennenzulernen und sich über aktuelle Vorhaben in der Lehre auszutauschen.

Der hochschuldidaktische Arbeitsbereich am LehrLernZentrum stellt dabei seine Planungen fürs laufende Semester vor, diesmal u.a. einen Diskussionsabend zur Betreuung der neuen Masterarbeiten (Lehramt) und eine Infoveranstaltung mit dem Hochschuldidaktischen Zentrum Stuttgart (HDZ), das ab Januar 2019 seine Schulungsangebote für PH-Lehrende öffnet (Mi 21.11. und Mi 23.1., jeweils 18.15 Uhr). Auch die Microprojekte des LLZ waren Thema der Frühstücksgespräche.

Weil das Frühstück derzeit auf den ersten Vorlesungstag im Semester fällt - und in die Zeit der Examenstage in den Fächern - hatte man sich am Zentrum entschlossen, das Studio von 10 bis 14 Uhr zu einem Café umzubauen (bisher von 9 bis 12 Uhr). Tatsächlich hatte das Frühstück um die Mittagszeit den größten Zulauf, aus allen Fakultäten und nahezu allen Studiengängen. Auch Rektorat und Prorektorat ließen es sich nicht nehmen, für eine halbe Stunde vorbeizuschauen. Aufgetischt wurden Kaffee und Tee, Brezeln und Brötchen, Croissants, dazu Wurst und Käse, Obst und Gemüse. Am Ende waren die Vorräte aufgebraucht und entschwanden die Kolleginnen und Kollegen gestärkt in ihre nächsten Lehrveranstaltungen. Auch im kommenden Herbst wird es voraussichtlich wieder ein hochschuldidaktisches Frühstück geben.

Gr/20.10.2018 (Abb.: Redaktion des LLZ)

Erste "Microprojekt-Revue" an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe


Seit dem Sommersemester 2017 bekommen Lehrende zusätzliche Tutoren- und Sachmittel, wenn sie neu entwickelte Lehrveranstaltungen als "Microprojekt" anmelden und auf ihre je eigene Weise zum Projektziel einer "aktiven Lehr-Lern-Kultur" beitragen. Am 4. Juli 2018 (18.15 Uhr) erhielten die Kolleginnen und Kollegen einen abwechslungsreichen Einblick in die ersten abgeschlossenen Vorhaben.

Udo Grün begrüßte im Studio des LehrLernZentrums Prof. Dr. Götz Schwab, Dr. Albert Berger, David A. Koch (Max-Reger-Institut Durlach, SWR2) und Anja Ihle, die vier Microprojekte aus dem vergangenen Semester vorstellten. Die Revue stand unter dem Motto "Von Durlach bis Tel Aviv", nachdem ein Seminar-Microprojekt aus dem Fach Musik (Prof. Dr. J. Voit, D. Koch, A. Ihle u.a.) die Entwicklung und Aufbereitung von Online-Material für das Max-Reger-Institut in Durlach verwirklicht hatte, während Studierende eines Microprojekts im Fach Englisch an einer  fortlaufenden Telecollaboration mit einem Seminar des Kibbutzim College in Tel Aviv teilnehmen konnten (Prof. Dr. G. Schwab, F. Schorn). Dazwischen stellte Dr. A. Berger vor, wie sich die Micro-Förderung zur besseren Vorbereitung und Durchführung einer Studienreise nutzen lässt - in diesem Fall an die Northern Arizona University im US-amerikanischen Flagstaff, wo man sich über Theorie und Praxis der Inklusion informierte, und sich zum bildungswissenschaftlichen Austausch traf (tutoriell begleitet von A. Korinek).

Prof. Schwab machte überzeugend klar, dass auch "Micro"-Veränderungen im Aufbau einer Pflichtvorlesung im Fach Englisch große Wirkung entfalten können, wenn zusätzlich Tutoren- und/oder Sachmittel zur Verfügung stehen. Als Beispiele nannte Schwab die Erstellung von Erklärvideos zu zentralen Themen der "Pragmatics" (tutoriell begleitet von B. Oser, F. Schorn) und den regelmäßigen Einsatz der "Mentimeter"-Plattform zur Echtzeit-Bearbeitung von Übungsaufgaben auch im Rahmen größerer Veranstaltungen.

Nach aktuellem Stand haben sich mittlerweile 20 Lehrveranstaltungen als Microprojekte angemeldet. Sie sollen im ersten Halbjahr 2019 Gelegenheit haben, ihre Ideen zur Stärkung einer "aktiven Lehr-Lern-Kultur" auf einer Revue im Studio des LehrLernZentrums vorzustellen. Eine Übersicht über die vielfältigen Microprojekte 2017 und 2018 gibt's auf www.ph-karlsruhe.de/institute/ph/lehrlernzentrum/microprojekte . Eine Anmeldung ist auch im Wintersemester 2018/19 wieder möglich.

Gr/7.7.2018 (Abb.: Redaktion des LLZ; M. Bauer)

Offener Workshop "Flipchart... einfach - gut!"


Unmittelbar nach dem Ausscheiden der "Mannschaft" bei der Weltmeisterschaft in Russland begann am Mittwoch, 27. Juni 2018 (18 Uhr) ein Workshop zu den Grundlagen des Flipchart-Einsatzes in der Lehre. Prof. Dr. Silke Traub hatte die Kommunikationstrainerin Anja Hoffmann ins LehrLernZentrum eingeladen. Die Veranstaltung war offen für Lehrende und Studierende.

Rund 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten sich schließlich - allen Widrigkeiten zum Trotz - im LehrLernZentrum eingefunden. Hoffmanns Workshop behandelte zunächst die Frage, zu welchen unterrichtlichen Zwecken eine Flipchart anderen Präsentationsformen vorzuziehen ist. Der Entwurf geeigneter Charts während der Seminarvorbereitung bildete den nächsten wichtigen Programmpunkt des Workshops. Danach ging es um Anregungen, Techniken und Kniffe bei der Gestaltung der einzelnen Blätter, zu Papier und Stiften, Schriften, Rahmen und Schatten, zu Symbolen, Farben, Farbverläufen und "dynamischen" Elementen auf Flipcharts. Die Workshop-Besucher hatten dabei schon während der Veranstaltung Gelegenheit, einzelne Arbeitsschritte zu üben. Den Abschluss des Workshops bildete die Erstellung eines Charts in Zweier- und Dreiergruppen - im Rückgriff auf die Gestaltungsgesichtspunkte, die man selbst als besonders ergiebig empfunden hatte - und die Vorstellung im Plenum.

Gr/7.7.2018 (Abb.: Redaktion des LLZ)

"Serious Play" in der Kollegialen Hochschuldidaktik


Im Arbeitskreis der Kollegialen Hochschuldidaktik hat Dr. Eva Kleß (PdK, Beyond School) am Mittwoch, 6. Juni 2018 (18.15 Uhr) in die didaktischen Vorzüge der Arbeit mit Lego-Bausteinen eingeführt. Die Kolleginnen und Kollegen sollten dabei ihre Vorstellungen von "guter Lehre" und von "professionellen Lehrer(inne)n" konkretisieren - mit einem begrenzten Vorrat an Spielbausteinen.

Ob und wie das im einzelnen gelungen ist (und überhaupt gelingen kann), war an diesem Abend Gegenstand einer längeren Diskussion. Unstrittig schien dem Arbeitskreis aber, dass das "Denken mit den Händen" verlangt, sich in neuer Weise auf die Voraussetzungen der eigenen Begrifflichkeit einzulassen und wichtige Zusammenhänge explizit herzustellen. Dabei war den Teilnehmenden rasch klar (und mehr wohl, als wenn man bloß mündlich über pädagogische Fragen debattiert hätte), dass es zuerst darauf ankam, im Arbeitskreis jede einzelne Konstruktion zur Geltung zu bringen, und die Bedeutung des individuellen Bauvorschlags im Gespräch herauszuarbeiten. Dieser "Etikette" des Einsatzes von Spielbausteinen, die Eva Kleß in einer Präsentation besonders betonte, konnte der Arbeitskreis viel abgewinnen. Auf die Frage "In welchem Kontext der eigenen Lehre könnte Lego Serious Play sinnvoll eingesetzt werden?" gab es deshalb auch eine ganze Reihe guter Vorschläge. Eva Kleß hat ihren Seminar-Satz an Spielbausteinen gleich an eine Kollegin ausgeliehen, die ihn im Juni im Rahmen einer Weiterbildungsveranstaltung verwenden konnte.

Gr/19.6.2018 (Abb.: Redaktion des LLZ)

Zwei abendliche Gesprächsrunden zur Bachelor-Arbeit im Lehramt

 

Am 13. Dezember 2017 und am 31. Januar 2018 diskutierten Kolleginnen und Kollegen aus den Fächern Alltagskultur und Gesundheit, Biologie, Geschichte, Mathematik und Psychologie, aus der Allgemeinen und Schulpädagogik, aus dem Studiengang Pädagogik der Kindheit und dem Institut für Bildungswissenschaftliche Forschungsmethoden gemeinsam mit dem Prorektor für Studium und Lehre, mit der Bibliotheksleitung und dem ZIM über die Erwartungen an die „Bachelor-Arbeiten", die im Jahr 2018 erstmals von den Studierenden des Lehramts angemeldet werden können.

Dies bedeutet für alle Seiten eine erhebliche Umstellung, weil zukünftig anstelle der „Wissenschaftlichen Hausarbeit“ sowohl eine Bachelor- als auch eine Masterarbeit entstehen muss. Zugleich können Studium und Forschung an der PH Karlsruhe von den neuen Arbeitsformaten profitieren.

Unter dem Titel „Bachelor-Arbeit: Mehr-aufwand? Mehr-wert?“ hat die erste Gesprächsrunde vor Weihnachten darum eine Aufwands-/Ertragsbilanz aus Sicht der Studierenden und aus Sicht der Lehrenden versucht und die Bachelor-Arbeit als günstigen Einstieg ins wissenschaftliche Arbeiten und Forschen – mit der Perspektive Master – vorgestellt. Die Diskussion hatten Dr. Sonja Hahn (IfBF) und Prof. Dr. Andreas Martens (Biologie) unabhängig voneinander angestoßen und schließlich gemeinsam ausgearbeitet und moderiert. Prorektor Prof. Dr. Christian Gleser gab Auskunft zu den Planungen des Rektorats und zu den Infoveranstaltungen für die Studierenden. Die Runde tagte bis weit nach 20 Uhr im Studio des LehrLernZentrums.

Bei der zweiten Gesprächsrunde im Januar ergänzten Petra Panenka (IfBF) und Julia Staiger-Engel (PdK) das Organisationsteam. Die Runde war „zwanzig konkreten Fragen“ gewidmet, die sich aus der ersten Diskussion und aus den zwischenzeitlich beschlossenen formalen Bedingungen der Bachelor-Arbeit ergeben hatten. Dabei gelangte man bei den Themen Anmeldefristen, Themenstellungen, Schulbezug, Begleitveranstaltungen und Kolloquien, inhaltlichen Anforderungen sowie Begutachtung zu einem differenzierten und überwiegend übereinstimmenden Meinungsbild, das nun in den Fakultäten und Instituten – oder bei der individuellen Betreuung und Begutachtung der Arbeiten – weiter augestaltet wird.

Gr/11.2.2018 (Abb.: Redaktion des LLZ)

 

Hochschuldidaktisches Frühstück: Sonniger Vorlesungsbeginn

 

Insgesamt über 30 Gäste zählte das Frühstück, das jährlich zu Beginn der Winter-Vorlesungen für alle Lehrenden organisiert wird. Auch Rektor Klaus Peter Rippe und die frühere Rektorin Liesel Hermes schauten am Montag, den 16. Oktober 2017 zwischen 9 und 12 Uhr am LehrLernZentrum vorbei. Kurz vor dem Ende des Frühstücks am Mittag trafen weitere Kolleg(inn)en ein, die bereits ihre ersten Veranstaltungen gehalten hatten, und stärkten sich bei Kaffee und Tee, Brezeln, Croissants, Gemüse, Obst, Wurst und Käse. Das Frühstück wurde daraufhin bis 13 Uhr verlängert. Es soll auch im kommenden Jahr wieder stattfinden. Traditionell stellt die Kollegiale Hochschuldidaktik an der PH Karlsruhe bei diesem Termin ihr aktuelles Veranstaltungsprogramm vor. Mehr zu diesem Programm erfahren Sie auf dieser Seite.

Gr/25.10.2017 (Abb.: Redaktion des LLZ)

Prof. Dr. Hans Anand Pant beim Ateliergespräch

 

Am 21. Juni 2017 kam der Geschäftsführer der Deutschen Schulakademie Berlin, Prof. Dr. Hans Anand Pant, zu einem Ateliergespräch und zu einem öffentlichen Vortrag an die PH Karlsruhe - gemeinsam organisiert von LehrLernZentrum und Hochschule. Die Kollegiale Hochschuldidaktik am LehrLernZentrum nutzt damit erstmals die Möglichkeit, externe Referent(inn)en zu Round Tables und Vorträgen an die Hochschule einzuladen (Teilprojekt im Qualitätspakt Lehre des BMBF, 2017-2020). Zum Ateliergespräch waren auch Regierungspräsidium, Schulämter und Staatl. Seminare erschienen. Der anschließende Vortrag fand großes Interesse ebenso bei Schulleitungen, Lehrkräften und Lehramtsstudierenden. Einen Bericht zur Veranstaltung finden Sie hier.

Gr/26.6.2017 (Abb.: Redaktion des LLZ)

Wie wichtig ist uns gute Lehre?

 

Zahlreiche Kolleginnen und Kollegen kamen am 7. Dezember 2016 zu einem hochschuldi­dak­tischen Informations- und Diskussionsabend im Studio des LehrLernZentrums zusammen. Prorektor Prof. Dr. Christian Gleser berichtete dort aus der neuen PH-Arbeitsgruppe „Neue Lehr-Lern-Formate“ und vom Stand der Be­ratungen. Prof. Dr. Petra Lindemann-Matthies, selbst Teil der Arbeitsgruppe, präsentierte ein Beispiel für ein attraktives Lehrangebot, das zugleich als Ausgangspunkt der Diskussion um die „neuen Formate“ in den aktuellen Bachelor- und Masterstudiengängen diente. Prof. Dr. Silke Traub moderierte das Gespräch und hielt die Ergebnisse an den Pin­wänden des Studios fest. Mit großem Interesse wurde auch das Vorhaben des LehrLern­Zentrums aufgenommen, schon ab 2017 kleine, einsemestrige „innovative Lehrprojekte“ zu unterstützen.

Die drei Themenschwerpunkte des Abends sorgten für reichlich Gesprächsstoff, so dass man den Zeitrahmen großzügig überschritt. Begonnen hatte die späte Runde nach der Begrüßung durch die Hochschuldidaktik­gruppe um Prof. Dr. Silke Traub (und der eiligen Versorgung mit Kaffee und Tee) mit Prof. Dr. Petra Lindemann-Matthies‘ Vorstellung eines bewährten, sehr gut evaluierten Lehran­ge­bots aus dem Fach Biologie. Es überzeugte u.a. durch eine „gute Mischung“ unterschiedlicher Elemente von Lehre und Fachberatung; es konnte sowohl praxis- als auch forschungsorientierte Projekte integrieren; es zeigte, wie sich im Seme­sterverlauf Formen studentischer Besprechung und gegenseitiger Beurteilung produktiv einsetzen lassen – selbst bei großen Teilnehmer­zahlen. Die Kolleginnen und Kollegen nahmen das Beispiel auf und diskutieren die wich­tigsten Punkte dieses „Lehr-Lern-Formats“. Sie frag­ten nach seinen Gelingensbedingungen und hielten Parallelen zu Veranstaltungen anderer Fächer fest, die von den Studierenden ähnlich gut bewertet werden, wie z.B. aus dem Fach Alltagskultur und Gesundheit, oder im Studiengang Sport, Gesundheit, Freizeit. Das Gespräch fokussierte dabei besonders auf die Bedin­gungen, unter denen sich pädagogische "Best Practice" an der Hochschule kommunizieren und multiplizieren lässt, etwa in Form von Mate­rial­sammlungen, von Aufstellungen beliebter Themen­schwerpunkte oder ergiebiger Forschungsaufgaben.

Prorektor Prof. Dr. Christian Gleser erläuterte den doppelten Zweck, aus dem sich die Arbeitsgruppe „Neue Lehr-Lern-Formate“ für Veränderungen in der Lehre einsetzt: Einerseits gehe es darum, die vorhandene kolle­giale Expertise an der Hochschule noch konse­quenter zu nutzen. Man wolle feststellen, welche „Innovationen“ auf dieser Grundlage in den nächsten Jahren möglich seien, z.B. in didaktisch-methodischer oder in technisch-medialer Hinsicht, bei der forschungsmethodischen Unter­stützung von studentischen Projekten und Abschlussarbeiten, aber auch durch die geschickte Moder­ni­sie­­rung von Seminarräumen und Hörsälen. Dabei sei es andererseits eben so wichtig, „ressour­cen­schonend“ vorzugehen, Kooperationsmöglichkeiten innerhalb und außerhalb der Hochschule auszu­bauen und den Anteil der Studierenden am Lehr-Lern-Geschehen weiter zu stärken. Die Kolleginnen und Kollegen begrüßten die Bildung der Arbeitsgruppe und unterstützten das Vorhaben. Man dürfe den Aufwand allerdings nicht unterschätzen, der mit diesen Plänen einhergehe. Auch müsse man sicher­stellen, dass man sich auf einzelne größere "Formate" konzen­triere, die auch tatsächlich einen Vorteil für die Studierenden böten. Dabei wandte sich die Diskussion schließlich besonders dem Beitrag des LehrLern­Zen­trums zu. Dort werden seit 2012 die hochschuldi­daktischen Aktivitäten der PH gebün­delt. Ebenso wird dort eine große Zahl von Tutorin­nen und Tutoren für den Einsatz in der Lehre, in Begleitveran­stal­tungen und Übungen qualifiziert und – mit Bun­desmitteln aus dem Qualitätspakt Lehre  - teilfinanziert.

Prof. Dr. Silke Traub erinnerte daran, dass die Pädagogische Hochschule Karlsruhe mit dem LehrLernZentrum (im Rahmen der „Bildungsinitita­tive für eine aktive Lehr-Lern-Kultur“) über ein wirksa­mes Instrument für Innovationen in der Lehre verfügt. Mit Beginn der zweiten Förderphase im Jahr 2017 werde die Initiative durch eine stärker dif­ferenzierte Qualifizierung der Tutor(inn)en noch vielsei­tiger aufgestellt sein. So werde es zukünftig auch spezielle Forschungs- und Medien­tutor(inn)en geben. Auch die Institute erhielten die Möglichkeit, die sehr gut evaluierte didaktisch-methodische Schulung der Tu­tor(inn)en um fachspezifische Kompetenzen zu erweitern, und hierfür einen Lehrauftrag in An­spruch zu nehmen. Im Falle von Mathematik und Deutsch sei die Qualifikation sogar ganz auf die Fächer übergegangen.

Wie Udo Grün für die Kollegiale Hochschuldidaktik­gruppe ergänzte, habe der Projekt­träger außer­dem dem Teilantrag zugestimmt, ab 2017 kleine „inno­vative Lehrprojekte“ auszu­schreiben. Hauptamtliche wie Lehrbeauf­tragte der PH, die in ihren Semi­naren oder Vorlesungen „etwas Neues probieren“ wollten, könnten ohne große Umstände mit der Unter­stützung des Zentrums rechnen. Der Support umfasse die Gestellung eines Tutors oder einer Tutorin für ein Semester, aus der gesamten Breite der Tutorenquali­fizierung. Daneben erhalte man auf Wunsch Unter­stützung bei Aufbau, Planung und Begleitung der Veran­staltung, auch aus den Ideenpools anderer hoch­schuldi­daktischer Einrichtungen. Schließlich sollten die „innovativen“ Kolleg(inn)en und ihre Studie­renden auch Gele­genheit haben, die Ergeb­niss­e ihrer Veranstaltung darzustellen – wahl­weise auf einer Homepage, die für ein Jahr finanziert werde, oder durch die Anfertigung von Postern, für welche man die Druck­kosten übernehme. Während man mit den kleinen, innovativen Lehrprojekten ursprünglich vor allem das Scholarship of Teaching and Learning stärken wollte, sei die Maßnahme sicher auch ein guter „Pilot“ für die gesuchten neuen Lehr-Lern-Formate, und verbessere - dem Auftrag des Förderprojekts entsprechend - die Ein­bindung qualifizierter Studierender in Aufgaben der Lehre und der Beratung. Die Gesprächsrunde nahm die Nach­richt erfreut zur Kenntnis und erkundigte sich nach den genauen Bedingungen der Ausschrei­bung. Das LLZ informiert darüber zu Beginn des kommenden Jahres 2017.

Gr/9.12.2016 (Abb.: Redaktion des LLZ)

Fünftes Karlsruher Netzwerktreffen: Ein ganzer Tag an der Hochschule

 

Das fünfte Netzwerktreffen der Ausbil­dungs­berater(innen) und Ausbildungs­lehrer(innen) im Schulpraktikum eröffnete der neue Rektor der Hochschule, Prof. Dr. Klaus Pe­ter Rippe. Zu der – erstmals ganztägig organisierten – Veranstaltung mit Workshop und Arbeitsgruppen waren am Mittwoch, 23. November 2016 insgesamt über 50 Personen erschienen. Der Große Senatssaal der Pädagogischen Hochschule war voll besetzt. Beim Netzwerktreffen stand diesmal die „Lehrerpersönlichkeit“ im Mittelpunkt – ein Thema, das bei der Bewertung von Praktikumsleistungen eine große Rolle spielt, wissenschaftlich aber sehr zurück­handelt behandelt wird. Leitung und Stellvertretung des Zentrums für Schulprak­tische Studien (Prof. Dr. Silke Traub, Dr. Steffen Wagner) wagten am Vormittag das Expe­riment, einen schulpraktischen Beob­achtungsbogen daraufhin zu erproben, ob er übereinstim­mende Urteile über perso­nale und didaktisch-methodische Kompetenzen der zukünftigen Lehrer(innen)  erlaubt – mit beachtlichem Erfolg. Neue formale Bedingungen der Praktikums­beurteilung waren Gegenstand des Nachmittags­programms, zu dem auch wieder die Lehrenden der Hochschule eingeladen waren.

Die Netzwerktreffen an der PH Karlsruhe sind immer für eine Überraschung gut. Beim fünften Treffen unternahm es Dr. Steffen Wagner gleich zu Beginn des vormittäglichen Workshops, die „gefühlte“ Lehrerpersönlichkeit (orientiert an den Ein­schätzungen der Praktikums­betreu­er(innen)) an einige konkrete, beobachtbare Merkmale zu binden: z.B. an die Ansprache der Kinder und Jugendlichen, an die Kör­persprache, oder an das Verhalten im Raum. Nur so konnte man im Rückmeldegespräch mit den Studierenden auch einen gezielten Übungs­auftrag oder einen Modi­fikationsvorschlag formulieren.

Anschließend erweiterte Prof. Dr. Silke Traub die "erlebte" praktische Perspektive mit dem – validierten und erprob­ten – Beobachtungsbogen für Lehrende und Lernende (BeLL). Der Bogen führt präzise didaktisch-methodische und personale Kompetenzen an, die sowohl die Wahrneh­mungen der Betreuer(innen) als auch die Selbstbe­ob­achtung der Prakti­kant(inn)en strukturieren und - mehrfach eingesetzt - in ihrer Entwicklung abbilden können. Nach der Vorführung eines längeren Mitschnitts aus einer Praktikumsstunde traten die Ausbildungsbe­rater(innen) in Kleingruppen zusammen, um unter Verwendung des BeLL-Bogens eine Praktikumsbe­ra­tung für die gezeigte Unterrichtssequenz auszuarbeiten. An­schließend überprüften sie im Plenum, ob sie zu ähnlichen Ein­schätzungen gelangt waren. Der Austausch erbrachte eine weit reichende Übereinstimmung, was die entspannte Atmosphäre und das ausgezeich­nete Arbeitsklima des Netzwerktreffens weiter hob.

Das Programm nach der Mittagspause stand unter dem Aspekt der veränderten ver­waltungs­rechtlichen und formalen Vorgaben zum Integrierten Semesterpraktikum (ISP). Aus diesem Anlass war der Teilnehmerkreis um interessierte Lehrende der Hochschule erweitert worden. Nach Anfechtungen von Praktikums­beurteilungen hatte die Justiziarin der Pädagogischen Hochschulen in Baden-Württemberg dazu geraten, die Begutachtung des Praktikums zu verändern und die Gutachten­vordrucke entsprechend anzupassen:

Zukünftig spre­chen deshalb die Ausbildungsberater(innen) bzw. Ausbildungslehrer(innen) gemeinsam mit den Hochschul­betreuer(inne)n eine „Empfehlung“ über den erfolgreichen oder nicht erfolgreichen Verlauf ei­nes Praktikums bzw. Praktikums­teils aus. Für die Entscheidung über das Bestehen oder Nichtbestehen tritt aber un­mittelbar die Beauf­tragte für die schulprak­tische Ausbildung und damit die Hochschule ein. Prof. Dr. Silke Traub stand anschließend für Fragen und Anregungen der Aus­bildungsbe­rater(innen), der Ausbildungsleh­rer(innen) und der Hochschullehrenden zur Ver­fügung. Insgesamt wurde die neue Regelung begrüßt. Das bisher längste Treffen in der Geschichte des Netzwerks ging pünktlich um 16.30 Uhr mit einem letzten Kaffee oder Tee zuende.

Gr/SW/1.12.2016 (Abb.: Andrea Janicki, Redaktion des LLZ)

 

 

Die neue Studierendengeneration
("noch jünger, noch digitaler")...

 

...war erneut Thema einer hoch­schuldi­dakti­schen Gesprächsrunde im Studio des Lehr­LernZentrums. Sie fand gleich am Mitt­woch der Einführungs­woche zum Winterse­mester (19. Okt. 2016, 18.15 Uhr) statt. Zu der abendlichen Diskussion konnte die Hoch­schuldidaktik­grup­pe um Prof. Dr. Silke Traub und Dr. Brigitte Übel diesmal u.a. auch Simone Brandt, die Leiterin des Akade­mischen Aus­lands­amts, und studenti­sche Mitarbei­tende aus dem Studien-Service-Zentrum (SSZ) und dem Lehr­Lern­Zentrum (LLZ) begrüßen.

Prof. Dr. Andreas Martens (Biologie) hatte die beiden Termine im April und Oktober 2016 angeregt und zu Beginn der Veranstaltung noch einmal an den Befund der ersten Runde erinnert: Studierende zeigten heute eine „unverbindlichere“ Einstellung als noch vor wenigen Semestern, während sie als 17- und 18-jährige Abiturient(inn)en zugleich eine konzertierte Unterstützung bei der Orga­ni­sation ih­res Studiums benötigten. Martens betonte, dass dieses Problem zunehmend mehr Hochschu­len be­schäftige – und dass man erst am Anfang stehe, die vorhandenen Strukturen darauf ab­zustimmen.

In dieser Absicht diskutierten die Kolleginnen und Kollegen in der zweiten Runde konkrete Maßnah­men, die An­we­­­sen­heit der Vorlesungs- und Seminarteil­nehmer(innen) zu stärken, für weniger Aus­fälle bei der Seminarbelegung und bei Exkursionen zu sorgen, sowie Modulprü­fungen bei fort­ge­schrit­tenen Se­mestern wieder als praxisrelevante Abschluss­prüfun­gen zu gestalten. Dabei kam man immer wie­der auch auf das LSF-Campusmanagement zu sprechen: Wäh­rend das Sy­stem einer­seits erlaube, die Seminar­belegungen der Studierenden und ihre Priori­täten bei der Veran­staltungs­wahl nachzuvoll­zie­hen – eine Mög­lichkeit, von der heute die wenigsten Lehren­den Ge­brauch mach­ten – , könne es an­derer­seits Stu­dien­lei­stungen atte­stieren, die nie er­bracht wurden, sofern man nicht dar­auf achte, wer tatsächlich in einer Veranstal­tung erschei­ne bzw. eine Prü­­fung in der Ver­an­stal­tung able­ge. Die Run­de zeigte dabei insge­samt wenig Bereitschaft, das LSF zu ei­nem Kontrol­lap­parat auszu­bau­en. Man kam aber überein, die Features des Systems noch ein­mal sorgfältig zu prüfen. Dabei wiesen die stu­denti­schen Mitarbeiten­den darauf hin, dass die Seminaranmel­dung per LSF unter Studie­ren­den kaum ernst ge­nom­men wird – und zwar wegen des Losvergabeverfahrens, das erst nach Vor­lesungsbeginn beendet ist. Für eine Rück­gabe nicht beanspruchter Plätze sei es dann meist zu spät, während man im Zwei­felsfall lieber vor Ort kläre, ob noch Teilnehmer(innen) auf­genommen wür­den. Wolle man da­her die Mit­wirkung an einer Ver­an­staltung z.B. durch eine persön­liche Anmel­dung ab­sichern, könne dies frü­hestens in der zweiten Sitzung des Semesters geschehen. Dass sich die aktu­ellen Studienan­fän­ger(in­­nen) in ihrer Studien­planung aller­dings sehr „zweck­ori­entiert“ ver­hielten, und man sie erst für eine aktive Studien­praxis ge­winnen müsse, er­schien auch dem ­akade­mischen Nach­wuchs un­strittig; er führte dies u.a. auf den Stoffdruck im achtjährigen Gym­nasium („G8“) zurück. Die Runde erörterte da­her die Aus­sich­ten einer frühzeiti­geren Platzvergabe. Auch eine bessere Kom­mu­nikation von Stu­dienan­for­derun­gen und –zie­len, mit Unterstützung der StuVE ebenso wie durch die einzelnen Leh­ren­den – z.B. in den Veran­stal­tungskommentaren -, kam auf den Tisch. Dies kön­ne zugleich Studien­wech­slern oder Studierenden von Partnerhochschulen den Nach­weis ihrer Stu­dienlei­stungen erleich­tern.

Ein weiterer Schwerpunkt der Gesprächs­runde, den Prof. Martens bereits in der ersten Sitzung the­matisiert hatte, lag auf der Vergabe von (Auslands-)Stipendien für Bachelor-Stu­dierende. Die Leiterin des Auslandsamts, Simone Brandt, berichtete von der Schwierigkeit, Studierende bereits im ersten Semester für ein Stipen­dium zu em­pfehlen, d.h. in der Regel vor dem Nachweis von Fachstudien­lei­stungen im Modul 1. Besprochen wurden verschiedene Strategien, mit einer Vorauswahl von Bewer­ber(innen) in den relevanten Seminarveran­staltungen des Anfangssemesters in Verbindung zu treten und so zu ermitteln, ob sie als „Bot­schafter“ der Hochschule an Auslandsuniversitäten in Frage kom­men. Auch die Beurteilung der Studierenden auf­grund Ihrer Leistungen im Orientierungspraktikum (OEP) wurde er­wogen.

Die Gesprächsrunde lös­te sich nach lebhafter Diskussion erst gegen 20 Uhr auf. Die Pro­blem­stellun­gen und Lösungsvorschläge sollen zusam­mengefasst und, wo sinn­voll, im Senat vor­ge­stellt werden.

Gr/2.11.2016
(Abb.: Redaktion des LLZ)

 

Das Tutorentraining der PH Karlsruhe in der Diskussion auf der größten deutschsprachigen Didaktik-Tagung



Nach sehr guten Reviews war das LehrLernZentrum an der PH Karlsruhe mit zwei Beiträgen zum „Konzept“ des Tutorentrainings und über „Tutorien als Brücke zu einem wirksamen Selbststudium“ auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hochschuldidaktik (dghd) vertreten. Die Tagung fand in diesem Jahr an der Ruhr-Universität in Bochum statt (21.-23. September 2016).

An den drei Kongresstagen kamen über 500 Teilneh­mende. Zu den Aufgaben von Dr. Brigitte Übel und Udo Grün gehörte dabei auch die Organisation der Themenrunde 8, „Selbststudium – Perspektiven für Lehrende und Lernende“, am Nachmittag des zweiten Tages. Gestützt auf die Daten der Evaluation des Tutorentrainings 2012-2015 umrissen die beiden Mitarbeiter(innen) in ihren Beiträgen, dass es gelingen kann, ein fundiertes Lehr-Lern-Konzept hochschulweit und fächerübergreifend zu etablieren, und damit zugleich wirksam zum Selbststudium von Tutor(inn)en und Tutees beizutragen. Die Poster zu den Themenrunden sind auf der Seite des Tutorentrainings eingestellt.

Gr/30.9.2016
(Abb.: Redaktion des LLZ)

 

 

Viertes Karlsruher Netzwerktreffen mit anspruchsvollem Programm

 

Beim vierten Netzwerktreffen der Ausbil­dungs­berater(innen) und Ausbildungs­lehrer(innen) begrüßte Prof. Dr. Silke Traub (Leiterin des Zentrums für Schulpraktische Studien) am 8. Juni 2016 erneut fast 70 Teilnehmende aus den Schu­len und aus allen Fakultäten der Hochschule, darunter auch den kommissarischen Rektor der PH Karlsruhe, Prof. Dr. Götz Schwab. Nach einem Überblick zu aktuellen Absolventenzahlen und zu den Rahmenbedingungen des Integrierten Semesterpraktikums in den neuen Bache­lor/­Master-Lehramtsstudiengängen berieten die Lehrerinnen und Lehrer über die Präsenztage an den Schulen und über die zukünftige Zusammenarbeit bei der Fachbetreuung. Zur Halbzeit des Treffens ging man in gleich ­acht „Fachdi­daktische Foren Schule-Hochschule“ auseinander – ein Novum in der Geschichte der Pädagogischen Hochschulen.

Mit der Einrichtung dieser fachspezifischen Arbeitsgruppen hatten das Zentrum für Schulpraktische Studien, das Lehr­LernZentrum und zwölf Institute der PH (Alltagskultur und Gesundheit, Biologie, Deutsch, Englisch, Franzö­sisch, Geschich­te/trans­disziplinäre Sozialwissenschaft, Kunst, Mathematik, Phy­sik/Chemie/Technik, Sport, ev. u. kath. Theo­lo­gie).auf eine Anfrage der ABB/ABL reagiert, sich zwi­schen Schule und Hochschule in fachdidakti­schen Fragen zu beraten und abzustimmen. Acht dieser neuartigen und an den Päd­ago­gischen Hochschulen beispiellosen Foren kamen schließlich zustande.  Dort sprachen die Verant­wortlichen der Praktikumsschulen mit einem, oft auch zwei Vertreter(inne)n der Fächer an der PH Karlsruhe über Anforderungen an den Verlaufsplan, an den ausführlichen Unterrichtsentwurf und über die Inhalte der fachdidaktischen Begleitveranstaltungen der Hochschule.

Nach den einstündigen Foren, die vor Ort bei den Instituten und im Studio des LehrLernZentrums stattfanden, traf man sich abschließend wieder im PH-Hörsaal 2.A020. Ge­trennt nach Lehrer(inne)n und Dozent(in­n)en gelangte man zunächst zu einer Beurtei­lung der Ergebnisse der fachdidaktischen Gespräche, moderiert vom Zentrum für Schulprak­tische Studien (Prof. Dr. Silke Traub, Dr. Steffen Wagner). Gegen 17.15 Uhr trat dann noch einmal das Plenum aus Schul- und Hochschul­leh­renden zusammen, um über weiteren Besprechungs­bedarf und mögliche Schwerpunkte des Fün­ften Netzwerktreffens – voraussichtlich im Spätherbst 2016 – zu diskutieren. Auf beiden Seiten wurde die entspannte, freundliche Atmosphäre sehr begrüßt. Es über­wog deutlich der Wunsch, das begon­nene Gespräch fortzusetzen, sowohl in fachdidaktischer Hinsicht, als auch in einigen weiteren Fragen (z.B. zu den Praktikums­bedin­gungen an Gemeinschafts­schule, oder zur Frage eines Verhaltenskodex für Praktikant(inn)en).

Die Ausbildungsberater(innen) und Ausbildungslehrer(innen) hatten zuvor auch ihre Einschätzung zur Anpassung der Betreuungsstruktur im Integrierten Semesterpraktikum auf das Bachelor/Master-Stu­dium abgegeben. Das Meinungsbild wurde per Fragebogen ermittelt. Die Auswertung geht den ABB/ABL in Kürze zu, und wird auch in diesem Bericht nachgetragen.

Die Organisation der Veranstaltung lag – wie schon bei den vorausgegangenen Großen Netz­werk­tref­fen - in den Händen des Zentrums für Schulpraktischen Studien und seiner Mitarbeiterinnen, unter­stützt vom LehrLernZentrum und seinem hochschuldidaktischen Arbeitsbereich. Für die Finan­zierung der Kaffeepause kam erfreulicherweise erneut der Schulmöbel-Spezialist „flex-i“ aus Ilsfeld-Auenstein auf.

Gr/9.6.2016
(Abb: Andrea Janicki, Redaktion des LLZ)

 

Auch studieren will gelernt sein...

 

...könnte das Fazit der kollegialen Gesprächsrunde lauten, die am Mittwoch, den 27.4.2016 am LehrLernZentrum über das "Selbstverständnis der Studierenden" diskutiert hat. Das von Prof. Dr. Silke Traub eröffnete und von Prof. Dr. Andreas Martens moderierte hochschuldidaktische Abendtreffen mit dem Titel NONSTOP YOU war sich einig, das man mit der aktuellen Studierendengeneration („noch jünger, noch digitaler“) vor besondere Herausforderungen gestellt ist.

Abgesehen davon, dass diese Generation offenbar „nicht gern zeltet“ (z.B. auf Exkursionen), Pflichttermine für weniger verpflichtend hält (z.B. im Praktikum), auffallend häufig von den Eltern begleitet wird (z.B. in der Studienberatung), Förderangebote leichtfertiger ausschlägt als frühere Jahrgänge (z.B. bei Auslandsstipendien) und sich beharrlich weigert, einen Unterschied zwischen Vorlesungen und Seminaren zu machen, scheint sie es mit der Anwesenheit an der Hochschule generell nicht sehr genau zu nehmen. Die Runde konnte nicht umhin, angesichts solcher Beobachtun­gen den Studierenden insgesamt eine „unver­bindli­chere“ Haltung zu bescheinigen.

Die Klage der Kolleginnen und Kollegen hielt sich dennoch in Grenzen. Im Mittelpunkt des Austauschs stand die Frage, wie die Hochschule mit ihren inflationären Studien- und Prüfungsordnungen ein solches Verhalten begünstigt – und durch welche strukturellen Maßnahmen dafür gesorgt werden kann, dass Lernende und Lehrende wieder zu einem intensiveren, sachbezogeneren Austausch finden. So will man z.B. mit rechtzeitigen Vorbespr­echungen der anonymen Anmeldepraxis via LSF begegnen. Für voreilig beanspruchte, später aber nicht wahrgenommene Exkursions- und Prakti­kumsplätze sollen durchweg Stornogebühren fällig werden. Auch einige Regelungen der neuen Studienordnung (z.B. frühe Auslandsaufenthalte, die ohne Rücksicht auf die Studienleistungen gefördert werden müssen) konnten den Gesprächskreis nicht überzeugen, weshalb Besprechungsbedarf im Senat angemeldet wurde. Vernünftig fanden es die Kolleginnen und Kollegen, sich noch vor Eintreffen des näch­sten Jahrgangs mit der Studierendenvertretung StuVe abzustimmen, und deren Meinung ein­zuholen. Aus Sicht der Dozent(innen) ist z.B. ein „Vorkurs Hochschulkultur“ in der Einführungswoche denkbar, bei dem ältere Semester die Neuankömmlinge über wichtige Gepflogenheiten des Hochschulalltags und über konkrete Erwartungen der Lehrenden informieren. Das angeregte und konstruktive Gespräch über das Selbstverständnis der Studierenden soll im Sommer noch einmal aufgenommen werden, zumal am vergangenen Mittwoch zahlreiche interessierte Kolleg(inn)en aufgrund von Gremienterminen verhindert waren.

Gr/3.5.2016
(Abb.: Redaktion des LLZ)

 

 

Praktikum kontrovers: Offene Aussprache zu den Praktika in Lehramts- und Bachelor-Studiengängen


Zu einer Diskussionsrunde über die Aufgaben im Praktikum und die Zusammenarbeit mit den Ausbildungsberater(inne)n und externen Betreuer(inne)n begrüßten Prof. Dr. Silke Traub und Julia Staiger-Engel am Mittwoch, 27. Januar 2016 knapp vierzig Kolleginnen und Kollegen aus allen Fakultäten im voll besetzten Studio des LehrLernZentrums. Eingeladen hatte die Kollegiale Hochschuldidaktik.


Nach einführenden Vorträgen zu den Rahmenbedingungen für Praktika im Bachelor-Studiengang „Pädagogik der Kindheit“ und im Integrierten Semesterpraktikum (ISP) des Lehramtsstudiums sprach man eine Stunde lang intensiv über den Alltag der Studierendenbetreuung: über die Arbeitsbedingungen an den Praktikumseinrichtungen, über die Aufgabenverteilung zwischen Hochschule und Schule, über die vielfältigen „Kulturen“ in den Schulfächern und den Institutionen früher Bildung, über den richtigen Zeitpunkt für Begleitveranstaltungen und fachdidaktische Interventionen, über das Rollenverständnis der Betreuer(inn)en, über den Umgang mit Fehlern und Versäumnissen, und über Möglichkeiten, die Anforderungen des Praktikums einheitlicher zu fassen und besser zu kommunizieren.

Während die Frage der Ausführung von Unterrichtsentwürfen und Verlaufsplänen kontrovers blieb, gab es viel Zustimmung für Vorschläge, die nachholende Reflexion der Praktikumsleistungen flexibler und nachhaltiger zu gestalten – zum Beispiel durch die Videografie von Unterrichts- oder Betreuungsstunden. Die Kolleginnen und Kollegen berieten an diesem Abend auch darüber, ob es für die Zusammenarbeit mit den Lehrer(inne)n und Anleiter(inne)n neuartige Veranstaltungen an der Hochschule geben kann, die nicht nur der Fortbildung, sondern auch dem Austausch und der regelmäßigen Abstimmung der Beteiligten dienen. Dieser Wunsch war vielfach auf den Netzwerktreffen der Ausbildungsberater(innen), Schulleitungen und betreuenden Dozent(inn)en aus dem Großraum Karlsruhe/Nordbaden im Sommer 2015 und im Herbst/Winter 2015 mit ingesamt rund 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmern geäußert worden. Er könnte bereits im kommenden Frühjahr probeweise eingelöst werden. Auch im Bachelor-Studiengang PdK kann man sich vorstellen, bei einer solchen Gelegenheit Vertreter(innen) der betreuenden Institutionen an einen Tisch zu holen. Die hochschuldidaktische Diskussionsrunde sammelte abschließend Vorschläge für die geplante Großveranstaltung, die - wie die bisherigen Netzwerktreffen auch - an der PH Karlsruhe stattfinden soll. Die Fächer werden dazu in Kürze angeschrieben.

Weitere Bilder zur Veranstaltung:

Gr/28.1.2016
(Abb.: Redaktion des LLZ)

Sonniger Auftakt: Die Hochschuldidaktik beginnt bei schönstem Herbstwetter

 

 

Erstmals an der PH Karlsruhe hat in diesem Semester ein hochschuldidaktisches Frühstück stattgefunden, zu dem alle Lehrenden eingeladen waren. Am Montag, den 12.10.2015 bestand von 10 bis 12.30 Uhr die Gelegenheit, sich gleich zu Beginn der Vorlesungszeit mit Kolleg(inn)en anderer Institute und Studiengänge zu treffen und über die Pläne fürs neue Semester zu sprechen.

Während manche nur auf einen schnellen Espresso oder einen Kaffee blieben, wollten andere mehr über das hochschuldidaktische Angebot des LehrLernZentrums für den Herbst/Winter wissen, und einige verabredeten sich gleich zu gemeinsamen Vorhaben in der Lehre. Insgesamt fanden rund dreißig Kolleginnen und Kollegen den Weg hinauf ins Studio des Zentrums (II/B308). Unter den Frühstücksgästen war überraschend auch die ehemalige Rektorin der Pädagogischen Hochschule, Prof. Dr. Liesel Hermes, die am frühen Morgen auf die Plakatierung aufmerksam geworden war, und sich spontan zu einem Besuch entschlossen hatte.  Leitung und Mitarbeiter(innen) des Zentrums unterstützten den informellen Austausch, der gegenwärtig an vielen Universitäten und Hochschulen erprobt wird, mit einem badisch-französischen Frühstücksbuffet. Das neue Angebot soll es auch im nächsten Winter wieder geben.

Gr/13.10.2015
(Abb.: Redaktion des LLZ)

 

Bericht: Abschluss des hochschuldidaktischen Sommers mit Dr. Regina Speck

 

 

 

Am Mittwoch, 15. Juli 2015 traf sich die kollegiale Hochschuldidaktikgruppe der PH Karlsruhe zu ihrer letzten Veranstaltung im Sommer­semester. Prof. Dr. Silke Traub und Dr. Brigitte Übel hatten Dr. Regina Speck (Kath. Theologie) eingeladen, die seit lan­gem an den kol­legialen Abend­treffen am LehrLern­Zentrum beteiligt ist. Diesmal be­richtete sie von ihren Erfahrungen als Dozentin im neuen be­rufsbegleitenden Master-Studien­gang Bil­dung im Alter (BiA) und mit dessen Blended Learning-Kon­zept. Ihr Bericht, die Live-Vorführung der Lern­plattform und die an­schließende Aussprache sorgten für wertvolle Anre­gun­gen.

Regina Speck informierte die Gäste zunächst über die Rahmenbedingungen ihres neuen Aufgaben­bereichs: über die Studienordnung, die Zulassungszahlen, den Se­mester­stun­denplan, die Kosten und die Beschäftigungsperspektiven des „Bezahl­masters“ Bildung im Alter. Bei einem Workload von 4 CP je Veranstaltung und Semester habe man sich für die hälftige Verteilung auf Präsenz- und Selbstu­dien­zeiten entschieden (jeweils 60 Std.), und für das „gut verständliche“ Moodle als Lern­plattform. Dort würden inzwischen nicht nur Studien­ma­terialien eingestellt, sondern auch Foren und Chat­rooms unterhalten. In ihrem Be­richt für den Kollegenkreis in der Hochschuldidaktik hob Regina Speck vor allem die didak­ti­schen und methodi­schen Herausforderungen des berufsbe­glei­ten­­den, online-gestützten Stu­diums heraus und erläuterte sie anhand ihres Seminars zur „Theologie des Alters aus chri­stlicher Perspektive“: So müssten z.B. Seminarinhalte und Arbeits­auf­gaben vorab für die Zeitspanne eines halben Jahres klar strukturiert und artikuliert wer­den, nicht nur für die Vor­lesungswochen. Obwohl man es durchweg mit „hoch moti­vier­ten“ Stu­­dierenden zu tun habe, kenne man sie in den ersten Wochen nicht, und seien deren Le­bensverhältnisse und Stu­dien­voraus­set­zungen denkbar unterschiedlich. Durch die Berufs­­tätigkeit der Studierenden verlagerten sich die Präsenz­zeiten ans Ende der Woche, d.h. auf Freitage und Sam­stage. Unter der Woche seien Online-Be­spre­chungen in der Regel „nicht vor 21 Uhr“ möglich. Zugleich berge die gemein­same Bea­rbeitung von Tex­ten und Auf­gaben auf Moodle un­geahnte Überraschungen, die nur durch eine gezielte Rollen- und Auf­ga­ben­ver­teilung gelöst werden könnten. Auch der Chat mit Stu­dieren­den­grup­pen erfordere die Ein­haltung von Re­geln, die für Digital Immigrants – wozu allerdings auch alle Studieren­den des ersten Jahr­gangs zählten – nicht selbstver­ständlich seien. Erst mit der Zeit stelle sich ein Maß für die B­ereit­stellung von Materialien oder für die Be­treu­ung der (derzeit ausschließlich weibli­chen) Studierenden ein.

Die Kolleginnen und Kollegen des Abend­treffens, die teils selbst bereits berufs­beglei­tend studiert hatten, oder an der Hochschule mit dem Aufbau eines neuen Studiengangs betraut sind, ergänzten den Be­richt von Regina Speck um zahlreiche ei­gene Er­fah­rungen mit der Online-Betreuung und bei der Zu­sam­men­stellung von Stu­dien­texten. Insgesamt bestärkten sie die Refe­rentin in ihren Lö­sungen. Mit gro­ßem Interesse disku­tierte die Gruppe die The­­se, die Be­deu­tung der Prä­senzpha­sen ändere sich im neuen Stu­dien­­gang. In diesen Phasen wollten die Stu­dierenden nicht nur Vor­träge hören, die man auch online an­bieten könne, so Regina Speck; sie suchten die „In­ter­aktion“ zu den erar­bei­teten Studien­inhalten, und deren Vertie­fung. Bemer­­kens­wert sei auch, dass sich im Verlaufe des Selbst­studiums ein lebhafter Aus­tausch der Studie­renden untereinander entwickelt habe: „Die Gruppe trifft sich oft, ohne mich.“ Einige Kolleg(inn)en regten daher an, die Bildung studentischer Lerngruppen mit Me­tho­den ko­operativen und wechselseitigen Lehrens und Ler­­nens zu unterstützen. Silke Traub konnte aus dem Kon­­­­takt­studium Er­wach­­­senen­bildung von sehr guten Ergebnissen mit dem Sand­wich-Prinzip für die Präsenz­tage und mit Tan­dems und Ko­ping­­gruppen zur In­tensivie­rung der Selbst­studienphasen berichten. Auch frühere Ab­sol­vent(in­n)en des Kontakt­stu­diums und des ähnlich strukturierten Karlsruher Tutoren­trainings, die heute an der PH lehren und arbeiten, betonten die Wirksamkeit des Kon­zepts. Weil die E-Lear­ning-Anteile in diesem Konzept allerdings gering seien, müs­se man über­legen, wie man dessen Vorzüge auf die Lern­platt­formen bringen, und wie man die gegenwärtig hohe Lernbereit­schaft der Studie­renden in den neuen Studienfor­maten nutzen könne. Über der Diskus­sion die­ser Fragen ging das letz­te kol­legiale Abend­treffen nach andert­halb Stun­den zu Ende, mit einem herzli­chen Dank an die Refe­rentin und mit gegen­seitigen guten Wün­­schen für die an­stehende Klau­­surwoche und die kommende vorlesungs­freie Zeit.

Gr/16.7.2015
(Abb.: Redaktion des LLZ)

Bericht: Netzwerktreffen zieht Zwischenbilanz zum Integrierten Semesterpraktikum (ISP)

 

Zum zweiten Netzwerktreffen der Ausbildungsberater(innen) und Ausbildungslehrer(innen) konnte der Prorektor für Studium und Lehre der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe, Prof. Dr. Götz Schwab, am 8. Juli 2015 rund 75 Teilnehmende von 55 Schulen des gesamten Schulamtsbezirks begrüßen. Schulpädagogin Prof. Dr. Silke Traub (Leiterin des Zentrums für Schulpraktische Studien) stellte im Hörsaal II/A020 die Grundzüge der Praktika in den neuen BA/MA-Lehramtsstudiengängen vor. Anschließend ging man in knapp einstündige "Diskussionsforen" auseinander.

Vier Themenschwerpunkte wurden in diesen Gesprächsrunden eingehend erörtert: Strukturelle und organisatorische Aufgaben im ISP, die Erziehung und Bildung der angehenden Lehrkräfte, die Kooperation zwischen Schule und Hochschule, und die Bedeutung des Praktikums für die Entstehung einer professionellen Einstellung. Die Teilnehmenden beurteilten die - seltene - Gelegenheit zum offenen Austausch mit Lehrer(inne)n verschiedener Schularten und mit Dozen­t(inn)en der Hoch­schule dabei ganz überwiegend als anregend und konstruktiv. Ergebnis war eine Vielzahl von Vorschlägen, die vor allem zum Ziel hatten, die Praktikumsanforderungen noch passgenauer zwischen Schule und Hochschule abzustimmen.  Als besonders dringlich sah man diese Klärung für den neuen Bachelor-Studiengang Grundschule an, der die Studierenden bereits im Alter von 18 oder 19 Jahren ins einsemestrige Praktikum führen wird, mit einem erhöhten Workload von 18 CP. Aber auch für die älteren Master-Kandidat(inn)en im Lehramtsstu­diengang Sekun­darstufe wurde die Notwendigkeit der Abstimmung betont. Gesprächsbedarf sieht man nicht nur bei der "fachdidak­tischen" und "methodischen" Kompetenz der Studierenden, sondern auch im Hinblick auf die „Rol­lenerwartungen“, die an die angehenden Lehrkräfte an den Schulen gestellt werden. In diesem Zusammenhang wünschen sich die Lehrerinnen und Lehrer auch mehr Vorkenntnisse der Studie­renden über diejenigen aktuellen Aufgaben des Lehrer­berufs, die über den Unterricht hinausreichen (Kooperation mit dem Kindergar­ten, Bildungs­haus, Inklu­sion, Arbeit an Gemeinschaftsschulen, Schulentwicklung). Das Zentrum für Schulpraktische Studien wurde in seinen Planungen bestärkt, auch im zukünftigen ISP eine mehr­wöchige Blockphase ein­zurichten, die die Studierenden mit ihren Arbeitsbedingungen vertraut macht.

Die Moderation der Foren hatte die Leitung der Schulpraktischen Studien (Prof. Dr. Silke Traub, Dr. Steffen Wagner) gemeinsam mit Kollegen aus der Biologie (Martin Remmele) und der Schulpädagogik (Udo Grün, LLZ) übernommen. Mit der abschließenden Präsentation der Ergebnisse entwickelte sich bei den Ausbildungs­berater(innen) und Ausbildungslehrer(innen) auch schon eine recht klare Vorstellung zur Gestaltung des nächsten großen Netzwerktreffens: Man will in "Workshops" mit den einzelnen Fächern der PH klären, wie Wissenschaft und Schulpraxis konkret zusam­menarbeiten können. Das Gespräch mit den Fächern hatte sich bereits während des Netzwerktreffens angebahnt, an dem aus den Reihen der Hochschullehrenden u.a. die Fächer/Institute Alltagskultur und Gesundheit, Englisch, Geographie, Mathematik, Pädagogik in außerschulischen Feldern und Technik vertreten waren. Prof. Dr. Schwab, der sich pünktlich zur Ergebnisdiskussion wieder bei den Lehrerinnen und Lehrern eingefunden hatte, und Prof. Dr. Traub begrüßten die Initiative der ABB/ABL. Man sagte zu, sich für das nächste große Netzwerktreffen 2016 mit den Fakultäten und mit allen Fächern zu verständigen.

Die vom Zentrum für Schulpraktische Studien gemeinsam mit dem LehrLernZentrum organisierte Veranstaltung war ursprünglich für die Zeit von 15 bis 17.30 Uhr angesetzt. Tatsächlich waren viele Ausbildungsberater(innen), Ausbildunglehrer(innen) und auch Schulleitungen bereits gegen 14 Uhr an die PH gekommen, unmittelbar nach der letzten Unterrichtsstunde. Gegen 18 Uhr löste sich das Netzwerktreffen bei informellen Gesprächen im Foyer von Gebäude II auf. Die hochwill­kommenen Kaffeepausen hatte wie im letzten Jahr wieder der Lernraum-Spezialist "flex-i" aus Ilsfeld finanziert, der an der Hochschule auch das Lehr-Lern-Studio eingerichtet hat. Eine kurze Doku­mentation der Veranstaltung und eine Bildergalerie werden in Kürze auf den Seiten des Zentrums für Schulpraktische Studien verfügbar sein.

Gr/9.07.2015
(Abb.: D. Bißbort, A. Janicki)

 

Vorschau: "PH einmal anders" - Das Arbeitstreffen der QPL-Projekte in Leipzig

 

Am 25. und 26. Juni 2015 versammelten sich die Angehörigen der Projekte im Bund-Länder-Programm für die Verbesserung der Studienbedingungen und mehr Qualität in der Lehre ("Qualitätspakt Lehre", BMBF) zu einem zweitägigen Arbeitstreffen, das im Pentahotel ("ph") in Leipzig stattfand. Der erste Tag war den Fachkulturen und ihren besonderen Lehr-/Lern-Erfordernissen gewidmet. Am zweiten Tag standen allgemeine didaktische und organistorische Fragen für das Förderjahr 2016 im Mittelpunkt. Wir berichten ausführlich, sobald die Tagungsveranstalter die Ergebnisse freischalten.

Gr/27.06.2015
(Abb.: Redaktion des LLZ)

 

Bericht: RoundTable zur Hochschuldidaktik am LehrLernZentrum


Immer in den Sommermonaten lädt das LehrLernZentrum zum „Rundgespräch“ über aktuelle Themen der Lehre ein. Am Mittwoch, den 24. Juni 2015 moderierte Prof. Dr. Silke Traub ein Round Table mit Dr. Eva Kleß (PdK) und Udo Grün (LLZ), die gemeinsam von der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hochs­chul­didaktik (dghd, Universität Paderborn 2015) berichteten, und den kollegialen Abend unter das Motto „LehrLernWelt Hochschule“ gestellt hatten. Dr. Kleß ist am Institut für Frühpäd­agogik der PH Karlsruhe für die Entwicklung des zukünftigen Masterstudien­gangs Päd­agogik der Kindheit zuständig.

An dem aktuellen Rundgespräch nahmen neben zahlreichen Kolle­ginnen und Kollegen auch der Prorektor für die Lehre, Prof. Dr. Götz Schwab, sowie der Prodekan und der Studiendekan der Fakultät I, Prof. Dr. Till Pfeiffer und Prof. Dr. Christian Gleser teil. Drei Themen hatten die Tagungs­reisenden von dem Paderborner Großereignis (über 500 Besucher, über 200 Projektprä­senta­tionen) mitgebracht und der Reihe nach präsentiert: 1. Das „Scholarship of Teaching and Learning“ (SoTL), einen inzwischen auch hierzulande viel beachteten Ansatz, mit dem das Gespräch über Studienbedingungen, Veranstaltungs­formate und Lehrmethoden forschungsorien­tierter und zugleich kollegialer verlaufen soll (z.B. Boyer 1992, Huber 2013); 2. Das „Constructive Alignment“ als Idee einer neuen Reflexion über Lehrinhalte, die zu diversen (z.B. online-gestützten) Lern­umgebungen eine adäquate Prüfungspraxis entwift (z.B. Biggs 2003), und 3. Die Aufwertung „informeller“ Strukturen in der Hochschuldidaktik, deren Bedeutung in der Literatur viel besprochen und von einigen Universitäten und Hochschulen inzwischen auch beforscht wird (z.B. Universität Mannheim, TU Darmstadt).

Im LehrLernZentrum, das mit seinen regelmäßigen kollegialen Abendtreffen und mit dem Round Table in der Hochschuldidaktik selbst informelle Formen pflegt, ging das auf eine Stunde angesetzte Rundgespräch erst nach reichlich anderthalb Stunden zu Ende. Dabei regten die Teilnehmenden an, Konzepte für das Constructive Alignment zur Verfügung zu stellen, und bei einem der nächsten Abendtreffen eingehend zu besprechen. Ausgiebig diskutierte man das Problem des teaching to the test, aber auch die Notwendigkeit, sich zugunsten einer flexiblen Leistungsbewertung von den Vorgaben der „Semesterwochenstunden“ lösen zu können.  Zur Idee des Scholarship of Teaching and Learning wurde u.a. ins Gespräch gebracht, die Evaluation der Lehrveranstaltungen als Gegenstand der eigenen Praxisfor­schung zu begreifen, und sich damit zugleich Freiräume für die Lehre zu verschaffen. Erheitert goutierte das kollegiale Abendtreffen bei Kaffee und Keksen abschließend die „informellen“ Struk­turen an deut­schen Universitäten, die die Referent(inn)en als best practice ausgesucht hatten: Das hochschuldi­daktische Frühstück, den LehreLunch, und das Methodencafé für Anfänger in der Lehre. Die Mitarbeiter(innen) des LLZ kündigten in diesem Zusammenhang an, noch im Juli 2015 Pilot-Interviews mit einigen Lehrenden der Hochschule durchzuführen. Bis 2016 soll den Interviews eine quantitative Erhebung zum hochschuldidaktischen Gesprächs- und Qualifikationsbedarf folgen.

Gr/27.06.2015
(Abb.: D. Bißbort)

Bericht: Lebhafte Diskussion um "Blended Learning" am LehrLernZentrum



Prof. Dr. Sabine Liebig begrüßte auf Einladung der Kollegialen Hochschuldidaktik am Mittwoch, 20. Mai 2015 Stefan Weber (ZIM) zu einem Vortrag über Blended Learning-Konzepte und neue Angebote für Lehrende. Herr Weber entwickelt an der PH Karlsruhe Lernumgebungen für den berufsbegleitenden Studiengang Bildung im Alter (BiA).

Herr Weber stellte zunächst seine Idee einer guten Mischung von Präsenz-Phasen, Selbstlern- und eLearning-Anteilen vor: Bei einem echten Blended Learning-Modell dienten die Anteile des Online-Lernens nicht nur der Vertiefung der Lehre, sondern seien eine "feste Konstante" im gemeinsamen Lehr-Lern-Geschehen. Interessierte Kolleg(inn)en sollten sich dabei nicht alleine auf Praxisbeispiele aus anderen Fächern oder von anderen Hochschulen verlassen. Sie benötigten Kriterien, mit denen sie Blended Learning-Angebote hochschuldidaktisch reflektieren und gestalten könnten. Neuere Konzepte berücksichtigten z.B. das inhaltliche Angebot, die Methodik, die Formen der Mitwirkung und den Grad der Anleitung durch Dozent(inn)en oder Tutor(inn)en, und setzten sie von Fall zu Fall ins rechte Verhältnis (vgl. Schulmeister 2008, Pankin/Roberts/Savio 2012, kontrovers Würfel 2014). Damit seien hochflexible Kurse denkbar, bei denen "Face-to-Face"-Situationen nicht mehr notwendig am Anfang und Ende einer Lerneinheit stehen müssten. Herr Weber sprach sich dafür aus, neue Lernplattformen zu erproben, nicht zuletzt das stark verbesserte Moodle. Dies sei auch im Interesse der Studierenden, die bei Eintritt in die Berufstätigkeit ganz unterschiedliche Plattformen vorfänden und deshalb kennen sollten.

Die Diskussion folgte der allgemeinen Perspektive des Referenten, stellte ihm aber auch gezielte Fragen: Bewähren sich die Konzepte bei der Planung von Veranstaltungen? Mit welcher Beteiligung der Studierenden ist zu rechnen? Wann lohnt der Mehraufwand, der aus der regelmäßigen Durchsicht und Kommentierung von Online-Beiträgen entsteht? Wird an der Lösung technischer Engpässe gearbeitet (z.B. WLAN-Anbindung, Textbearbeitung im Wiki von Stud.IP)? Welche Lern- und Bildungswirkung kann dem Blended Learning zugeschrieben werden? Geben Studienordnungen und Dienstaufgabenbeschreibungen genug Freiräume für Selbststudienarchitekturen? Soll man sich dafür stark machen? Keine Zeit war an diesem Abend, die konkreten Schritte zu einem "gut gemischten" Seminarangebot zu erörtern. Auch die Online-Formate und Tools, die Lehrende und Studierende an der PH schon einsetzen - z.B. DisKAver, etpm, Facebook, Google Docs, Mahara, Trello, Webquest - konnten in der Kürze der Zeit nicht oder nur am Rande angesprochen werden. Das allerdings wird bei anderer Gelegenheit nachgeholt. Am ZIM stellt Herr Weber bereits am Do 18.6. "Audience Response Solutions" für das Smartphone vor und eröffnet damit das neue Fortbildungsangebot. Am LehrLernZentrum berichtet Dr. Regina Speck am Mi 15.7. während eines Abendtreffens der Kollegialen Hochschuldidaktik von ihren praktischen Erfahrungen mit Blended Learning im neuen berufsbegleitenden Studiengang Bildung im Alter und nimmt damit die im Vortrag von Herrn Weber verhandelten Themen wieder auf.

Stefan Weber können Sie am ZIM in Raum II/A-124, per und unter der Durchwahl 4414 erreichen.

Gr/22.05.2015
(Abb.: Redaktion des LLZ)

[UPDATE] Weiterbildungsangebote von Stefan Weber im Juni 2015:
Mi 10.6., 12.15-13.45, Praktische Einführung in Moodle, II/A-120 (ZIM)
Mi 17.6., 12.15-13.45, Blended Learning in Theorie und Praxis, I/002 (Medienlabor)
Do 18.6., 12.15-13.45, Audience Response, II/A-120 (ZIM)

Bericht:
Das Tutorentraining videografiert Lehrversuche

 

Das Tutorentraining des LehrLernZentrums ist eine der intensivsten Schulungen für Tutor(inn)en und Übungsleiter(innen) im gesamten Bundesgebiet. Es bietet u.a. sieben Präsenztage, angeleitete Kopinggruppen, feste Tandemstrukturen und individuelles Coaching.

Der fünfte Präsenztag fand am Samstag, den 18. April 2015 in den Gebäuden IIB und III der PH Karlsruhe statt. Unter der Leitung von Johann-Frédéric Freund (LLZ) zeigten die Studierenden, wie sie "erwachsenengerechte Lernumgebungen" gestalten wollen. 33 Tutor(inn)en stellten in 6 Gruppen ein frei gewähltes Tutorats-, Kurs- oder Unterrichtsthema in der Praxis vor. Die Unterrichtssequenzen wurden aufgezeichnet und bis zur nächsten, sechsten Präsenzphase am Samstag, 13. Juni 2015 ausgewertet und ausführlich besprochen. Der sechste Samstag ist dann dem Thema "Lernberatung: Lernstrategien, Merk- und Arbeitstechniken" gewidmet.

Gr/29.04.2015
(Abb.: Redaktion des LLZ)

 

Bericht:
SWR2 Campus war am LehrLernZentrum

 

Anja Braun von der Wissenschaftsredaktion des SWR hat sich am Mittwoch, 11. Februar 2015 auf den Weg ins LehrLernZentrum gemacht. Aktueller Anlass war ein Kongress in Göttingen, auf dem Förderprojekte des "Qualitätspakts Lehre zur Verbesserung der Studienbedingungen und der Qualität der Lehre" eine Zwischenbilanz ihrer Arbeit zogen. Anja Braun wollte zeigen, wie die Projekte im Südwesten arbeiten. Ihre Wahl fiel auf die PH Karlsruhe und das Projekt des LehrLernZentrums. Prof. Dr. Silke Traub und Johann-Frédéric Freund standen ihr eine Stunde lang Rede und Antwort zum einjährigen Tutorentraining, zur kollegialen Hochschuldidaktik und zum Ausbau der "Lernberatung Peer-to-Peer", an der sie besonderes Interesse hatte.

Der Redakteurin war es wichtig, auch studentische Stimmen zum Angebot des LehrLernZentrums einzufangen, d.h. Absolvent(inn)en der Tutorenqualifikation zu sprechen und von ersten Erfahrungen mit der studentischen Lernberatung zu hören. Das war nicht ganz leicht zu bewerkstelligen, am Höhepunkt der Klausurwoche an der PH und am Beginn des Referendariats, in das etliche Tutoren und Lernberater des Zentrums - Steffen Fenn, Philipp Hellinger und Mathias Mayer - vor wenigen Tagen eingetreten waren. Marie Kiefer M.A. unterbrach ihre Arbeit am Sprachen-Selbstlernzentrum dazu für ein paar Minuten. Heike Marksteiner kam direkt nach einer mündlichen Prüfung im Fach Kunst. Zu seiner Überraschung fand sich auch Tobias Mohr an diesem Tag nicht nur in der Lernberatung, sondern auch im Radio wieder. Wir bedanken uns bei den Dreien herzlich für die Bereitschaft, vors Mikrofon zu treten und ihre Einschätzungen abzugeben.

SWR2 Campus ist mit dem Beitrag bereits am 14. Februar 2015 auf Sendung gegangen, unter dem Titel "Bessere Lehre für angehende Lehrer". Einen konzentrierten Eindruck von dem Besuch und vom Angebot des Zentrums können Sie hier gewinnen. Anja Braun hat angekündigt, dass sie die Arbeit des LehrLernZentrums im Auge behalten will - und wiederkommt, wenn die Lernberatung an der PH Karlsruhe weiter ausgebaut worden ist. 

Gr/16.02.2015
(Abb.: Wissenschaftsredaktion des SWR)