Berufsfeldpraktikum (BFP) im Bachelorstudiengang betreuen

Studierende des Bachelorstudiengangs Lehramt Sekundarstufe I absolvieren neben einem bildungswissenschaftlichem Studium (Erziehungswissenschaft, Psychologie, in kleinen Teilen auch Soziologie und Philosophie sowie Fachwissenschaft und Fachdidaktik in zwei Fächern) auch zwei Praktika. Während das erste Praktikum als Orientierungs- und Einführungspraktikum konzipiert ist und deshalb zwingend an einer Schule stattfinden muss, können die Studierenden beim zweiten Praktikum wählen, ob sie dieses in einem allgemeinen pädagogischen Berufsfeld (außerschulisch) oder ebenfalls in der Institution Schule durchführen wollen. Das Berufsfeldpraktikum (BFP) gliedert sich also wahlweise in ein vertiefendes schulisches Praktikum (VSP) oder in ein außerschulisches Praktikum (ASP).

Vertiefendes schulisches Praktikum (VSP)

Studierende, die sich an Ihrer Schule für das Praktikum beworben haben, möchten dieses an der Institution Schule absolvieren, mit dem Ziel nach erfolgreichem Bachelorabschluss einen Master of Education Sekundarstufe I zu studieren und anschließend in den Vorbereitungsdienst zu gehen. Sie haben den Berufsabschluss „Lehrerin/Lehrer“ als Ziel vor Augen. Das Berufsfeldpraktikum in Form eines vertiefenden schulischen Praktikums erfolgt in der Regel im 4. oder 5. Semester und findet als dreiwöchiges Blockpraktikum (15 Tage; insgesamt 75 Stunden) in der vorlesungsfreien Zeit (ca. Mitte Februar bis ca. Mitte März bzw. ca. Mitte September bis ca. Mitte Oktober) statt. Den genauen Zeitraum des Praktikums wird von der Schule mit der /dem Studierenden vereinbart. Die Studierenden werden durch eine Veranstaltung im Umfang von 2 Tagen auf das Praktikum vorbereitet und dieses wird auch an der Hochschule mit den Studierenden reflektiert. Die Studierenden führen während des Praktikums ein Portfolio. Beobachtungs-, Hospitations- und Unterrichtsaufgaben werden in der vorbereitenden Veranstaltung mit den Studierenden besprochen. Diese sollen während des Praktikums durchgeführt werden. Die betreuenden Lehrkräfte (Ausbildungslehrerinnen und –lehrer) beraten und begleiten die Studierenden vor Ort und reflektieren mit diesen gemeinsam das Praktikum. Ein Abschlussgespräch muss stattfinden. Die Lehrkräfte entscheiden gemeinsam, ob sie dem Zentrum für schulpraktische Ausbildung empfehlen, das Praktikum als erfolgreich oder als erfolglos zu bestätigen.

  • Vertiefende Einblicke in das schulische Tätigkeitsfeld gewinnen
  • Ausbau der im OEP erworbenen unterrichtlichen Kompetenzen
  • Zunehmende Übernahme der Aufgabenfelder des Berufsbildes Lehrer/Lehrerin unter Anleitung
  • Überprüfung der Eignung und der Motivation für dieses Berufsbild auf Grundlage der bereits erworbenen bildungswissenschaftlichen, fachwissenschaftlichen und fachdidaktischen Kompetenzen
  • Die Studierenden müssen 15 zusammenhängende Schultage (insgesamt etwa 75 Stunden) in der Schule anwesend sein. (Einzelne Krankheitstage können selbständig in Absprache mit der Schule nachgeholt werden. Bei längeren Ausfällen muss das Zentrum für schulpraktische Ausbildung informiert werden).
  • Die Studierenden hospitieren innerhalb dieses Kontingentes ca. 60 Unterrichtsstunden bei Kolleginnen und Kollegen. Sie führen dabei ihre Beobachtungs- und Hospitationsaufgaben aus und reflektieren diese in Gesprächen.
  • Die Studierenden sollen innerhalb dieses Kontingentes 10-15 Stunden eigenen, angeleiteten Unterricht erteilen.
  • Dabei sollen sie zu jeder Stunde einen Verlaufsplan erstellen und sich aktiv in Vor- und Nachbesprechungen der Stunden einbringen.
  • Die Studierenden sollen einen ausführlichen Unterrichtsentwurf zu einer selbst gehaltenen Unterrichtsstunde erstellen und mit der betreuenden Lehrkraft besprechen.
  • Die Studierenden bringen sich in das allgemeine Schulleben ein.
  • Die Studierenden dokumentieren das Praktikum im Portfolio. Aufgaben der betreuenden Lehrkräfte (Ausbildungslehrerinnen und –lehrer).
  • Sie begleiten die Studierenden während des Praktikums und übernehmen die Koordination desselben.
  • Sie ermöglichen den Studierenden die Hospitation von Unterrichtsstunden bei sich oder bei anderen Kolleginnen und Kollegen.
  • Sie ermöglichen den Studierenden eigenen angeleiteten Unterricht im Umfang von 10-15 Stunden in ihren studierten Fächern zu erteilen und beraten diese im Vorfeld bei der Planung sowie bei der Reflexion der Stunde.
  • Sie führen mit den Studierenden Vor- und Nachbesprechungen durch.
  • Sie ermöglichen den Studierenden, sich in das Schulleben einzubringen.
  • Sie führen mit den Studierenden ein Abschlussgespräch und informieren die Studierenden, ob Sie empfehlen, das Praktikum als erfolgreich bestanden oder als nicht erfolgreich bestanden zu bestätigen. Hierzu kann auch das Portfolio eingesehen werden.
  • Festhalten der entwickelten Kompetenzen im BELL-Bogen.
  • Sie erstellen ein Gutachten (Praktikanten besitzen hierzu die Vorlage) und geben dieses dem Studierenden mit (Unterschrift und Schulstempel nicht vergessen). Legen Sie bitte den ausgefüllten BELL-Bogen bei.

Außerschulisches Praktikum (ASP)

Studierende, die sich in Ihrer Institution bewerben, haben sich für das ASP entschieden. Sie wollen Einblicke in die typischen und übergeordneten Steuerungsaufgaben in einer Kita, einem Kindergarten, einer sonstigen Erziehungseinrichtung oder aber auch im Bereich der Museums-, Theater- oder Umweltpädagogik, psychologischen Beratungsstellen, einer Jugendbehörde sowie in der Verbandsarbeit bekommen. Die Studierenden werden diese Erfahrungen möglicherweise in einen anschließenden Masterstudiengang mit weiteren Differenzierungsmöglichkeiten in Richtung Bildungswissenschaft, Biodiversität und Umweltbildung, Interkulturelle Bildung, Migration und Mehrsprachigkeit usw. vertiefen und erweitern. Das BFP in Form eines außerschulischen Praktikums (ASP) erfolgt in der Regel im 4. und 5. Semester des Bachelorstudiengangs und findet als dreiwöchiges Blockpraktikum (15 Tage; insgesamt 75 Stunden) in der vorlesungsfreien Zeit (ca. Mitte Februar bis ca. Mitte März bzw. ca. Mitte September bis ca. Mitte Oktober) statt. Den genauen Zeitraum des Praktikums vereinbaren Sie bitte mit unseren Studierenden individuell. Unsere Studierenden werden in einer Veranstaltung im Umfang von 2 Tagen auf das Praktikum vorbereitet. Im Anschluss an das Praktikum findet eine Reflexion in Gruppen statt. Um den Praktikumsverlauf und die dort gesammelten Erfahrungen strukturiert zu reflektieren und zu dokumentieren, führen die Studierenden während des Praktikums ein Portfolio. In der Vorbereitung erhalten die Praktikanten offene und allgemeine Beobachtungs- und Hospitationsaufgaben. Diese Aufgaben sind entsprechend den (rechtlichen) Vorgaben, Gepflogenheiten und den Möglichkeiten in der Institution zu bearbeiten. Als Betreuerin, als Betreuer haben Sie das Recht, jederzeit das Portfolio und die darin über Ihrere Institution gesammelten Daten einzusehen. Die Betreuerinnen und Betreuer in der Institution beraten und begleiten unsere Studierenden vor Ort und reflektieren mit ihnen den Verlauf und den Erfolg des Praktikums. Ein Abschlussgespräch muss stattfinden. Dabei entscheiden Sie als (verantwortliche/er)Betreuerinnen/Betreuer auch, ob Sie dem Zentrum für Schulpraktische Ausbildung das Praktikum als erfolgreich bestandenvorschlagen. Wenn Sie zu einem anderen Ergebnis gelangen, testieren Sie bitte die Empfehlung nicht bestanden.

  • Einblicke in die Aufgaben und Zielsetzungen der jeweiligen Institution
  • Kennenlernen der typischen Arbeitsweisen im Tätigkeits- und Unternehmensfeld der Institution
  • Kennenlernen der Arbeitsplätze, Mitarbeiterprofile und Arbeitsbedingungen in der Institution
  • Kennenlernen der Schnitt- und Kontaktstellen zu anderen Institutionen des pädagogischen Berufsfeldes
  • Überprüfung der Eignung und der Motivation für eine Tätigkeit im typischen Aufgabenbereich einer einschlägigen Institution der betreffenden Art auf Grundlage der bereits erworbenen bildungswissenschaftlichen, fachwissenschaftlichen und fachdidaktischen Kompetenzen
  • Die Studierenden müssen 15 zusammenhängende Arbeitstage (insgesamt etwa 75 Stunden) in der Institution anwesend sein. (Einzelne Krankheitstage können selbständig in Absprache mit der Institution nachgeholt werden. Bei längeren Ausfällen muss das Zentrum für Schulpraktische Ausbildung informiert werden).
  • Die Studierenden hospitieren innerhalb dieses Zeitraumes bei Mitarbeitern der Institution. Sie führen dabei ihre Beobachtungs- und Hospitationsaufgaben aus und reflektieren diese in Gesprächen.
  • Die Studierenden sollen darüber hinaus praktische Aufgabenstellungen mit einer wachsenden Komplexität übernehmen.
  • Diese Arbeiten sollen sie auf der Grundlage der einschlägigen Vorbereitungs-, Planungs- und Organisationstätigkeiten in diesem Arbeits- und Unternehmensbereich durchführen.
  • Die Studierenden bringen sich aktiv in die allgemeinen Routinen und Abläufe der Institution ein, sie akzeptieren und anerkennen die vorhandenen Hierarchien und Rollen.
  • Die Studierenden dokumentieren das Praktikum im Portfolio.
  • Sie begleiten die Studierenden während des Praktikums und übernehmen die Koordination desselben.
  • Sie ermöglichen den Studierenden Einblicke in die Aufgaben und Ziele Ihrer Institution.
  • Sie führen die Studierenden in die typischen Aufgaben und Arbeiten Ihrer Institution ein und bieten die Möglichkeit, bei der Aufgabenbewältigung aktiv mitzuarbeiten oder zu hospitieren.
  • Sie führen mit den Studierenden Vor- und Nachbesprechungen durch.
  • Sie ermöglichen den Studierenden, sich in das soziale Leben Ihrer Institution im vertretbaren Umfang zu integrieren.
  • Sie führen mit den Studierenden ein Abschlussgespräch und informieren die Studierenden, ob Sie empfehlen, das Praktikum als erfolgreich bestanden oder als nicht erfolgreich bestanden zu bestätigen. Hierzu kann/soll auch das Portfolio eingesehen werden.
  • Sie erstellen ein aussagekräftiges Praktikumsgutachten (Praktikanten besitzen hierzu die Vorlage) und geben es unterschrieben und mit einem Stempel oder einer sonstigen aussagekräftigen Signatur der Praktikantin, dem Praktikanten mit.

Raster zur Bewertung der Lehr-Lern-Situation

Versicherungsschutz im Praktikum

Sie haben Fragen?

Das Zentrum für Schulpraktische Ausbildung steht jederzeit bei Fragen rund um das Praktikum zur Verfügung. Insbesondere bitten wir um eine frühzeitige Kontaktaufnahme, sollte abzusehen sein, dass bei einem Praktikanten / einer Praktikantin das erfolgreiche Absolvieren nicht testiert werden kann. Wir wünschen Ihnen viel Freude bei der Begleitung unserer Studierenden durch ihr Praktikum und bedanken uns herzlich für Ihr Engagement.

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Letzte Änderung: 17.07.2020
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