Zulassungsbeschränkte Studiengänge

Bei zulassungsbeschränkten Studiengängen entscheidet das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, wie viele Studienplätze wir in diesen Studiengängen anbieten dürfen. Diese Zahlen werden jedes Jahr vom Ministerium neu festgelegt. Folgende Studiengänge sind zulassungsbeschränkt:

Bachelorstudiengänge

Masterstudiengänge

Wie werden die Studienplätze vergeben?

In der Regel bewerben sich mehr Studieninteressierte für die zulassungsbeschränkten Studiengänge, als wir Plätze anbieten können. Deshalb führen wir ein hochschuleigenes Auswahlverfahren durch, bei denen neben der Abschlussnote auch außerschulische beziehungsweise außeruniversitäre Leistungen und Erfahrungen berücksichtigt werden.

Was genau im Auswahlverfahren berücksichtigt wird,  unterscheidet sich von Studiengang zu Studiengang. Genaue Informationen finden Sie in unserer Übersicht und  in den jeweiligen Zulassungs- und Auswahlssatzungen der Studiengänge. Anerkannt werden beispielsweise häufig:

  • ehrenamtliches Engagement,
  • anerkannte Freiwilligen-Dienste (beispielsweise "Freiwilliges Soziales Jahr, Bundesfreiwilligendienst, Wehrdienst)
  • abgeschlossene Berufsausbildungen,
  • einschlägige Berufstätigkeiten oder
  • andere besondere Qualifikationen.

Im Auswahlverfahren wird eine Rangliste erstellt, nach der die vorhandenen Plätze vergeben werden. Dazu wird die Note der Hochschulzugangsberechtigung wie auch die anderen Leistungen, die in die Berechnung eingehen, in Punkte umgerechnet. Umso mehr Punkte Sie haben, umso größer ist Ihre Chance auf einen Studienplatz.

Gut zu wissen:

Speziell für die Lehramtsstudiengänge (Bachelor) gibt es kompetenzorientierte Passungsquoten.

Was ist eine kompetenzorientierte Passungsquote?

Wenn Sie sich für einen Bachelor Lehramt Grundschule oder Bachelor Lehramt Sekundarstufe I bewerben möchten, dann kann für Sie die kompetenzorientierte Passungsquote interessant sein. Das sind Quoten, die das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg festgelegt hat, um zum einen Lehramtsinteressierte für Unterrichtsfächer zu gewinnen, in denendie späteren Einstellungschancen sehr gut sind und Lehrer fehlen und zum anderen in den Fächern den Zulauf einzuschränken, für die es bereits sehr viele Lehrer gibt.

Das bedeutet für Sie, dass Sie einen erleichterten Zugang zum Lehramtsstudium haben, wenn Sie sich für eines dieser Mangelfächer qualifizieren und bewerben. Sie sollten aber beachten, dass Sie aus diesen "Poolfächern" nicht einfach in eine andere Fächerkombination wechseln können. Innerhalb eines Pools ist das möglich, wenn Sie aber ganz aus dem gewählten Pool rausmöchten, dann müssen Sie sich völlig neu fürs 1. Fachsemester bewerben.

Wie weise ich nach, dass ich die Kriterien für die Kompetenzquoten erfülle?

Passungsorientierte Kompetenzquote / PoolfächerKompetenznachweis
(alle Nachweise müssen den Bewerbungsunterlagen beigelegt werden)
a) Chemie, Physik, TechnikEin Nachweis, dass Sie eines der Fächer mindestens ein Jahr lang innerhalb der letzten drei Schuljahre bis zum Abitur belegt haben.
b) Islamische Theologie1. Ein Motivationsschreiben:
  • 1-2 DIN-A4-Seiten lang
  • Schreiben Sie uns, warum Sie sich gerade für dieses Lehrfach im speziellen und den Lehrerberuf im allgemeinen interessieren. Sagen Sie auch, warum Sie sich in Ihren Augen für das Fach und den Studiengang eignen.

2. Eine von Ihnen unterschriebene Erklärung, dass Sie das Motivationsschreiben selbst verfasst haben - ohne fremde Hilfe und ohne aus fremden Quellen übernommene Inhalte, die Sie nicht als solche gekennzeichnet haben.

(Beides muss Ihren Bewerbungsunterlagen beiliegen)

Musik, Kunst, Sport

Voraussetzung ist die erfolgreich bestandene Aufnahmeprüfung für die einzelnen Fächer.

  • Kunst, Musik: höchstens 2 Jahre alt
  • Sport: höchstens 3 Jahre alt

- Die Aufnahmeprüfungen können auch von anderen Pädagogischen Hochschulen abgenommen werden.
- Eine eventuelle Befreiung von der Aufnahmeprüfung muss von der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe selbst ausgestellt sein.

d) Alltagskultur und Gesundheit, Biologie

Alltagskultur und Gesundheit:

1. Ein Motivationsschreiben:

  • 1-2 DIN-A4-Seiten
  • Schreiben Sie uns, warum Sie sich gerade für dieses Lehrfach im speziellen und den Lehrerberuf im allgemeinen interessieren. Sagen Sie auch, warum Sie sich in Ihren Augen für das Fach und den Studiengang eignen.

2. Eine von Ihnen unterschriebene Erklärung, dass Sie das Motivationsschreiben selbst verfasst haben - ohne fremde Hilfe und ohne aus fremden Quellen übernommene Inhalte, die Sie nicht als solche gekennzeichnet haben.

(Beides muss Ihren Bewerbungsunterlagen beiliegen)

 

Biologie:
Ein Nachweis, dass Sie das Fach in den letzten 4 Halbjahren bis zum Abitur belegt haben.

 

 

Passungsorientierte Kompetenzquote/ PoolfächerKomentenznachweis
(alle Nachweise müssen den Bewerbungsunterlagen beigelegt werden)
a) Französisch

Ein Nachweis, dass das Fach  in den letzten 4 Halbjahren bis zum Abitur (der Hochschulzugangsberechtigung) belegt worden ist.

Oder: Ein Sprachzertifikat, das nachweist, dass Sie Französisch auf Niveau B2 des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen beherrschen.

b) Evangelische Religionspädagogik, Islamische Religionspädagik, Katholische Religionspädagogik1. Ein Motivationsschreiben:
  • 1-2 DIN-A4-Seiten lang
  • Schreiben Sie uns, warum Sie sich gerade für dieses Lehrfach im speziellen und den Lehrerberuf im allgemeinen interessieren. Sagen Sie auch, warum Sie sich in Ihren Augen für das Fach und den Studiengang eignen.

2. Eine von Ihnen unterschriebene Erklärung, dass Sie das Motivationsschreiben selbst verfasst haben - ohne fremde Hilfe und ohne aus fremden Quellen übernommene Inhalte, die Sie nicht als solche gekennzeichnet haben.

(Beides muss Ihren Bewerbungsunterlagen beiliegen)

Wichtig!! Um ein Referendariat in den Fächern katholische oder evangelische Religion antreten zu können ist es erforderlich, dass Sie der entsprechenden Konfession angehören.

Musik, Kunst, Sport

Voraussetzung ist die erfolgreich bestandene Aufnahmeprüfung für die einzelnen Fächer.

  • Kunst, Musik: höchstens 2 Jahre alt
  • Sport: höchstens 3 Jahre alt

- Die Aufnahmeprüfungen können auch von anderen Pädagogischen Hochschulen abgenommen werden.
- Eine eventuelle Befreiung von der Aufnahmeprüfung muss von der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe selbst ausgestellt sein.

Alltagskultur und Gesundheit, Biologie

Alltagskultur und Gesundheit:

1. Ein Motivationsschreiben:

  • 1-2 DIN-A4-Seiten
  • Schreiben Sie uns, warum Sie sich gerade für dieses Lehrfach im speziellen und den Lehrerberuf im allgemeinen interessieren. Sagen Sie auch, warum Sie sich in Ihren Augen für das Fach und den Studiengang eignen.

2. Eine von Ihnen unterschriebene Erklärung, dass Sie das Motivationsschreiben selbst verfasst haben - ohne fremde Hilfe und ohne aus fremden Quellen übernommene Inhalte, die Sie nicht als solche gekennzeichnet haben.

(Beides muss Ihren Bewerbungsunterlagen beiliegen)

 

Biologie:
Ein Nachweis, dass Sie das Fach in den letzten 4 Halbjahren bis zum Abitur belegt haben.

 

Gut zu wissen:

Für die Festlegung, welches Ihrer gewählten Fächer Fach 1 und welches Fach 2 ist, gibt es Regeln!

Für die Fächerkombination im Bachelor Lehramt Sekundarstufe I gilt:

  • Wenn Sie zwei Nicht-Quotenfächer miteinander kombinieren, können Sie wählen, welches Ihr Fach 1 und welches Ihr Fach 2 sein soll.
  • Wenn Sie ein Quotenfach (zum Beispiel Musik) mit einem Nicht-Quotenfach (zum Beispiel Geographie) kombinieren, ist das Quotenfach als Fach 1 zu wählen.
  • Wenn Sie zwei Quotenfächer miteinander kombinieren, können Sie frei wählen, was Fach 1 und was Fach 2 soll. Aber nur für Fach 1 gilt der erleichterte Zugang aufgrund der kompetenzorientierten Passungsquote.

Was sind Vorabquoten und welche Rolle spielen sie für meine Bewerbung?

In der Hochschulvergabeverordnung (HVVO) ist das Vergabeverfahren für zulassungsbeschränkte Studiengänge grundsätzlich geregelt. Außer der Studienvergabe nach hochschuleigenen Auswahlverfahren ist festgelegt, dass es für bestimmte Bewerbergruppen gesonderte Zugänge zu Studienplätzen gibt. Diese Plätze werden noch vor dem allgemeinen Auswahlverfahren vergeben.

Vorabquoten gibt es für:

 

Die danach noch verfügbaren Studiengänge vergeben wir

Welche Sonderanträge gibt es?

Für die Bewerbung in zulassungsbeschränkten Studiengängen gibt es Sonderanträge, die besonderen Lebenssituationen Rechnung tragen.

Wenn Sie bereits eine Zulassung für einen Studienplatz erhalten, ihn aber nicht angenommen haben, weil Sie zu dem Zeitpunkt einen Dienst geleistet haben, dann ist Ihnen Ihr Studienplatz nach Beendigung des Dienstes für den Zeitraum der nächsten beiden Bewerbungsverfahren sicher. Wichtig ist, dass Ihre Zulassung für genau den Studiengang mit der Fächerkombination gilt, für den Sie sich ursprünglich beworben haben.

Dass Ihnen der Studienplatz zusteht, weisen Sie nach, in dem Sie den Bewerbungsunterlagen eine Kopie des ursprünglichen Zulassungsbescheids beilegen. (Der Zulassungsbescheid wird Ihnen im E-Portal als pdf bereitgestellt. Drucken Sie ihn sich bitte aus und bewahren Sie ihn bei sich zu Hause auf. Die Daten im E-Portal werden aus Datenschutzgründen nach Ablauf des Verfahrens gelöscht.)

 

Was sind Dienste?

  • Bundesfreiwilligendienst
  • Jugendfreiwilligendienste: Freiwilliges Soziales Jahr, Freiwillges ökologisches Jahr (unter bestimmten Bedingungen auch im Ausland)
  • freiwilliger Wehrdienst
  • Betreuung eines eigenen Kindes unter 18 Jahren oder einer pflegebedürftigen Person aus dem Kreis der Angehörigen (höchstens 3 Jahre)
  • Entwicklungsdienst nach dem Entwicklungshelfer-Gesetz (mindestens 2 Jahre)

10 % der Studienplätze werden über die Wartezeit vergeben. Umso mehr Zeit vergangen ist, seitdem Sie Ihre Hochschulzugangsberechtigung erhalten haben, umso mehr Wartezeit (in Semestern) wird Ihnen angerechnet.

Wenn sich bei Ihnen der Erwerb der allgmeinen Hochschulreife verzögert hat - aus Gründen, für die Sie nicht selbst verantwortlich sind - können Sie einen Antrag auf Verbesserung der Wartezeit stellen. Wenn dem Antrag stattgegeben wird, dann wird Ihnen die Verzögerung als Wartezeit angerechnet, sodass Sie an der Auswahl mit der Wartezeit teilnehmen, die Sie eigentlich hätten.

Auch wenn Sie eine anerkannte Berufsausbildung gemacht haben, bevor Sie die Hochschulreife erlangt haben, können Sie einen Antrag auf Verbesserung der Wartezeit stellen.

Mögliche Gründe können beispielsweise sein:

  • Wenn bei Ihnen besondere gesundheitliche Gründe vorliegen
  • Wenn Sie während der Schulzeit eigene minderjährige Kinder versorgt haben.  (Nachweis: Geburtsurkunden der Kinder und "eine erweiterte Meldebescheinigung", aus der hervorgeht, dass Ihre Kinder bei Ihnen leben)
  • Wenn Sie pflegebedürftige enge Verwandte während Iher eigenen Schulzeit gepflegt haben. (Nachweis: Bescheinigung über die Einstufung in die Pflegestufe II oder III nach dem Sozialgesetzbuch XI oder eine ärztliche Bescheinigung über die Pflegebedürftigkeit.)
  • Wenn Sie während Ihrer Schulzeit mehrmals die Schule wechseln mussten, weil Ihre Eltern umgezogen sind.  (Nachweis: Abgangszeugnisse sowie Meldebescheinigungen der Eltern)
  • Wenn Sie mindestens 1 Jahr lang dem A-, B-, C- oder D/C-Kader der Bundssportfachverbände angehört haben. (Nachweis: Bescheinigung des zuständigen Bundssportfachverbandes.)

 

Wichtig!! Sie müssen mit Belegen nachweisen, dass bei Ihnen nicht nur besonderer Umstände vorlagen, sondern diese auch der Grund dafür sind, dass Sie die Hochschulreife erst zu einem späteren Zeitpunkt erlangt haben.

5 % der Studienplätze hält die Pädagogische Hochschule  für Fälle außergewöhnlicher Härte vor. Härtefälle werden nur anerkannt, wenn sie in der Person des Bewerbers begründet sind. Wenn anerkannt wird, dass ein besonderer Härtefall vorliegt, dann wird der Bewerber noch vor allen anderen zugelassen.

Da dadurch andere keine Zulassung für diesen Studienplatz erhalten, wird diese Regelung sehr streng gehandhabt. Der Antrag kommt also nur für sehr wenige in Frage. Um einen Härtefallantrag genehmigt bekommen zu können, müssen in Ihrer Person selbst so schwerwiegende  gesundheitliche, soziale oder familiäre Gründe vorliegen, dass es Ihnen nicht zugemutet werden kann, auch nur ein einziges Semester auf eine Zulassung zum Studium zu warten.

Wenn Sie glauben, diesen sehr strengen Kriterien zu entsprechen, dann stellen Sie einen Härtefallantrag. Dieser muss zusammen mit den entsprechenden Belegen (zum Beispiel von Fachärzten) zusammen mit den restlichen Bewerbungsunterlagen bis zum Ende der Bewerbungsfrist an der Pädagogischen Hochschule vorliegen.

Wenn es im besonderen öffentlichen Interesse liegt, dass ein Bewerber sein Studium auf jeden Fall vor Ort aufnehmen kann, dann kann er einen Antrag auf Ortsbindung stellen.

Das kommt für Sie in Frage, wenn:

  1.  Sie Sportler sind und  auf Bundesebene einem A-, B-, oder C-Kader eines Bundesfachverbandes des Deutschen Olympischen Sportbundes angehören oder
  2. Sie am Wohnort soziale Pflichten übernommen haben, die im besonderen öffentlichen Interesse liegen. Insbesondere:
    • wenn Sie im Katastrophenschutz oder Zivilschutz tätig sind.
    • wenn Sie als Bewährungshelfer, Vormund, Betreuer oder Pfleger tätig sind - im Sinne des Bürgerlichen Gesetzbuchs.
    • wenn Sie als Pflegeperson zum Erziehungsbeistand oder Betreuungshelfer tätig sind - im Sinne des Kinder- und Jugendhilfegesetzes.
    • wenn Sie in der kommunalen Politik engagiert sind und in diesem Zusammenhang ein Mandat ausüben - beispielsweise in Ihrem Kreistag, im Stadtrat,
      Gemeinderat oder Bezirksversammlung.

 

 

Wie stelle ich einen Sonderantrag?

Sie stellen die Sonderanträge (bevorzugte Zulassung, Ortsbindung, Verbesserung der Wartezeit, Härtefall), in dem Sie bei der Bearbeitung Ihres Bewerbungsantrags im E-Portal das Zutreffende ankreuzen.

!! Wichtig: Nur Bewerbungen, denen entsprechende Nachweise beigelegt sind, können geprüft werden. Fehlen die Nachweise bis zum Ende der Bewerbungsfrist, wird der Antrag abgelehnt.

Letzte Änderung: 04.10.2019
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