Studierendengruppen haben ihre Projekte aus dem Seminar Social Entrepreneurship in einem Seminarraum aufgebaut, die von den Jurymitgliedern begutachtet werden, u.a. vom damaligen Bürgermeister Martin Lenz.

Transferprojekte


Transferprojekte sind schon immer Teil des gesellschaftlichen Engagements von Forschenden, Lehrenden und Studierenden unserer Hochschule. Solche Transferaktivitäten können von Hochschulseite selbst initiiert werden oder ergeben sich aus einer Anfrage aus der Zivilgesellschaft an unsere Forschenden. Wieder andere sind curricular verankerte Lehrprojekte, die sich jährlich neu mit gesellschaftlichen Herausforderungen auseinandersetzen und gemeinsam mit externen Partnern Lösungen entwickeln.

Wir zeigen Ihnen hier beispielhaft eine Auswahl von Transferprojekten verschiedener Institute und Hochschuleinrichtungen.

In einer großen Halle sind an einem Tisch mit mathematischen Spielereien sitzend zu sehen, eine Studentin steht rechts und erklärt die Aktivität.
© M. Santner-Mundt

Angebot bei den Science Days

Seit Anfang des Jahrtausends veranstaltet die Science & Technology gGmbH im Europa-Park in Rust die Science Days mit der Mission, Bildung auf den Gebieten der Naturwissenschaft und Technik zu fördern. Seit Mitte der Nuller-Jahre ist die Pädagogische Hochschule Karlsruhe jedes Jahr mit einem neuen Angebot an dieser Mission beteiligt. Studierende erstellen in Seminaren von Dr. Thomas Borys und Roland Forkert, Institut für Mathematik, spannende Mitmachangebote. Diese vermitteln spielerisch Einblicke in die Mathematik, aber auch in Grundlagen der Physik und Informatik.

Das Logo ist ein weißer Kreis, mit einem blauen aufgeschlagene buch in der Mitte, oberndrüber steht "boys", untendrunter "books", auf dem stilisierten Buch ist das "und"-Zeichen
© Projekt boys and books

boys and books

Das hochschulübergreifende Projekt boys & books unter Leitung von Prof. Dr. Ina Brendel-Kepser vom Institut für deutsche Sprache und Literatur, verfolgt verschiedene Ziele: Es empfiehlt Bücher für Jungen zwischen 8 und 18 Jahren und richtet sich damit auch an Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, die in der Leseförderung tätig sind. Das Projekt verknüpft wissenschaftliche Expertise mit praktischer Erfahrung. Es zeichnet sich durch Kooperationen mit Verlagen, Medienhäusern und zahlreichen Netzwerken zur Leseförderung aus.

In dem mehrfarbigen fächerartigen Logo sind im unteren Bereich vier singende Menschen symbolisiert, die sich an den Händen halten.
© Lotta Greiling

chorMosaik – Musik verbindet Generationen

Im chorMosaik Projekt wirken verschiedene Bildungspartner zusammen, um die musikalische Bildung von Kindern und Jugendlichen zu fördern, Talente schon früh zu erkennen und sie in ihrer kulturellen Teilhabe zu stärken. Gleichzeitig ermöglicht das Projekt Musiklehramtsstudierenden der Hochschule für Musik und der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe wichtige eigenständige Praxiserfahrung. Neben Prof. Dr. Kai Koch vom Institut für Musik der PHKA  und Prof. Dr. Elisabeth Theisohn der HfM Karlsruhe sind der Rotary Club KA-Schloss und Cantus Juvenum Karlsruhe im Projekt engagiert. Bisher sind zehn Karlsruher Schulen beim Projekt dabei und weitere sind herzlich willkommen.

In einer Sporthalle machen Kinder auf Matten Streck- und Balanceübungen
© Wiedermann

Die Sportschuhbande - Kinder mit motorischen Defiziten stärken

Eine altersentsprechend gut entwickelte motorische Leistungsfähigkeit ist essenziell für die Gesamtentwicklung von Heranwachsenden. Deshalb sollten Kinder mit deutlich wahrnehmbaren motorischen Schwächen unterstützt und gefördert werden. Am besten in der Schule, denn hier werden alle Kinder erreicht. Genau hier setzt das Projekt "Sportschuhbande" - eine theoriegeleitet entwickelte und wissenschaftlich begleitete Bewegungs- und Sportförderung in Karlsruher Grundschulen - der PHKA an. Denn an aktuellen Konzepten für den schulischen Förderunterricht mit Bezug auf Bewegung, Spiel und Sport mangelt es. Verantwortlich für das Projekt sind V.-Prof. Dr. Anke Hanssen-Doose und Caroline Handtmann, Grundschullehrkraft an der Hardtschule Karlsruhe.

Links ist eine zwinkernde gelbe Sonne mit blauen, roten und gelben Strahlen zusehen, rechts steht in zwei Zeilen "Karlsruher Mathesommer"
© PHKA

Karlsruher Mathesommer

Seit September 2021 veranstaltet unsere Beratungsstelle Rechenstörungen in der letzten Sommerferienwoche eine Sommerschule für Grundschulkinder mit Rechenschwierigkeiten, den „Karlsruher Mathe Sommer“. Das kostenfreie Angebot für Kinder, die in die zweite, dritte oder vierte Klasse kommen, arbeitet mit ihnen Lerndefizite auf und unterstützt sie, ein positiveres Selbstbild zur Mathematik zu entwickeln. Das Projekt organisiert Prof. Dr. Sebastian Wartha, Leiter der Beratungsstelle Rechenstörungen und Landeslehrpreisträger 2021. Der nächste  Karlsruher Mathe Sommers, der wieder finanziell von der Vector Stiftung unterstützt wird, findet im September 2026 statt.

eine Schülerin und ein Schüler beschäftigen sich im Lernbüro Mathematik des Projekts ProNaMU selbstständig mit den verschiedenen haptischen, analogen und digitalen Materialien
PHKA / Mutfried Hartmann

ProNaMU – Ein Mathematik-Projekt

Das gemeinsame Projekt „Professionell Nachhaltig Mathematik Unterrichten“ (ProNaMU) von Pädagogischer Hochschule Karlsruhe (PHKA) und der prämierten Eichendorffschule Erlangen implementiert ein Konzept eines nachhaltigen Mathematikunterrichts in den Klassenstufen 7, 8 und 9. Neben der Erstellung der Materialien im gemeinsamen Dialog zwischen Hochschule und Schule zeichnet die Entwicklung der Lernbegleitung in der Praxis das Konzept aus. Prof. Dr. Mutfried Hartmann (PHKA)  und Studienrätin Petra Richter können für Hospitationen, Vorträge oder Workshops zum Konzept und dessen Umsetzung angefragt werden. 

Gruppenbild von Preisträgern und Jury bei der Projektauswahl des Seminars Social Entrepreneurship
© PHKA

Social Entrepreneurship

Studierende der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe entwickeln im Rahmen des Projektseminars „Social Entrepreneurship“ von Prof. Dr. Claudia Wiepcke am Institut für Ökonomie und ihre Didaktik in jedem Sommersemester soziale Geschäftsideen für Karlsruhe. Seit 2019 entstehen so konkrete Prototypen für regionale Partner. Es gibt hier eine enge Zusammenarbeit mit dem Sozialdezernat der Stadt wie auch mit kulturellen und sozialen Einrichtungen. Ziel ist es, zukünftige Lehrkräfte zu Multiplikatoren einer handlungs- und projektorientierten Gründungserziehung an Schulen zu machen und sie für das Thema unternehmerische Selbständigkeit zu sensibilisieren. 

Frühere und abgeschlossene Projekte


	Es hängen drei leuchtende Glühbirnen nebeneinander, darunter der Schriftzug ccPENDL
© Projekt ccPENDL

ccPENDL: Projekt zum Einsatz digitaler Lernverlaufsdiagnostik

Bis 2025 untersuchten Dr. Sarah Bez und Prof. Dr. Samuel Merk für drei Jahre in einem Kooperationsprojekt mit Prof. Dr. Karina Karst und Dr. Mădălina Paizan von der  Universität Mannheim , welche Effekte eine individuelle Leseförderung auf die Lesekompetenzen von Schüler:innen mit Förderbedarf im Lesen hat. Nun wurde das Drittmittelprojekt „Campus-Community-Partnerschaften zum Einsatz digitaler Lernverlaufsdiagnostik“ (ccPENDL)  erfolgreich abgeschlossen. Erste Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung deuten darauf hin, dass die Leseförderung einen positiven Effekt auf die Lesekompetenzen der teilnehmenden Schüler:innen hatte. Neben der Publikation der Ergebnisse werden alle Materialien des Projekts als Open Educational Resources zur Verfügung gestellt. Das Projekt wurde von der Robert-Bosch-Stiftung gefördert.

Vor einem Schulgebäude sitzen uns stehen Kinder in vier Reihen und heben jubelnd die Hände
© Kiwanis Club Bruchsal

Kiwanis Sommerschule

Bis 2024 gab es über viele Jahre jedes Jahr in den großen Ferien die für drei Wochen angebotene Kiwanis Sommerschule, gemeinsames Projekt des  Kiwanis-Clubs Bruchsal und der PHKA. Unter der Anleitung von Dr. Nicole Bachor-Pfeff entwickelten Studierende differenzierende Materialien und Methoden, die in einem eigens erarbeiteten Kurskonzept ein- und umgesetzt wurden. Jedes Jahr stand eine neue Lektüre im Mittelpunkt. Ziel des Projekts war es, Kinder der Klassen 1-5 in ihrer Sprachkompetenz, ihren Lese- und Schreibkompetenzfähigkeiten, aber auch ihrer literarischen Kompetenz zu unterstützen und zu fördern. Der Höhepunkt war jedes Jahr die Aufführung eines Theaterstücks zum Inhalt der Lektüre durch die Kinder vor ihren Eltern und weiteren Gästen.

Eine helle Holzkiste mit Materialien zur Mathematikförderung wie Eierschachteln, daneben ein weißer Sack gefüllt mit Plastikeiern
Johanna Zöllner / MiniMa / PHKA

MiniMa als Wegbereiter

Während der Corona-Pandemie mussten die Besuche von Kindergruppen mit ihren Lernbegleitungen in die MachMitWerkstatt MiniMa entfallen. Damit fehlte ein besonderes Angebot, das hilft den Übergang in die Grundschule vorzubereiten. Das Projekt „MiniMa als Wegbereiter“ von Prof. Dr. Christiane Benz brachte im Frühsommer 2021 elementardidaktische Forschung und bewährte Umsetzungsideen aus der PHKA direkt in die Einrichtungen. Neben einem Online-Workshop für die pädagogischen Fachkräfte gab es für die beteiligten Kitas Materialkisten und Anleitungen für konkrete Spielideen zur gezielten mathematischen Förderung. So konnte die Zeit bis zum Schuleintritt optimal genutzt und verlorene Bildungschancen nachgeholt werden.

Aktualisiert am 30. März 2026 von Zentrale Webredaktion