eine Hand ist dabei, auf einen automatischen Türöffner eines barrierefreien Eingangs zu drücken

Studieren mit Behinderung und chronischen Krankheiten


Ein Studium mit Behinderung oder chronischer Krankheit zu absolvieren ist eine besondere Herausforderung. Wir sind bestrebt, barrierefreie Rahmenbedingungen an unserer Hochschule sicherzustellen und diese dort, wo es noch Verbesserungsbedarf gibt, zu schaffen.

Die Hochschule hat eine beauftragte Person für Studierende mit Behinderungen und chronischen Krankheiten (kurz: StuBecK) benannt. Sie ist Ihre Ansprechperson bei studienbezogenen, behinderungsspezifischen Fragen, insbesondere hinsichtlich Barrierefreiheit und Nachteilsausgleich. Die Ansprechperson unterstützt Sie vertraulich, gibt Empfehlungen und hilft dabei, individuelle Lösungen zu finden.

Wenn Sie studieren oder ein Studium aufnehmen möchten und Fragen zu Ihrer Beeinträchtigung im Hochschulalltag haben, können Sie sich jederzeit an die StuBecK-Ansprechperson wenden.

Scheuen Sie sich nicht, frühzeitig mit mir Kontakt aufzunehmen. Dann kann ich mit Ihnen gemeinsam nach Lösungen suchen, wie wir Ihnen ein möglichst reibungsloses Studium ermöglichen können.

Dr. Rainer Neumann Beauftragter für Studierende mit Behinderungen und chronischen Krankheiten

Zum Jahreswechsel 2024 haben wir an der Hochschule eine Umfrage durchgeführt, um Studium und Arbeitsbedingungen für Studierende mit Behinderungen und chronischen Krankheiten weiter zu verbessern. Erste Maßnahmen daraus haben wir bereits umgesetzt. Unter anderem stellen wir uns bei der Begrüßung der Erstsemesterstudierenden persönlich vor, um mögliche Hürden bei der Kontaktaufnahme abzubauen. Zudem nehmen wir an den Diversitätsstrategietreffen gemeinsam mit dem Rektorat sowie an den Fachtagungen der Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS) des Deutschen Studierenden Werks (DSW) teil.

Anerkannte Behinderungen und chronische Krankheiten


  • Mobilitätsbeeinträchtigungen,
  • Sehbeeinträchtigungen,
  • Hörbeeinträchtigungen,
  • Sprechbeeinträchtigungen,
  • Psychischen Erkrankungen (zum Beispiel Essstörungen, Depressionen),
  • Chronischen Krankheiten (zum Beispiel Rheuma, Morbus Crohn oder Diabetes),
  • Legasthenie und andere Teilleistungsstörungen sowie
  • Autismus Spektrum Störungen.

Der Nachteilsausgleich


Nachteilsausgleiche sind ein wichtiges Instrument, um chancengleiche Teilhabe im Studium herzustellen und Diskriminierungen zu vermeiden. Gemäß § 209 SGB IX handelt es sich dabei um "Hilfen für behinderte Menschen zum Ausgleich behinderungsbedingter Nachteile oder Mehraufwendungen".

Mögliche Nachteilsausgleiche im Studium können sein:

  • Lockerung der Anwesenheitspflicht, abhängig von der jeweiligen Lehrveranstaltung,
  • Berücksichtigung körperlicher Einschränkungen bei der Raumplanung (Verlegung von Vorlesungen in gut erreichbare Räume),
  • Nutzung von Hilfsmitteln wie zum Beispiel Prüfungen am Computer zu schreiben,
  • abweichende Regelungen zu Fristen, wie zum Beispiel der Orientierungsprüfung und
  • individueller Studienverlaufsplan.

Individuelle Prüfung

Die StuBecK-Ansprechperson ist (nur) in beratender Funktion tätig. Einen Nachteilsausgleich reichen Sie beim Prüfungsamt der Hochschule ein. Dort wird er immer individuell geprüft. Die Grundlage bilden detaillierte ärztliche Gutachten, aus denen klar hervorgeht, welche Einschränkungen bei Ihnen bestehen und wie sich diese auf die Prüfungssituation auswirken. Allgemeine Atteste ohne spezifische Begründung reichen dazu nicht aus.

  • Informationen der Hochschule zum Nachteilsausgleich

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Weiterführende Inhalte und Hinweise


  • Wie studiert Deutschland? Alle vier Jahre erhebt das Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) gemeinsam mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung ein umfassendes Bild vom Alltag, Studium sowie der sozialen und wirtschaftlichen Lage der Studierenden in ganz Deutschland. Ein besonderer Fokus lag zuletzt wieder auf der "best – Studieren mit einer gesundheitlichen Beeinträchtigung"-Erhebung. Hier werden spezifische Erfahrungen, Herausforderungen und Unterstützungsbedarfe sichtbar gemacht. So können Studienbedingungen gezielt verbessert werden.
  • Das Reallabor Barrierefreiheit am KIT untersucht im Rahmen einer Interviewstudie die Erfahrungen und Erlebnisse von Menschen mit Behinderung im Museum in Kooperation mit dem Naturkundemuseum Karlsruhe. 
  • Mit der deutschlandweite best3 Befragung von Studierenden liegt ein Vergleich der Situation von Studierenden mit und ohne studienerschwerende Beeinträchtigung vor. Hier finden Sie die Ergebnisse
  • EnableMe.de ist ein deutschsprachiges Portal für Menschen mit Behinderung oder chronischer Krankheit und ihr Umfeld. Im kostenlosen Angebot finden Sie zahlreiche Artikel und Erfahrungsberichte zum Studium und Beruf.  Es wird unter anderem ein Online-Mentoring angeboten oder Diskussionsforen von Peer zu Peer und mit Expert:innen über ein Studium mit Behinderung. Das Ziel ist, mit Informationen, Austauschmöglichkeiten und verschiedenen Angeboten im alltäglichen Leben zu unterstützen.
  • Als Studierende:r mit Behinderung oder chronischer Erkrankung können auf der Plattform barrierrfrei-studieren.de passende Förderung für Ihr Studium finden. Unter 6.800 Förderungen werden automatisch individuell passende Fördermöglichkeiten ausgewertet.

Wir sind StuBecK


Dr. Rainer Neumann
Interessenvertretung | Beauftragter für Studierende mit Behinderungen und chronischen Krankheiten

Organisation

Pädagogische Hochschule Karlsruhe

Erreichbarkeit

Nach Vereinbarung

Nikas Prinz
Studieren mit Behinderung und chronischen Krankheiten | Studentische Hilfskraft

Extern

Organisation

Pädagogische Hochschule Karlsruhe

Aktualisiert am 30. März 2026 von Zentrale Webredaktion