Ökologischer Lehr-Lerngarten
Für den Freilandunterricht steht an unserer Hochschule der Ökologischen Lehr-Lerngarten (ÖLLG) zur Verfügung. Er ist ein integraler Bestandteil der Hochschullehre im Fach Biologie und dient hier als authentischer Ort für Lehrveranstaltungen. Je nach Ziel der Veranstaltung übernimmt der ÖLLG eine andere Funktion, beispielsweise als Erfahrungsraum, Bildungs- oder Ertragsgarten. Der Garten ist auch für Besucher:innen geöffnet.
Der ÖLLG im Porträt
Gegründet wurde der Ökologische Lehr-Lerngarten 1985 und durch einen Umzug 2009 an den jetzigen Standort am Adenauerring auf eine Fläche von 9000 m2 vergrößert. Nach dem Naturräumekonzept von Trommer (1994) wurden drei Bereiche realisiert: Stadtnatur, mit dem Leitbild “Tu was(!)”, Kulturlandschaft mit dem Leitbild “Pflege(!)” und Wildnis mit dem Leitbild “Tu nicht(!)”.
Öffnungszeiten und Gartenordnung
Winterpause
Unser ÖLLG ist in der Winterpause. Wir freuen uns, Sie im Frühjahr wieder begrüßen zu dürfen!
Der ÖLLG ist für die Öffentlichkeit zu folgenden Zeiten geöffnet:
- April bis Juli: montags von 8:00 bis 13:00 Uhr
- August bis September: montags 8.00 bis 12:00 Uhr
Der ÖLLG ist ein Campusgarten, der zur Ausbildung von Studierenden angelegt und mit ihnen gestaltet ist.
Wir bitten Besucher:innen, auf die laufenden Lehrveranstaltungen Rücksicht zu nehmen.
Es gilt unsere Gartenordnung.
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Gartenordnung des ÖLLG
- Dateityp/-größe
- .pdf / 118 KB
Der Weg zum ÖLLG
Mit dem Fahrrad oder zu Fuß: von der Pädagogischen Hochschule über die Moltkestraße Richtung Schloss, geradeaus durch den Schlosspark zum Adenauerring (Ost), dann circa 180 Meter nach links (Ampel), von dort in die Stichstraße rechts abbiegen.
Mit ÖPNV: Haltestelle Durlacher Tor, von dort zu Fuß dem Adenauerring etwa 500 Meter nach Norden folgen. Die Straße "Am Fasanengarten“ überqueren und nach weiteren 180 Metern (entlang des Lerngartens) nach rechts (Ampel) in die Stichstraße einbiegen.
Mit dem Auto: Zufahrt über den Adenauerring, Parkmöglichkeit auf dem Waldparkplatz des KIT, Campus Süd. Suchadresse für Navigationsgeräte: Waldparkplatz, Adenauerring 20, 76131 Karlsruhe.
Plan und Konzeption
| Gestalterisches Konzept | Von der Stadtnatur (teilversiegelt, gebaute Einzelelemente) über die naturnahe Gestaltung (Nutz-, Sinnesgarten) bis zur “Wildnis” (Biotop- und Sukzessionsflächen). |
|---|---|
| Didaktisches Konzept | Gemeinsame Gestaltung, Pflege und Weiterentwicklung des Gartens durch Studierende und Lehrende, Verbindung gärtnerisch-praktischer Arbeit mit fachlichen und didaktischen Inhalten. |
| Elemente des ÖLLG | Hochbeete, Kompost, Wildsträucher mit essbaren Früchten, Kräuterspirale, Kräutergarten, Schnitthecken, Steinbackofen, Nutzpflanzenbeete, Staudenrabatten, Gewächshaus, Gerätehaus, Spindel-Obstbäume, Sinnesgarten, Ziergehölze, Schaubeete für nutzbare Wildpflanzen, Streuobstwiese, Trockenbiotop, Teich, Bachlauf, Staudenhügel, Landschaftshecken, mitteleuropäischer Laubwald mit heimischen Frühblühern, Nisthilfen, Honigbienen, Gartenhaus mit Lehr-Lernmaterialien, Unterrichtsplatz im Freien (Pergola). |
| Kooperationen | Landesarbeitsgemeinschaft Schulgarten Baden-Württembarg (LAGS), Bundesarbeitsgemeinschaft Schulgarten (BAGS), Stadt Karlsruhe (Gartenbauamt), Botanischer Garten des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), Pädagogische Hochschulen Heidelberg und Weingarten. |
| Auszeichnungen | Hochschullehrpreis der PH Karlsruhe 2017 (Team des ÖLLG), UN-Dekadeprojekt für Biologische Vielfalt 2016 und 2018, Natur im Garten Plakette 2023. |
Studium und Lehre
Der ÖLLG ist eine Einrichtung des Instituts für Biologie und Schulgartenentwicklung. Wir bieten darin Lehrveranstaltungen im Rahmen der Lehramtsstudiengänge für das Studienfach Biologie, aber auch für andere Studienfächer an.
Studierende lernen hier durch eigene Erfahrungen und Anschauung. Sie gestalten, säen, pflegen und ernten unter Begleitung der Lehrenden. Im praktischen Tun entstehen Interesse für die biologische Vielfalt sowie Fragen zu beobachtbaren Phänomenen. Im Verlauf eines Gartenjahres lernen die Teilnehmer:innen, wie man nachhaltig gärtnert, wie Schul- und andere Lerngärten gestaltet, organisiert und in den Unterricht sinnvoll integriert werden können.
Die Projekte finden regelmäßig im Sommersemester statt. Da das Gartenjahr sich nicht genau mit den Semesterzeiten synchronisieren lässt, finden bereits ab Ende Januar bis November Termine statt, an denen die Studierenden des jeweiligen Sommersemesters teilnehmen. Auf diese Weise erleben die Teilnehmer:innen ein ganzes Gartenjahr mit seinen saisonalen Aspekten.
Das Team
Leitung
Organisation
Pädagogische Hochschule Karlsruhe
Gebäude
2
Raum
B207
Telefon
Erreichbarkeit
Nach Vereinbarung
Lehrende und gärtnerisches/ technisches Personal
Organisation
Pädagogische Hochschule Karlsruhe
Gebäude
2
Raum
B209
Telefon
Erreichbarkeit
Sprechstunde: Vereinbarung per Mail oder Anmeldung über StudIP
Organisation
Pädagogische Hochschule Karlsruhe
Gebäude
2
Raum
B201
Telefon
Erreichbarkeit
Nach Vereinbarung
Organisation
Pädagogische Hochschule Karlsruhe
Erreichbarkeit
Nach Vereinbarung
Organisation
Pädagogische Hochschule Karlsruhe
Gebäude
2
Raum
A305
Telefon
Erreichbarkeit
Nach Vereinbarung
Publikationen
zu Schulgarten aus dem Institut
Benkowitz, D. (2023): Schulgärten als Lernorte für BNE- Chance und Grenzen. In Lang-Wojtasik, G., König, S. (Hrsg.) Große Transformation und Bildung für Nachhaltige Entwicklung. Weingartener Dialog über Forschung 6. Ulm: Klemm & Oelschläger, 101-114.
Benkowitz, D. , Retzlaff-Fürst, C .(Hrsg.)(2023). Der Schulgarten als Lernort für BNE. Unterricht Biologie 483
Benkowitz, D., Retzlaff-Fürst, C. (Hrsg.) (2023). Nachhaltigkeit im Schulgarten. Unterricht Biologie Kompakt 484
Hellinger, F., Benkowitz, D., Lindemann-Matthies,P. (2022): Do Radishes and Carrots Grow in a Bunch? Students’ Knowledge about the Growth of Food Plants and Their Ideas of a School Garden Design. Education Science 2022, 12(5), 299; https://doi.org/10.3390/educsci12050299
Benkowitz, D., Köhler, K. (2019). Lernen im Schulgarten - Werden vorhandene Potentiale genutzt? http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:751-opus4-1855
Lindemann-Matthies, P., Köhler, K. (2019).Naturalized versus traditional school grounds: which elements do students prefer and for what reasons? Urban Forestry & Urban Greening, Vol. 46.
Benkowitz, D., Schulz, S., Lindemann-Matthies, P. (2018). The Impact of Gardening Experiences on Children’s Intake of Vegetables. Journal of Health, Environment and Education (11), 1-5. https://doi.org/10.18455/19001
Wenzel, D., Benkowitz, D., Köhler, K., Lehnert, H.-J. (2017): Schulgarten und Slow Mobil: Planung, Durchführung und Evaluation eines Projekts zum Thema gesunde Ernährung. In: GDSU-Journal 7(7): S. 93 – 103. http://www.gdsu.de/gdsu/wp-content/uploads/2017/10/7_Wenzel-Benkowitz-Köhler-Lehnert.pdf
Lehnert, H.-J., Köhler, K., Benkowitz, D. (2016): Schulgärten anlegen, pflegen, nutzen. Ulmer, Stuttgart.
Benkowitz, D., Köhler, K. (2016): Naturzugänge vor der Schulhaustür. Schulgärten bieten viele Benefits in Sachen Naturerfahrung. In: Green Care 3 (2): 14-16.
Benkowitz, D. (2014): Wirkung von Schulgartenerfahrung auf die Wahrnehmung pflanzlicher Biodiversität durch Grundschulkinder. Schneider Hohengehren, Baltmannsweiler.
Köhler, K., Benkowitz, D. (2014): Supporting Awareness of Urban Biodiversity: School Garden, Schoolyard and School Surrounding. In: Kabisch, N., Larondelle, N., Reeve, N., Artmann, M. (eds.): Human-Environmental Interactions in Cities. Cambridge Scholars Publishing, Newcastle upon Tyne, UK: 100-114.
Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Ministerium für Kultus, Jugend und Sport (Hrsg.) (2012): Umwelterziehung und Nachhaltigkeit. Fächerverbindendes Arbeiten im Schulgarten. Heft 1. MLR/MKS, Stuttgart. https://mlr.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/m-mlr/intern/dateien/publikationen/Bro_Umwelterziehung_Heft1.pdf
Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Ministerium für Kultus, Jugend und Sport (Hrsg.)(2012): Umwelterziehung und Nachhaltigkeit. Fächerverbindendes Arbeiten im Schulgarten. Heft 2. MLR/MKS, Stuttgart. https://mlr.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/m-mlr/intern/dateien/publikationen/Bro_Umwelterziehung_Heft2.pdf
Aktualisiert am 30. März 2026 von Dorothee Benkowitz