Forschungs- und Schulentwicklungsprojekt

Leistung macht Schule (LemaS)

Förderung (potenziell) leistungsstarker Schülerinnen und Schüler

Mit "Leistung macht Schule" läuft derzeit in Deutschland ein Bildungsprojekt mit Leuchtturm-Charakter. Die Signalwirkung schlägt sich in der engen Zusammenarbeit für das gemeinsame Vorhaben von Bildungspolitik, schulischer Praxis und Wissenschaft nieder. Das Ziel: Die Förderung (potenziell) leistungsstarker Schülerinnen und Schüler durch Schul- und Unterrichtsentwicklung.

Das Projekt "Leistung macht Schule" ist eingebettet in eine auf zehn Jahre angelegte gemeinsame Initiative von Bund und Ländern. Der interdisziplinäre Forschungsverbund LemaS, bestehend aus 16 Universitäten und der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe, übernimmt die wissenschaftliche Begleitung und Gesamtkoordination des Forschungs- und Entwicklungsprogramms der ersten Förderphase (2018-2022). Ziel ist es, eine Veränderung der Haltung zu Leistung und Leistungsförderung zu erreichen, die auf einer ressourcen- und potenzialorientierten Sicht auf die Lernenden basiert sowie Leistungspotenziale und -stärken als Komponenten von Diversität auffasst. Es geht um die Förderung sowohl von Schülerinnen und Schülern, die bereits besonders gute Leistungen zeigen als auch von Schülerinnen und Schülern, deren Leistungspotenzial, Fähigkeiten und Fertigkeiten erst erkannt und durch gezielte Förderung entfaltet werden sollen.

LemaS auf einen Blick
  • LemaS steht für das bundesweite, vom BMBF geförderte Forschungs- und Schulentwicklungsprojekt „Leistung macht Schule“
  • Bund und Länder wählten zur Umsetzung von 22 Teilprojekten an bundesweit 300 Schulen aller Schulformen den Forschungsverbund LemaS aus.
  • Der Forschungsverbund  LemaS setzt sich aus 28 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und ihren 60 Mitarbeitenden von 16 Universitäten und Hochschulen zusammen
  • Leitende Forschungsfrage: Wie müssen evidenzbasierte Konzepte für eine leistungsförderliche Schul- und Unterrichtsentwicklung gestaltet sein?

Der Forschungsverbund LemaS ist modular strukturiert und besteht aus 22 inhaltlichen sowie zwei übergreifenden Teilprojekten zur theorie- und evidenzbasierten Optimierung der schulischen Entwicklungsmöglichkeiten leistungsstarker und potenziell leistungsfähiger Schülerinnen und Schüler. Diese 22 Teilprojekte verteilen sich auf die beiden obligatorischen Kernmodule „Entwicklung eines schulischen Leitbilds mit Ausrichtung auf eine leistungsfördernde Schulentwicklung und Aufbau einer kooperativen Netzwerkstruktur“ (KM 1) und „Fordern und Fördern im Regelunterricht“ (KM 2), für die der Forschungsverbund LemaS die wissenschaftliche Begleitung übernommen hat. Daneben fördert die Bund-Länder-Initiative „Leistung macht Schule“ weitere Projekte in dem fakultativen Modul 3 „Diagnose und Beratung“ sowie dem fakultativen Modul 4 „Fordern und Fördern außerhalb des Regelunterrichts“. 

Alle Schülerinnen und Schüler mit ihren unterschiedlichen Ausgangslagen sollen in ihren individuellen Begabungen gefördert werden, um als Akteure ihr eigenes Leben gestalten und Verantwortung in der Gesellschaft übernehmen zu können. Hierfür werden im Projekt auf den zentralen Schulentwicklungsebenen (Organisations-, Personal- und Unterrichtsentwicklung) evidenzbasierte Konzepte und Prozesse initiiert und evaluiert.  Ziel ist es, die Förderung leistungsstarker und potenziell leistungsfähiger Schülerinnen und Schüler als selbstverständlichen Teil von Schule und Unterricht umfassend zu etablieren.

Kernmodul 1 von LemaS richtet sich auf die Schwerpunkte „Entwicklung eines schulischen Leitbilds mit Ausrichtung auf eine leistungsfördernde Schulentwicklung und Aufbau einer kooperativen Netzwerkstruktur“ sowie „Übergänge zwischen den Schularten mit einem Fokus auf dem MINT-Bereich“.  Zentral für Kernmodul 2 „Fordern und Fördern im Regelunterricht“ ist die theoriebasierte Erarbeitung praxistauglicher fachdidaktischer und fachübergreifender Konzepte zur individuellen diagnosebasierten Förderung, die Erarbeitung von komplexen Aufgabenformaten und von differenzierenden Lehr-, Lernangeboten. Beide Kernmodule verfolgen teilprojektübergreifend die Etablierung eines mehrdimensionalen, entwicklungsbezogenen Leistungsbegriffs, der die Persönlichkeitsbildung und den Lebenskontext der Schülerinnen und Schüler zusätzlich zu den schulbezogenen Leistungen mit einschließt und der Grundlage für die Weiterentwicklung und Veränderung von Schule und Unterricht ist. Die Weiterprofessionalisierung von Lehrpersonen in Bezug auf eine  potenzial- und fähigkeitsdifferenzierte Lehre ist ebenso inhalticher Bestandteil aller LemaS-Teilprojekte. 

 

 

Band 1: Leistung macht Schule.

Neuerscheinung: Der erste Band des Forschungsverbunds LemaS "Leistung macht Schule. Förderung leistungsstarker und potenziell besonders leistungsfähiger Schülerinnen und Schüler" in eigener Reihe mit Kapiteln aller 22 Teilprojekte: Die Beiträge zeigen die enge transdisziplinäre Verknüpfung aktueller theoretischer Ansätze und empirischer Erkenntnisse zur Leistungs- und Begabungsförderung im engen Dialog mit der Praxis an den LemaS-Schulen. Beteiligt sind Erziehungswissenschaft, empirische Bildungsforschung, Pädagogische Psychologie und ausgewählte Fachdidaktiken (MINT, Deutsch und Englisch) aus 16 Universitären und Hoschulen bundesweit.

LemaS an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe

Das Team der LemaS-Verbundkoordination

Prof. Dr. Gabriele Weigand ist die Gesamtkoordinatorin des interdisziplinären Forschungsverbunds LemaS. Sie übernhimmt zentrale Aufgaben der Projektkoordination und -steuerung. An der pädagogischen Hochschule Karlsruhe wird sie von einem Team (wissenschaftlicher) Mitarbeitender unterstützt. Aufgabenschwerpunkte liegen in Bereichen der Digitalisierung, Methodenberatung und Erhebung, Kommunikation und Organisation, Finanzierung, Personal- und Gremienarbeit. 

Forschungsschwerpunkt: Leistungsförderliche Schulentwicklung und Netzwerkbildung

Am Institut für Allgemeine und Historische Erziehungswissenschaft arbeitet die Forschungsgruppe um Prof. Dr. Gabriele Weigand in Zusammenarbeit mit drei weiteren Universitäten (Humboldt-Universität Berlin; Universität Rostock, Universität Paderborn) in zwei Teilprojekten mit 90 Schulen schwerpunktmäßig im Feld der Schulentwicklung. In LemaS-Teilprojekt 1 geht es um die Entwicklung eines schulischen Leitbildes mit Ausrichtung auf eine begabungs- und leistungsfördernde Schulentwicklung und  in LemaS-Teilprojekt 2 um den Auf- und Ausbau einer kooperativen Netzwerkstruktur. 

Adaptive Formate sprachlich-literarischer Förderung

Am Institut für deutsche Sprache und Literatur sind die LemaS-Teilprojekte 15 und 17 angesiedelt. Darin geht es um leistungsförderliche Unterrichtsentwicklung  durch adaptive Formare sprachlich-literarischer Förderung. PD Dr. Beate Laudenberg konzeptioniert und testet mit ihrer wissenschaftlichen Mitarbeiterin an 14 Schulen Unterrichtsentwicklungen mit Fokus auf das „Literarische Schreiben“ (Teilprojekt 15). In Zusammenarbeit mit 11 weiteren Schulen erarbeitet Prof. Dr. Carmen Spiegel mit ihrer  wissenschaftlichen Mitarbeiterin unterrichtliche Konzepte und Materialien zur Begünstigung von adaptiven Formaten im Bereich „Sprachlich-rhetorische Kommunikation/Argumentation“(Teilprojekt 17).

LemaS im Detail

Leitung

Professorin für Allgemeine Erziehungswissenschaft
Koordinatorin des Forschungsverbunds "Leistung macht Schule" (LemaS)

Koordinationsteam

Teilprojekt 1 & 2

Teilprojekt 15

Teilprojekt 17

Sprechstunde vorlesungsfreie Zeit; Mittwoch: 12.08.2020, 16.09., 14.10., 10:00-11:00 Uhr; in stud.ip 'Spiegel Sprechstunde', Meeting (BBB), per Mail anmelden
Telefonsprechstunde im Sommersemester 2020: dienstags 14:00 – 15:00 Uhr u. n. V. (Anmeldung per E-Mail)

Sprechstunden in der vorlesungsfreien Zeit: 04.08., 11.08., 08.09., 22.09. und 29.09.; jeweils dienstags 14:00 – 15:00 Uhr (Anmeldung per E-Mail)
Letzte Änderung: 03.08.2020