Institut für Transdisziplinäre Sozialwissenschaft

Transdisziplinäre Sozialwissenschaft - das ist für uns mehr als die Addition unserer Fachdisziplinen. Wir analysieren komplexe Problemstellungen sowie historische, räumliche und soziale Prozesse in der Zusammenschau.

Forschung

Das Institut widmet sich der Forschung in Geographie, Geschichte und Soziologie sowie deren transdisziplinärer Ausrichtung, im Hinblick auf Bereiche wie Migration, Gender, Diversity (kulturelle und sprachliche Vielfalt), Methodologie, Mediendidaktik und Didaktik der Sozialwissenschaften.

Forschungsprojekte

CultureShake ist ein transnationales Projekt zu Bildung und Mehrsprachigkeit.

Das Habilitationsprojekt analysiert die Mehrdimensionalität der Wanderungsbewegungen in einem transnationalen Raum, macht die Ursachen dieser Bewegungen ausfindig und typologisiert sie sozialwissenschaftlich. Ein weiteres Ziel der Studie ist es, den Zusammenhang zwischen den biografischen und den sozialen Dimensionen herauszuarbeiten, die zum einen die Wanderungspfade und zum anderen die individuellen Wanderungsbilanzen in einem transnationalen Raum bestimmen. Ferner fokussiert die Habilitation auf die Frage, inwieweit die Veränderungen der Makrobedingungen und der normativen Grundlagen der gesamteuropäischen und der deutschen Migrationspolitik die Praxis der Wanderungsbewegungen einerseits und die sozialwissenschaftlichen Definitionen des Begriffs „Migration“ andererseits beeinflussen. In der Studie werden die Thesen der gegenseitigen Bedingtheit und Verwobenheit des makropolitischen Rahmens, der Migrationspfade und der wissenschaftlichen Kategorisierungsapparate zur Diskussion gestellt.

Die Habilitationsstudie wird auf drei Analyseebenen durchgeführt: 1. der Ebene der Wanderungsbewegungen (Migration, Mobilität, Transmigration) nach Deutschland; 2. der Rückwanderung (Remigration, Mobilität, Transmigration) nach Bulgarien und 3. der reflexiven Metaanalyse des Kategorisierungsapparates der Migrationsforschung selbst. Neben der deskriptiven Aufgabe, die auf die Motive der Migration und auf die Lebensgestaltung fokussiert, spielt auch die analytische Aufgabe der Rekonstruktion subjektiver Wahrnehmungen der Wanderungsprozesse eine wichtige Rolle. Der Studie liegt ein qualitativer Methodenmix zugrunde.

Aus dem Nachlass der Lehrerin Febronie Rommel (1853 – 1927) ergeben sich viele neue und bisher kaum erforschte Themen über das Leben der Lehrerinnen Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts. Unzählige schriftliche Quellen (u.a. Briefe, Zeugnisse, Zeitungsartikel, ein Tagebuch über den Ersten Weltkrieg sowie die Protokollbücher des Allgemeinen Deutschen Lehrerinnen Vereins) werfen neue Forschungsfragen auf und zeigen bisher unbekannte und unbearbeitete Perspektiven.

Das Forschungsprojekt untersucht an ausgewählten Ego-Dokumenten und Selbstzeugnissen deren Beitrag zur Geschichtssschreibung und zum reflektierten Geschichtsbewusstsein.

Bearbeiter: Prof. Dr. Frank Meier / Vanessa Hadeball / Christoph Strobel

Bisher erschienen:

Theodor Andresen/Frank Meier, Nikolaus Andresen (1884- 1915) und seine Zeit. Eine historische Biographie, BoD Noderstedt 2018 (Printausgabe und E-Book).

Silent enim leges inter arma (sinngemäß: „Denn unter den Waffen schweigen die Gesetze“) sagte der römische Staatsmann Cicero im Jahre 52 v. Chr., um den Bruch kodifizierter Gesetze in Zeiten des Krieges zu begründen (Pro T. Anio Milone, 4,11).

Dieses Forschungsprojekt zeigt zunächst in einem Längsschnitt von der Spätantike bis zur Frühen Neuzeit die Herausbildung des herrschaftlichen bzw. staatlichen Gewaltmonopols, seine Ausprägungen und rechtshistorischen Grenzen auf und stellt sodann ausgewählte Beispiele für deren Negierung in Fehden und Kriegen vor. Der Schwerpunkt liegt auf dem Umgang mit den Opfern des Krieges: Geiseln, Gefangenen und Frauen. Denn während die normativen Quellen gut erforscht sind, ist das für die Opfer gewaltsamer Konflikte des Mittelalters weit weniger der Fall. In einem Quellenanhang werden einige normative Quellen und chronikalische Schilderungen von mittelalterlichen Konflikten gegenübergestellt, um die Diskrepanz zwischen Anspruch und Realität aufzuzeigen. 

Bearbeiter: Prof. Dr. Frank Meier

Das Lehrwerk INTRO Deutsch als Zweitsprache ist speziell für den DaZ-Unterricht in Sprachlernklassen konzipiert. Es richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I ohne oder mit geringen Deutschkenntnissen und führt sie innerhalb von einem Schuljahr zum Niveau B1 (GER). Mithilfe von INTRO Deutsch als Zweitsprache werden Seiteneinsteiger/innen ins deutsche Schulsystemoptimal für die Teilnahme am Regelunterricht der Sekundarstufe vorbereitet. Unter konsequenter Berücksichtigung der künftigen Schülerrolle wird ein fachorientierter Sprachunterricht verfolgt.

Das Lektüreseminar zählt zu den klassischen Formen universitärer Lehre – neben anderen Formaten auch der geographischen Hochschullehre. Allerdings erfährt Ersteres leider immer weniger Zuspruch auf Seiten der Studierenden sowie Dozierenden. Die Ursachen hierfür sind vielseitig: Beispielsweise übersteigen die Vor- und Nachbereitungszeiten den durchschnittlichen Umfang für beide Akteursgruppen. Des Weiteren stellt die originale Textbegegnung eine wesentlich größere Herausforderung als die didaktisierte Erfassung dar. Die aktualisierte Neuauflage dieses Formats wurde ausgehend von einer fachspezifischen Kultur unter Berücksichtigung aktueller, allgemeindidaktischer Ansätze an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe im Rahmen einer Seminarreihe umgesetzt. Aktuelle Ansätze der allgemeinen Didaktik finden sich beispielsweise im kooperativen Lernen nach Wahl (2006) wieder. Obwohl die Studierenden das Seminar positiv evaluierten, stellt dieses jedoch ein geladenes Spannungsverhältnis vielfältiger Einflussgrößen (bspw. methodische Herangehensweise, subjektive Theorien, Lebensweltbezug, Vorwissensaktivierung etc.) dar. Somit stellen sich zwei Fragen im betrachteten Forschungskontext: 1. Welche qualitätsprägenden Faktoren lassen sich im Rahmen eines Lektüreseminars in der Geographie aus Sicht der Studierenden und Lehrenden aufzeigen? 2. Wirken sich kooperative Lehr-Lern-Methoden (z.B. nach Wahl 2006) unterstützend auf den individuellen Lernprozess von GeographiestudentInnen in Bezug auf geographi(edidakti)schen Theorien aus? Ziel der Vorstudie ist es, die Bedeutung des Qualitätsbegriffs in der Hochschullehre im Kontext eines geographischen Lektüreseminars seitens der Studierenden und Lehrenden zu rekonstruieren. Dabei gilt es erstens die Rolle der kooperativen Lehr-Lern-Methoden (Wahl 2006) als Einflussgröße auf die Qualität der Lehre im Kontext eines geographischen Lektüreseminars hervorzustellen. Zweitens steht die allgemein umrahmende Frage nach den Bestimmungsfaktoren von Qualität in der Hochschullehre im Raum. Die Rekonstruktion fokussiert hierbei das Qualitätsverständnis von Lernenden und Lehrenden.

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Doktorandinnen und Doktoranden

Nora Ali (Betreuerin: Prof. Dr. Treibel-Illian)

Moritz Fink (Betreuerin: Prof. Dr. Treibel-Illian)

Lehre

Geschichte

Geographie

Soziologie

Die Soziologie ist eine Wissenschaft, die sich mit der Gesellschaft und den in ihr lebenden Individuen befasst. Sie gibt konkrete Einblicke in die Strukturen von Gesellschaften. Soziologie ermöglicht einen Perspektivenwechsel - sie hilft, soziale Abläufe in der Schule, in der Familie und in anderen Bereichen aus einem wissenschaftlichen Standpunkt zu betrachten, zu analysieren und zu verstehen.
Forschungs-und Lehrschwerpunkte der Soziologie an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe, vertreten durch Prof. Dr. Annette Treibel-Illian und PD Dr. Marina Liakova, sind Migration, Gender und soziale Ungleichheit. Mit diesen Themen ist die Soziologie im Rahmen der Bildungswissenschaften in den Bachelor- und Masterstudiengängen Lehramt Grundschule (inkl. Profilierung Europalehramt) sowie Lehramt Sekundarstufe I (inkl. Profilierung Europalehramt) und in den weiteren Bachelorstudiengängen Pädagogik der Kindheit,  Sport-Gesundheit-, Freizeitbildung sowie im Masterstudiengang Interkulturelle Bildung, Migration und Mehrsprachigkeit vertreten.

Personen

Sekretariat

Leitung

Professorin für Geographie
Sprechstunden (Anmeldung über Stud.IP)
in der VL-Zeit: Mittwoch 11.45 - 13.15 Uhr,
Präsenz oder Online als BBB-Meeting in der Stud.IP Veranstaltung Sprechstunde
in der VL-freien Zeit: Siehe Ankündigung in Stud.IP
Sprechstunden im SoSe 2022: Di, 17.30-18.30 nach vorheriger Anmeldung oder nur telefonisch unter 0170-7332284 (mit AB) - bitte geben Sie ggf. ihren Namen, eine Rückrufzeit und eine Telefonnummer an.
Sie finden mich auch auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Frank_Meier

Eigene Homepage: https://prof-dr-frank-meier.de/

weitere Mitarbeitende

Die Anmeldung zur Sprechstunde erfolgt über Stud.ip. Dort stehen weiterführende Informationen zur Verfügung.
Studiengangskoordinatorin Masterstudiengang Interkulturelle Bildung, Migration und Mehrsprachigkeit (IMM)
Sprechstunde: 13.9., 20.9., 4.10.2022, jeweils von 10:00-11:00 Uhr und n.V.

Sprechstunde im WiSe 22/23: Donnerstags 11:00-12:00 Uhr

Anmeldung im Stud.IP. Die Sprechstunde findet über Webex statt.


Neuere und Neuste Geschichte und ihr Didaktik
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Schwerpunkt:
Geschichtsdidaktik, Digitalisierung und historisches Lernen mit und über Medien

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Liebe Studierenden,
Ich biete dieses Semester zwei wöchentliche Sprechstunden an. Montags in Präsenz (IV/412) von 13:40-14:30Uhr für Unterschriften und ähnliche, kurze Termine (Anmeldung über StudIP). Donnerstags von 11:00-12:00Uhr biete ich eine Online-Sprechstunde mit längeren Terminen. Sie können mich über das PH interne WebEX in meinem virtuellen Sprechstundenzimmer erreichen. Bitte treffen Sie ebenfalls eine Terminvereinbarung über StudIP (Link: https://t1p.de/f35h)
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Sollten Sie auf der Suche nach einer Betreuung und Themen für Bachelor-&Masterarbeiten sein, so können Sie sich hier über mögliche Themen informieren, die ich gerne betreuen würde. Diese sind jedoch nur als Vorschlag zu verstehen und sie können diese Themen abwandeln oder eigene Themen vorschlagen (Link: https://trello.com/b/NNzYRpCd)
Sprechstunde WiSe 2021/22:
dienstags 14-15:30 Uhr
- präsent/ telefonisch/ online nach Absprache,
Voranmeldung in stud.ip nötig,
weitere Termine nach Vereinbarung



Sprechzeiten in der vorlesungsfreien Zeit des Sommersemesters 2022:

29. August (Montag) - 10:00-11:00 Uhr (nach Anmeldung per Mail)

26. September (Montag) - 10:00 - 11:00 Uhr (nach Anmeldung per Mail)

Alternative Termine nach Vereinbarung per E-Mail.

Das neueste Buch von PD Dr. Marina Liakova: Verhindert, verdeckt, unsichtbar: Migration und Mobilität aus Bulgarien nach Deutschland. Wiesbaden: Springer finden Sie unter: https://www.amazon.de/Verhindert-verdeckt-unsichtbar-Migration-Deutschland/dp/3658304561#ace-2129857889
Professorin für Neuere und Neueste Geschichte und ihre Didaktik
Bitte schauen Sie in Stud.IP und tragen Sie sich zu den entsprechenden Zeiten ein.
Sprechstunde SoSe22: Anfragen zu digitalen Sprechstunden bitte per Mail. Termine üblicherweise mittwochs.
Sprechstunden finden in Präsenz (4.413), telefonisch unter 0721-925-4628 oder über BBB statt. Bitte melden Sie sich über Stud.IP (Zugang über den Reiter 'Profil') an und tragen Sie dort unbedingt den gewählten 'Sprechstunden-Modus' und Ihr Anliegen ein.
wissenschaftliche Mitarbeiterin
Seit Januar 2022 befinde ich mich im Mutterschutz, an den sich nahtlos eine Elternzeit anschließen wird. Ich rufe meine Mails nur sporadisch ab, und bitte um Verständnis.

Assoziierte Mitglieder

Hans-Peter Kipfmüller
Johannes Ruckenbrod
Dr. Désirée Waterstradt

Lehrbeauftragte Geographie

Lehrbeauftragte Geschichte

Lehrbeauftragte Soziologie

Tutorinnen und Tutoren

Tabita Sabelmann (Soziologie)
Sophia Höfler (Geographie)
Aurelia Nicolamme (Geographie)
Leon Sperr (Geographie)
Rebecca Poppe (Geographie)
Lisa Vierneisel (Geographie) 
Vanessa Hadeball (Geschichte)
Jacqueline Meixner (Geschichte)
Xenon Rakas (Geschichte)
Tabea Rieker (Geschichte)

Letzte Änderung: 08.04.2022
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