In einem hellen Gruam der Brettener Gesamtschule sitzen Kinder im Kreis und diskutieren mit einem PH Studenten über Philosophie. auf der wand im Hintetrgrund ist schematisch ein Häuserzug mit dem Schriftzug "Paris" zu sehen.

Transferformate

Kooperation und der Austausch von Wissen und Ideen findet an unserer Hochschule in einer Reihe von (Transfer-)Formaten statt. Diese reichen vom Lehrprojekt über Lehr-Lern-Labore, dialogorientierter Wissenschaftskommunikation oder einer wissenschaftliche Begleitung bis zu einem - möglicherweise geförderten - längerfristigen Kooperationsprojekt. Das bietet uns und unseren Partnern die Zusammenarbeit und Suche nach gemeinsamen Lösungen und Innovationen in den unterschiedlichsten Bereichen und Ebenen.

Lehr- und Lernprojekte in den Studiengängen

In den Lehramtsstudiengängen ist durch die integrierten Praktika ein Transfer zwischen Hochschule und den Kooperationsschulen selbstverständlich. Gleichzeitig gibt es in allen Fächern Projekte mit außerschulischen Lernorten wie Museen, Theater oder Umweltorganisationen, wo gemeinsam mit diesen beispielsweise öffentlich zugängliches Unterrichtsmaterial entwickelt wird. Im Studienfach Ökonomische Bildung ist darüber hinaus das Format Social Entrepreneurship curricular verankert.

Die Verbindung von Forschung und deren praxisrelevanten Konkretisierungen im Masterstudiengang  Interkulturelle Bildung und Mehrsprachigkeit  bringt seit jeher eine enge Kooperation mit Akteuren aus der Integrationspolitik, Beratung, migrantischen Selbstorganisationen und Antidiskriminierung mit sich.

Der Masterstudiengang  Kulturvermittlung  verfügt über zahlreiche Kontakte zu Institutionen der Kulturregion Karlsruhe und unterstützt mit seinen Lehrprojekten auch kleine unabhängige Kulturinitiativen. Das Enrichmentangebot KinderCouncil kooperiert seit dem Schuljahr 2021/22 mit einer Gemeinschaftsschule.

Service Learning

Einen wichtigen Platz unter diesen Transferformaten nimmt das Service Learning ein. Dies ist eine innovative Lehr-Lern-Form, die ein sinnvolles gemeinnütziges Engagement von Studierenden verbindlich in akademische Curricula integriert. Im Bachelorstudiengang Kindheitspädagogik ist Service Learning seit 2011 im Modul „Forschendes Lernen: Methodenlehre und Praxisforschung“ verankert. Studierende bringen hier, durch Strategien des Erfahrungslernens empirische Forschungsmethoden in der kindheitspädagogischen Praxis zum Einsatz. Durch die gemeinsame Entwicklung der Forschungsdesigns sowie die Reflexion bringt Service Learning Studierende, Akademiker*innen und Praxisvertreter*innen im regionalen Umfeld der Hochschule zusammen, wodurch alle zu einem Teil der Lehr-Lern-Form, zu Problemlöser:innen und Partner:innen werden. Neben der Verbesserung akademischer Lehr-Lern-Prozesse besteht der allgemeine Zweck des Service Learning darin, den Studierenden ein Gefühl des (zivil-)gesellschaftlichen Engagements und der Verantwortung zu vermitteln und auf einen positiven sozialen Wandel in der Gesellschaft hinzuarbeiten.

Lehr-Lern-Labore im MINT-Bereich

Mit den Lehr-Lern-Laboren in den Fächern Informatik, Physik und Chemie, sowie der Mitmachwerkstatt MiniMa in der Mathematik, dem Karlsruher Kinderlabor Kila , dem MINT-Nachhaltigkeitslabor Nala und dem Ökologischen Lerngarten verfügt unsere Hochschule über eine wichtige Transferschnittstelle zwischen Schule und Hochschule. Unter dem Einbezug von Kindern, Schülerinnen und Schülern werden Bildungsangebote und Unterrichtskonzepte und entwickelt, erprobt und wissenschaftlich evaluiert. Zudem findet über sie ein reger Austausch mit den Seminaren für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte und anderen Hochschulen statt.

Forschen, Fördern und Entwickeln mit der Gesellschaft

Beispiele hierfür sind das hochschulübergreifende Projekt boys & books, das Leseförderung und Leseforschung verbindet. Das lokale Projekt Ankommen im Ganztag untersuchte, ob der Besuch einer Ganztagsschule neuzugewanderten Kindern das Ankommen erleichtert. Es wurde von unserer Hochschule wissenschaftliche begleitet und evaluiert.

Das Institut für Biologie und Schulgartenentwicklung kooperiert seit Jahren mit dem Naturkundemuseum Karlsruhe, wie bei der wissenschaftlichen Unterstützung der Großen Landesaustellung NEOBIOTA – Natur im Wandel.

Weitergehende Begleitforschung findet in den großen in den letzten Jahren akquirierten Hochschulentwicklungsprojekten statt, wie beispielsweise im Projekt InDiKo, das sich der nachhaltigen Integration von fachdidaktischen digitalen Lehr-Lern-Konzepten widmet, und LemaS, das bundesweite, vom BMBF geförderte Forschungs- und Schulentwicklungsprojekt „Leistung macht Schule“.

Lebenslanges Lernen ermöglichen

Die berufsbegleitenden, wissenschaftlichen Weiterbildungsangebote unserer Hochschule werden mit besonderer Nähe zur Forschung entwickelt und richten sich an Berufstätige aller Branchen.

Ein Schwerpunkt der Angebote liegt in der Bildungsarbeit und hier wiederum darin, Kompetenzen zu erwerben, generationenübergreifend anderen gesellschaftliche Teilhabe und Bildungserfolg zu ermöglichen. So bieten wir neben den zwei berufsbegleitenden Masterstudiengängen Erwachsenenbildung und Geragogik auch berufsbegleitende Weiterbildungszertifikate (CAS) und Hochschulzertifikate zu Themen wie Bildungsarbeit mit Älteren, Diversity und Generationenmanagement, Für Sprache profilieren oder Digitales Lernen an.

Dialogorientierte Formate der Wissenschaftskommunikation

Eine große Stärke unserer Hochschule ist die zielgruppenadäquate Wissenschaftsvermittlung an Kinder und Jugendliche. Dazu gehört

Die Vorträge im Rahmen der hochschulübergreifenden  EFFEKTE-Reihe des Karlsruher Wissenschaftsfestivals richten sich an ein erwachsenes Publikum.

Wissenschaftler:innen unserer Hochschule bringen sich lokal wie regional mit Vorträgen und der Teilnahme an (Podiums-)Diskussionen mit ihrer Expertise mit ein, einige sind auch bei Scientists for Future engagiert.

Letzte Änderung: 30.08.2022
Für den Inhalt verantwortlich: kirsten.buttgereit@vw.ph-karlsruhe.de