Individuelle Potenzialförderung als zentrales Bildungsthema

Wissenschaft, Politik und Schulpraxis im Gespräch bei der LemaS-Jahrestagung in Karlsruhe

LemaS-Verbundkoordinatorin Prof. Weigand (v.l.) in Diskussion mit KMK-Präsident Prof. Lorz und Bundesbildungsminsterin Karliczek. Foto: Fotografenfamilie Eidens-Holl

LemaS-Verbundkoordinatorin Prof. Weigand (v.l.) in Diskussion mit KMK-Präsident Prof. Lorz und Bundesbildungsminsterin Karliczek. Foto: Fotografenfamilie Eidens-Holl

Pressemitteilung des Forschungsverbunds LemaS vom 19. September 2019:

„Jedes Kind hat ein Talent, das rausgelockt und entdeckt werden kann“, stellt Bundesbildungsministerin Anja Karliczek zu Beginn der Podiumsdiskussion im Rahmen der LemaS-Jahrestagung heraus. Dafür sei auch ein geschulter Blick und eine Professionalisierung der Lehrpersonen nötig. Das bundesweite vom BMBF geförderte Forschungs- und Schulentwicklungsprojekt LemaS arbeitet mit 300 Schulen aus ganz Deutschland an der Leistungs- und Potenzialförderung in Schule und Unterricht.

Auf Augenhöhe ins Gespräch kommen

Zur Eröffnung der LemaS-Jahrestagung in Karlsruhe kamen neben der Bundesbildungsministerin auch der Präsident der Kultusministerkonferenz Prof. Dr. R. Alexander Lorz sowie LemaS-Verbundkoordinatorin Prof. Dr. Gabriele Weigand gemeinsam auf das Podium, um über Chancen und Herausforderungen des Großprojekts zu diskutieren. KMK-Präsident Prof. Dr. Lorz bezeichnete „Leistung macht Schule“ als „Erkenntnisprojekt“ und stellte heraus, dass individuelle Förderung ein wichtiger Teil der Vision eines ganzheitlichen und nachhaltigen Bildungskonzepts sein muss. Was kann „Leistung macht Schule“ in Deutschland bewirken und was ist dazu seitens der Politik, der Forschung und der Schulpraxis nötig? Diese Fragen bestimmten den Auftakt der LemaS-Jahrestagung. Verbundkoordinatorin Prof. Gabriele Weigand gab als Antwort: „Wir müssen alle an einem Strang ziehen und auf Augenhöhe ins Gespräch kommen“.

Leistungs- und begabungsfördernde Schulpraxis als Ziel

Dafür nutzen die rund 750 Teilnehmenden aus Schulen, Politik und Wissenschaft die LemaS-Jahrestagung vom 19. bis 21. September in Karlsruhe und arbeiten gemeinsam an der Leistungs- und Begabungsförderung von Schülerinnen und Schülern. Seit 2018 läuft an 300 Schulen in ganz Deutschland das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt „Leistung macht Schule“ mit dem Ziel der Schul- und Unterrichtsentwicklung hin zu einer leistungs- und begabungsfördernden Schulpraxis. Die wissenschaftliche Begleitung der insgesamt 22 Teilprojekte übernimmt hierbei der Forschungsverbund LemaS, der die Jahrestagung 2019 in Karlsruhe ausrichtet und an drei Tagen alle Akteure von „Leistung macht Schule“ versammelt.

Das Motto „Leistung – Begabung – Schulentwicklung“ rahmt die 75 Professionalisierungsangebote aus Workshops, Vorträgen und Themenforen, die den Vertreterinnen und Vertretern der LemaS-Schulen und politischen Akteuren aus Bund und Ländern von den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Forschungsverbunds LemaS sowie einigen ausgewählten externen Referenten aus Deutschland und der Schweiz angeboten werden. Mit der Kooperation von Bund und Ländern im Rahmen der mit 125 Millionen Euro geförderten, auf zehn Jahre angelegten Initiative „Leistung macht Schule“ hat dieses Forschungs- und Schulentwicklungsprojekt Leuchtturm-Charakter. Die Signalwirkung schlägt sich in der engen Zusammenarbeit von Bildungspolitik, schulischer Praxis und Wissenschaft nieder.

Bildungspolitik, Begabungsforschung und Schulpraxis vernetzen

Das Programm der Folgetage setzt sich sowohl aus spezifischen Angebote zur Weiterarbeit an den 22 Teilprojekten als auch aus teilprojektübergreifenden Angeboten zur Weiterprofessionalisierung aller LemaS-Akteure zu den zentralen Themen „Leistung – Begabung – Schulentwicklung“ zusammen. Darüber hinaus geht es in Karlsruhe um die Vernetzung und den Austausch auf Augenhöhe zwischen Bildungspolitik, Begabungs- und Begabtenforschung und Schulpraxis.

www.lemas-forschung.de

www.leistung-macht-schule.de

 

  Nina.Fueger@ph-karlsruhe.de